KARL MAY & Co. Nr. 136

KARL MAY & Co. Nr. 155

Mai 2014

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Inhalt

„Wo der Prophet Elias Gott schaute…“ – Karl May in Palästina. Teil 1

Autor: Hartmut Schmidt
Seite(n): 42-46
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 139

„Wir wollen positive Geschichten erzählen“ – Im Gespräch mit Peter Görlach

Autor: Michael Kunz
Seite(n): 21
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

„Wir träumen weiter“ – Interview mit Ulrich Wirsing, dem Veranstalter der Winnetou-Feste in Kroatien

„Wir fühlen uns getäuscht“ – Kritik am neuen Vorstandsvorsitzenden der Karl-May-Stiftung

Der neue Vorstandsvorsitzende der Karl-May-Stiftung, Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos), steht unter Druck: Er hatte den Radebeuler Stadtrat nicht über die Kündigung des Museumsdirektors Christian Wacker informiert, aber den Beschluss über den Kauf eines Grundstückes für den Museumsneubau an der Meißner Straße gegen heftigen Widerstand durchgesetzt. Hierfür erntet er nun, nachdem zahlreiche Vorwürfe öffentlich wurden, aus dem Stadtrat Kritik.
So wird sich nun auf Antrag der gemeinsamen Fraktion Bürgerforum/Grüne/SPD auch der Radebeuler Stadtrat mit der Causa Karl-May-Museum / Stiftung / Weggang Christian Wacker beschäftigen. Am kommenden Mittwoch geht es am Ende des öffentlichen Teils (TOP 14) darum, den im März genehmigten Ankauf des an das Museum angrenzenden Grundstücks mit der Aral-Tankstelle zunächst auszusetzen.
„Wir wollen das Karl-May-Museum nicht zumachen“, betont Heinz-Jürgen Thiessen, Geschäftsführer der Fraktion, und erinnert daran, dass es erst vor gar nicht langer Zeit eine Fraktionssitzung im Museum gegeben habe. Dort und bei anderen Gelegenheiten habe er einen guten Eindruck von der Arbeit sowie den Plänen des nun scheidenden Direktors gewonnen. Ähnlich argumentiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Gey für die SPD, der zudem die Bildung eines Betriebsrats durch die Mitarbeiter lobt. Beide haben aber große Bedenken, angesichts der jetzigen Entwicklungen das Geld für eine aus ihrer Sicht mit 952.000 Euro ohnehin weit überteuerten Gesamtinvestition für den Grundstückskauf auszugeben, wenn das gesamte Neubauprojekt nicht mehr gesichert sei. Zunächst einmal müsse die Stiftung ihre Hausaufgaben machen und eine solide Basis schaffen, argumentieren beide.
„Wir fühlen uns getäuscht“, bringt Thomas Gey die Sache auf den Punkt. Die Entscheidung  über den Ankauf des Grundstückes an der Meißner Straße sei in der Ratssitzung vom 18. März gefallen. Nun werde plötzlich bekannt, dass die Kündigung Wackers schon im Februar erfolgte. Trotzdem sei der Rat von Bürgermeister Bert Wendsche nicht einmal nichtöffentlich in Kenntnis gesetzt worden. Jetzt Mittel für den Ankauf freizugeben, wenn möglicherweise die Fördermittel für den geplanten Neubau aufgrund früherer Fehler gar nicht flössen, ist aus seiner Sicht nicht seriös. Ohnehin zahle die Stadt dem Museum jährlich 100.000 Euro und werde sicher auch das Projekt nicht unwesentlich unterstützen müssen. Auch Gey möchte dem Museum nichts Böses, „aber dann muss es auch gut gemacht sein“. „Mit Henrystutzen und Silberbüchse“ ist aus seiner Sicht die Jugend nicht mehr zu gewinnen, da müssten andere Zukunftskonzepte her. Und kritische Diskussionen zu unterdrücken, wie es seitens des Stiftungsvorstandes wohl getan worden sei, hält er für den völlig falschen Ansatz.
