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Karl May mal anders‘

Am Donnerstag, den 20. November 2003, hat Daniel Calls ‚Karl Mayade‘ mit dem Titel ‚Tumult auf Villa Shatterhand‘ an den Mainzer Kammerspielen Premiere (Regie: Oliver Vorwerk). Das Stück wurde 1997 im Schauspielhaus Dortmund uraufgeführt (siehe KARL MAY & Co. Nr. 71) und erntete damals in der Karl-May-Szene sehr unterschiedliche Kritiken.

In Mainz stehen nach der Premiere am 20. November weitere Vorstellungen am 21., 22., 28. und 29. November (jeweils 20 Uhr) auf dem Programm. Auch im Jahr 2004 ist der ‚Tumult auf Villa Shatterhand‘ zu sehen: 13., 14., 15.01.04, 6., 7.02.04, 9., 10., 11.03.04 und 6., 7., 8.04.04.

Auf der Website der Mainzer Kammerspiele heißt es unter der Überschrift ‚Karl May mal anders‘:

‚Im Erzgebirge mit 13 Geschwistern unter erbärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, bis zum fünften Lebensjahr blind, wegen Hochstapelei im Gefängnis – na, wenn das keinen seelischen Schaden hinterlässt. Und wenn die Lebenslage schon so grau und trübe ist, dann hilft bekanntlich nur eins, und die Deutschen sind ja bekannt für diese spezielle Form des Eskapismus: im wahren Leben ein armer Hund, aber im Reich der Phantasie König der Welt, oder zumindest treuer Indianerfreund und feuriger Wüstendurchquerer. Daniel Call zeigt Karl May, den erfolgreichen Reiseschriftsteller, der die erträumten Landstriche nie gesehen hat, auf dem Zenit seines Schaffens, in seiner Villa in Radebeul. Umgeben von seiner Frau Klara und seiner Ex-Frau Emma, die sich nebenbei so manches Gefecht um die Lufthoheit im Hause May liefern, soll Hochzeitstag gefeiert werden, mit einer Abordnung radebeulensischer Ureinwohner, die extra zu diesem Anlass in die Villa Shatterhand herbeizitiert werden. Karl ist hocherfreut ob des Aufmarsches, und dankbar nutzt er die Gelegenheit, – ist’s Wahnsinn, so hat’s doch Methode – sich in die unglaublichsten Vorkommnisse hinein zu halluzinieren. Da bleiben nur noch Tod und Verklärung. Ein deutsches Schicksal, konsequent bis zum Irrsinn.‘

Weitere Informationen: www.mainzer-kammerspiele.de

nf/tg

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