Die zwischen 1918 und 1933 erschienenen Karl-May-Jahrbücher sind begehrte Sammlerobjekte. Sie waren die erste Plattform für eine Karl-May-Forschung, beinhalteten allerdings neben auch heute noch interessanten Beiträgen reichlich Kuriositäten und – zumindest aus heutiger Sicht – absolute Nichtigkeiten. Nach der Machtergreifung der Nazis unterblieb die Weiterführung der Reihe, weil die politische Neutralität nicht mehr hätte gewahrt werden können. Die schon vorbereiteten Jahrbücher 1934 und 1935 sollen nun in inhaltlich modifizierter Form im Karl-May-Verlag (KMV) erscheinen, also nicht exakt so, wie sie in den 1930er-Jahren zusammengestellt worden waren. Zu viel Unbrauchbares sei damals dabei gewesen, man möchte die wirklichen Highlights bringen, ergänzt durch Aufsätze, die für noch spätere Jahrbücher vorgesehen waren. Der KMV ist zuversichtlich, dass der Band 1934 diesen Spätsommer erscheinen kann.

KARL MAY & Co. wird sich in einer der nächsten Ausgaben den Karl-May-Jahrbüchern ausführlich widmen.

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Abbildung: Werbung für die Karl-May-Jahrbücher gab es beim KMV noch lange nach dem Einstellen ihrer Erscheinung. Diese stammt aus ‚Die Sklavenkarawane‘, 151. bis 180. Tausend, 1940 (Foto: Dernen).