Ob es hilfreich sei, dass der OB nun auch noch vorübergehend den Stiftungsvorsitz übernommen hat, weiß Gey nicht. Wendsche habe ohnehin schon viel zu viele Aufgaben neben dem Job im Rathaus, findet der Sozialdemokrat. Ironischerweise sei der Verwaltungschef ja auch einmal in die Stiftung gegangen, um dort für mehr Transparenz und klarere Strukturen zu sorgen. Das sei offenbar nicht gelungen. Wobei Gey sich auch darüber nicht verwundert zeigt.
Tatsächliche Aufklärung erwartet Thomas Gey von der Ratssitzung trotz allem nicht. Dafür sei schon lange genug Zeit gewesen. Er schüttelt selbst am Telefon hörbar den Kopf, ob der seltsamen Konstellationen und des Kommunikationsdesasters im Museum. Während sein grüner Kollege Heinz-Jürgen Thiessen bedauert, dass die Opposition es „bei der Mehrheit von CDU und AfD einfach schwer“ habe, „die brauchen ja immer nur noch ein paar Stimmen der FDP.“ Beide haben bereits die merkwürdigen Umstände des Ausscheidens von Wackers Vorgängerin Claudia Kaulfuß kritisch beobachtet. Es seien aber nie kritische Informationen nach außen gedrungen und nur Positives vermeldet worden. Bis zum „Wacker-Brief“, den die Männer ausdrücklich begrüßen. Und sich einen grundlegenden Wandel in der Stiftung wünschen. Machen könne die Politik dennoch wenig. „Sicher kann die Stadt die jährlichen 100.000 Euro streichen“, überlegt Thomas Gey. Selbst eine solche Maßnahme sorge aber gegen den Stiftungsvorstand schwerlich für Druck: „Die haben doch genug Geld.“
Und wenn sich nun herausstellt, dass die Förderung durch die schädlichen Maßnahmen der Vergangenheit „gestorben“ ist? Andere Möglichkeiten finden, sagt Thomas Gey und will sonst „nicht spekulieren“. „Ich habe gelernt, dass es immer Sinn macht, eine Alternative in der Tasche zu haben“, unterstreicht Heinz-Jürgen Thiessen, der um die Bedeutung des Museums für Radebeul und Sachsen weiß, aber auch das solide Fundament nicht aus dem Blick lassen will.
Derweil nahm die Krise um Stiftung und Museum im Verlauf des Donnerstages skurrile Züge an. Nachdem am Vormittag bereits eine Erklärung der Karl-May-Stiftung in Umlauf gebracht worden war, wandte sich das Kuratorium am Nachmittag mit einer weiteren eigenen Meldung an die Öffentlichkeit, offenbar auf Treiben des Präsidenten des Kuratoriums, Anwalt Dr. Robert Straßer.
In dieser Erklärung wiederholte man weite Teile der Mitteilung vom Vormittag und verwies darüber hinaus auf die Absicht, „mannigfache Hintergrundinformationen“ zu klären, bevor am 27. Juni die satzungsgemäße Kuratoriumssitzung stattfindet. Als hätte man die Erklärung des Stiftungsvorstandes vom Vormittag nicht als ausreichend betrachtet, merkte das Kuratorium nun in seiner separaten Erklärung an, dass „mehrere Kuratoren“ in der gestrigen Videokonferenz darauf hingewiesen hätten, in der Sitzung Ende Juni „großflächige Umbesetzungen im Vorstand“ diskutieren und umsetzen zu sollen. „Geeignete neue Kandidaten und Kandidatinnen hätten bereits ihre Bereitschaft zur Mitwirkung im Vorstand erklärt“, heißt es. Ebenso müsse „die Notwendigkeit von stiftungsrechtlich zulässigen Satzungsreformen insbesondere im Bereich des Verhältnisses von Museumsgeschäftsführung und Vorstand“ diskutiert werden. Und als reagiere man nun endlich auf Forderungen aus der Karl-May-Szene, betonte man in der Erklärung, man sei sich – „im Kuratorium“ – „über die Leistungskraft des Personals“ des Museums „und die erzielten Erfolge“ bewusst. Zudem bedaure man den Weggang Dr. Wackers, der „wichtige Impulse für die Weiterentwicklung“ des Museums gesetzt habe, die es weiterzuführen gälte.

