Von 1976 bis 1980 gab er in Bad Segeberg einen kämpferischen Winnetou – und wenn er mit freiem Oberkörper auftrat, sah er ein bisschen aus wie die kleine Winnetou-Spielfigur aus dem Hause Mattel: Thomas Schüler. Dreißig Jahre nach seinem Abschied von Bad Segeberg feiert der gebürtige Österreicher nun sein Karl-May-Comeback: Bei den Karl-May-Spielen im niederösterreichischen Gföhl, deren Tradition in diesem Jahr nach zweijähriger Pause fortgeführt wird (KARL MAY & Co. berichtete), übernimmt er in der Inszenierung ‚Der Schatz im Silbersee‘ die Rolle des Jonathan Hartley. ‚Ein alter Zirkusgaul wie ich sucht eben immer wieder die Arena‘, sagte Thomas Schüler vor zwei Jahren im KARL MAY & Co.-Interview (siehe die Ausgaben Nr. 112 und 113) – nun geht es für den ehemaligen Winnetou in die österreichische Prärie. Damit ist er nicht der erste Ex-Segeberger, der in der Karl-May-Festspielszene der Alpenrepublik ein Comeback feiert: Schülers Segeberger Blustbruder von 1977 (‚Der Schwarze Mustang‘), Charles Elkins, tauchte 2001 in Weitensfeld/Gurktal als Old Shatterhand wieder auf; Paul Robert, 1971 am Kalkberg der ‚Intschu-tschuna‘, 1972 der ‚Schut‘, initiierte 1987 die Karl-May-Aufführungen der Jugendfestspiele Staatz (bei Wien) und war 2005 als ‚Ölprinz‘ bei den Festspielen in Winzendorf zu sehen.

Premiere von ‚Der Schatz im Silbersee‘ auf der Freilichtbühne im Gföhler Wald, der Bühne, die bereits 1988 gegründet wurde, ist am 23. Juli.

nf
Foto: Thomas Schüler 1979 als Winnetou in Bad Segeberg (Archiv KARL MAY & Co./Braune)