„Winnetous Erben“: Die Aufgaben der Karl-May-Stiftung damals – und heute?

Die Stiftung schweigt. Vorstand und Kuratorium verweisen – nachvollziehbarerweise – auf die Sitzung am kommenden Samstag, wenn es um die notwendigen Entscheidungen für die Zukunft geht. Weniger nachvollziehbar ist, warum einzelne Mitglieder sich eher erratisch zu den Aktivitäten und Prämissen der Vergangenheit äußern und auf Nachfragen nicht mehr reagieren. (mehr …)

„Winnetou@home“: YouTube-Lesung von KARL MAY & Co. Mit exklusivem All-Star-Ensemble

Autor: Redaktion
Seite(n): 5
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 160

„Winnetou@home“

KARL MAY & Co. trotzt der Corona-­Krise: In Zeiten, in denen viele wegen der Pandemie zu Hause sind und Ablenkung gut gebrauchen können, haben wir zwei Projekte gestartet, die Abhilfe schaffen ­sollen.
Zum einen steht – wie berichtet – auf dem neu eingerichteten YouTube-Channel youtube.karl-may-magazin.de die exklusive Karl-May-Lesung von der Jubiläumsfeier von KARL MAY & Co. aus dem vergangenen Jahr mit Jean-Marc Birkholz und Gordon Piede­sack zum Hören zur Verfügung – kosten­frei und für jeden verfügbar.
Das andere Projekt haben wir „Winnetou@home“ getauft. Es geht ebenfalls um eine Karl-May-Lesung, allerdings noch umfangreicher und mit mehr Vortragenden. Zum Hintergrund: In diesem Sommer werden Karl-May-Fans auf gewohnte Tradi­tionen verzichten müssen. Durch das Verbot von Großveranstaltungen aufgrund der ­Corona-Pandemie wird es voraussichtlich keine May-Freilichtinszenierungen geben. KARL MAY & Co. möchte den Fans daher ein besonderes Event bieten und Vertreter zahlreicher Bühnen und Institutionen sowie Fans aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammenbringen.
Das Konzept: Die Mitwirkenden lesen jeweils eine bestimmte Anzahl von Seiten aus Karl Mays „Der Ölprinz“ (in der Fassung des Karl-May-Verlags), nehmen dies auf ­Video auf, und KARL MAY & Co. veröffentlicht den Zusammenschnitt an mehreren Tagen im Sommer auf YouTube.
Im Rahmen des Lese-Events versuchen wir, zahlreiche Spenden für freischaffende Schau­­spieler zu sammeln – denn sie leiden unter dem Ausfall der Saison am meisten, stehen sie doch ­ohne Engagement dar.
KARL MAY & Co. ist es gelungen, ein All-Star-Ensemble für „Winnetou@home“ zu gewinnen; eine Sprecherriege, die ihresgleichen sucht. Bisher liegen Zusagen folgender Vorleser vor: Cheryl ­Angelika Baulig, Wolfgang „Woife“ Berger, Michael Berndt-Cananá, Jean-Marc Birkholz, Marko Brock, James Bürkner, Irmgard Elhachoumi, Peter Görlach, Torsten Greis, Jürgen Haase, Ben und Uwe Hänchen, Dirk Hardegen, Sven Heiß, Sybille Hellmann, Vanida Karun, Alexander Klein, Sebastian Kolb, Nicolas König, Thomas Koziol, Klaus Krückemeyer, Matthias M., Reinhard Marheinecke, Fabian Monasterios, Michael Müller, André Neubert, Ulrich Neumann, Eric Nisius, David Thomas Pawlak, Gordon Piedesack, Jonas Remmert, Kristin C. Schmeding, Bernhard Schmid, Christoph ­Alexander Schmidberger, Patrick L. Schmitz, Torben Schumacher, Marc Schützenhofer, Dirc Simpson, Jan Sosniok, Philipp Sydow, Helmut Urban, Roland Wichmann.
Lustiger Zufall: KARL MAY & Co. ist in der Karl-May-Szene nicht der einzige, der auf eine solche Idee kam. Soeben kündigten auch die „Wild-West-Reporter“ ein ähnliches Projekt an. Es lebe die Vielfalt!

„Winnetou war mir immer zu emotionslos“ – Lagerfeuergespräche (29): Jutta Laroche

Autor: Henning Franke
Seite(n): 66-71
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 137

„Winnetou ist für mich eine Lichtgestalt“ – Im Gespräch mit Nicolas König

Autor: Christine Hünseler und Claudia Schütte
Seite(n): 86-90
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

„Winnetou ist eine weit überschätzte Figur“ – Lagerfeuergespräche (38): Henning Franke

„Winnetou II“ ohne Old Shatterhand – Mörschied: Gelungene Inszenierung trotz erneuten Ausfalls

Autor: Volker Krischel
Seite(n): 72-73
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 153

„Unfassbares Radebeuler Elend“ – Interview mit Johannes Zeilinger

Die Krise von Karl-May-Stiftung und Karl-May-Museum sorgt in der Karl-May-Szene und über diese hinaus seit vorvergangener Woche für Empörung, nachdem der bisherige Museumsdirektor Dr. Christian Wacker dem Stiftungsvorstand in einem offenen Brief, mit dem er seine Kündigung begründete, schwere Vorwürfe gemacht hatte. Innerhalb der Szene ist die Empörung über die Vorgänge in Radebeul groß, und der Ruf nach weitreichenden Veränderungen in der Karl-May-Stiftung wird laut. Im KARL MAY & Co.-Interview schließt sich nun Dr. Johannes Zeilinger, Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft von 2007 bis 2019, dieser Forderung an und spart nicht an deutlichen Worten. So solle sich die Stiftung auf Aufgaben, „für die sie einst May vorgesehen hat“, konzentrieren und „sonst so wenig Schaden wie möglich anrichten“, so Zeilinger, der als Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft bis 2019 auch viele Jahre Mitglied des Kuratoriums der Karl-May-Stiftung war. (mehr …)

„Suche Karl-May-Bücher zu wissenschaftl. Arb.“ – Bausteine zur Karl-May-Rezeption in der DDR (II)

Autor: Hartmut Schmidt
Seite(n): 24-29
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

„Selbst mache ich jetzt fast gar nichts mehr.“ – Einige Schlaglichter auf Carl Lindebergs Nachkriegsproduktionen

Autor: Christoph Blau
Seite(n): 18-25
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 137

„Progressiv nach vorne sehen“ – Premierengespräch mit Elspes Intendant und Regisseur Jochen Bludau

Autor: Jutta Laroche
Seite(n): 10-11
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 153

„Mitten im Märchen“ – Jean-Marc Birkholz erinnert sich an seinen ersten Rathen-Besuch in den 80ern

Autor: Nicolas Finke
Seite(n): 30
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 136

„Mit Karl May durch Amerika“ – Klara Mays Reise auf den Spuren der Helden Karl Mays

„Mein treues Mädchen Emma Elsner“

Autor: Hartmut Schmidt
Seite(n): 36-40
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 137

„Man muss eine Vorstellung einfach leben!“ – KARL MAY & Co. im Gespräch mit Christian Kohlund

Autor: Claudia Schütte und Christine Hünseler
Seite(n): 48-53
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

„Man denkt sich immer so verrückte Sachen aus“ – Lagerfeuergespräche (34): Hainer Plaul

Autor: Henning Franke
Seite(n): 12-22
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 153

„Mach‘ mal schöne Musik“ – Interview mit Filmkomponist Martin Böttcher

Autor: Marc Hairapetian
Seite(n): 70-76
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

„Kleiner Häuptling Winnetou“ und junger Schurke Old Wabble – Liebevolles Kinderstück mit kleinen Freiheiten und großem Respekt vor dem Vorbild

Autor: Michael Kunz
Seite(n): 74-75
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 136

„Keine Zusammenarbeit mit Herrn Wagner“

Gelächter herrschte heute Vormittag bei einem Treffen der Mitarbeiter des Karl-May-Museums mit dem Vorstand der Karl-May-Stiftung. Dabei gab es eigentlich wenig zu lachen: Museum und Stiftung stecken in einer Krise, nicht allein wegen der corona-bedingten Schließzeit des Museums unter ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern vor allem wegen Vorwürfen, die nach der Kündigung des bisherigen Museumsdirektors Dr. Christian Wacker laut wurden. Dieser hatte dem Stiftungsvorstand große Missstände vorgeworfen, so sprach er unter anderem von Mobbing, Homophobie und dem Unvermögen, die Grundlagen für die Museumsneugestaltung mit einem Neubau an der Meißner Straße in Radebeul zu schaffen (KARL MAY & Co. berichtete).
Warum also Gelächter? Der Grund war die Präsentation René Wagners als neuen Geschäftsführer des Museums. Wagner, den der Stiftungsvorstand um den Vorsitzenden Bert Wendsche (Oberbürgermeister der Stadt Radebeul) und seinen Stellvertreter Ralf Harder unangekündigt zur eigentlich als Aussprache gedachten Versammlung mitgebracht hatte, wurde mit sofortiger Wirkung als Interimsgeschäftsführer des Museums eingesetzt und Christian Wacker, der eigentlich noch bis Ende des Monats im Amt gewesen wäre, fristlos vor die Tür gesetzt.
Wagner dürfte vom Personal des Museums als weitere Provokation des Vorstandes verstanden worden sein. Immerhin war Wagner selbst Ende 2013 im Streit gekündigt worden. Sein Ruf in der Karl-May-Szene ist durch Stasi-Verstrickungen und den Mangel an kritischem Umgang mit der eigenen Geschichte, also unter anderem genau das, was Wacker der Stiftung vorwarf, angekratzt, zumal Wagner in den vergangenen Jahren mit zweifelhaften Äußerungen auf seinem öffentlich zugänglichen Facebook-Profil aufgefallen war, die so gar nicht zu den Werten Karl Mays und seiner Stiftung passen wollen.
So konnte die Belegschaft diese Personalentscheidung des Vorstandes nicht ernst nehmen. Mehr noch: Sie lehnt sie geschlossen ab. In einem Schreiben an das Kuratorium der Karl-May-Stiftung sprachen sich die Mitarbeiter des Museums einstimmig gegen Wagner aus: „Was für ein Possenspiel!“, heißt es darin. Und: „Wir erklärten einstimmig, dass es keine Zusammenarbeit mit uns und Herrn Wagner geben kann. Des Weiteren sind wir sehr besorgt um die Außenwirkung, die eine Wiedereinstellung von Herrn Wagner besonders in dieser Krisensituation zur Folge hätte.“ Die Belegschaft stellt zudem die Frage: „Wie kann es sein, dass man uns einen Interimsgeschäftsführer vor die Nase setzt, dem man 2013 unter anderem wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten gekündigt hat?“
Ebenso kritisierte die Belegschaft, dass der Vorstand der Karl-May-Stiftung den bisherigen Direktor Dr. Christian Wacker fristlos gekündigt habe: „Wir wurden also zum wiederholten Mal wissentlich belogen“, lautet der Vorwurf an den Stiftungsvorstand. Darüber hinaus habe der Vorstand in den vergangenen Monaten die Förderschädlichkeit bei der Vorbereitung des Museumsneubaus nicht beseitigt – und „alle uns bewegenden Fragen und Probleme wurden nicht besprochen. Wieder einmal wurde deutlich, dass der Vorstand versucht uns mit Phrasen ruhig zu stellen und kein Interesse für unsere Probleme und Nöte zeigt.“
Derweil ist im Vorstand der Stiftung ein heftiger Streit entbrannt. Der frühere Vorsitzende Thomas Grübner, der den Vorsitz im Verlauf der letzten Wochen niedergelegt hatte und nun ankündigte, aus dem Gremium ausscheiden zu wollen, solidarisierte sich nach Informationen von KARL MAY & Co. mit den Mitarbeitern des Museums. Mehr noch: Er forderte bereits im Vorfeld der heutigen Versammlung den geschlossenen Rücktritt seiner Vorstandskollegen, mit denen die Krise seiner Ansicht nach nicht bewältigt werden könne. Er verlangte einen Schulterschluss mit der Belegschaft, deren Sorgen ernst zu nehmen seien. Aus dem Kuratorium sei Grübner gefragt worden, ob er als Vorstand nicht weitermachen könne. Dies hatte Grübner verneint, betonte aber nun, er könne es sich unter der Voraussetzung, dass Bert Wendsche, Ralf Harder und Klaus Voigt (Rechtsanwalt in Radebeul) aus dem Vorstand ausscheiden, durchaus vorstellen.
Nach Informationen von KARL MAY & Co. wurde dem nun fristlos abberufenen Museumsdirektor Christian Wacker am heutigen Dienstag vom Vorstand der Karl-May-Stiftung eine Unterlassungserklärung vorgelegt, nach der er seine Vorwürfe beispielsweise zu Mobbing und Homophobie nicht wiederholen dürfe. Wacker weigerte sich nach Informationen von KARL MAY & Co. jedoch, die Erklärung zu unterzeichnen.

„Kein Mißtrauen gegenüber May“ – Rathen-Segeberg-Connection anno 1955

Autor: Nicolas Finke
Seite(n): 46
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

„Karl-May-Spiel als wertvolle Volksunterhaltung“ – Teil 2: Karl-​May-​Spiele Rathen 1939/​1940

Autor: Ulrich Neumann
Seite(n): 60-67
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 153

„Karl May zukunftstauglich machen“ – Interview mit André Neubert, Leiter des Karl-May-Hauses

Während im Radebeuler Museum die Umsetzung des geplanten Erweiterungsneubaus durch die Turbulenzen der letzten Wochen in weite Ferne gerückt zu sein scheint, rollten im 85 Kilometer entfernten Hohenstein-Ernstthal die Bagger: So kommt das dortige Karl-May-Haus seiner Zukunftsvision, der Ergänzung um ein modernen Funktionsgebäude, das als Depot genutzt werden soll, ein konkretes Stück näher. Über die Baumaßnahmen in der Karl-May-Geburtsstadt sprachen wir mit dem Leiter des Karl-May-Hauses, André Neubert, der sich im KARL MAY & Co.-Gespräch auch zur Misere der Radebeuler Kollegen äußert. (mehr …)

„Jenseits der Felsengebirge“ – Neues zu einer bekannten Buchausgabe

Autor: Wolfgang Hermesmeier und Stefan Schmatz
Seite(n): 34-39
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 153

„Ich bin froh, dass ich ihn nicht mehr spielen muss.“

Thomas Schüler spielte von 1976 bis 1980 den Apatschenhäuptling am Kalkberg – als erster mit freiem Oberkörper. Im Interview für „Karl May am Kalkberg“ (Marheinecke/Finke, 1999) führte er das darauf zurück, dass er vor allem James Fenimore Cooper gelesen hatte. Von Karl May waren es nur vier Bücher, darunter auch „Ich“ – für ihn das spannendste.
Ein weiteres Engagement kam unter anderem wegen Gehalts- und Mitspracheforderungen bei der Kampfchoreographie nicht zustande. Einmalig war sicherlich auch sein Auftreten 1978 als böser Kiamil im Orientstück „Durchs wilde Kurdistan“, das Schüler sehr gefiel: „Wunderbar: Er war ein Intrigant, ein Bösewicht, eine fiese Type, und ich habe ihn mit Begeisterung gespielt.“ Die Winnetou-Rolle machte ihn als Schauspieler nie zufrieden: „Was für eine blasse Rolle. (…) Bei den Karl-May-Spielen in Rathen sollte ich 1996 einen Bösen spielen, Nicht den Winnetou – und ich bin froh, dass ich ihn nicht mehr spielen muss.“ Später zog es ihn noch einmal zu Karl May zurück – in Gföhl spielte er Dr. Jefferson Hartley – einen Bösewicht.

„Hansi“ Klein zum Schluss wieder im Sattel

Mit sichtlich zusammengebissenen Zähnen, dennoch lächelnd und fest entschlossen, war „Hansi“ Klein in den Sattel geklettert, um 2018 wenigstens einmal im Kostüm auf der Bühne zu sein.
Keine Kleinigkeit mit einem halben Dutzend Rippenbrüchen; entsprechend laut war der Applaus auf den praktisch ausverkauften Tribünen. Die Ensemblekollegen zeigten ebenso ihre Begeisterung, und von Winnetou-Darsteller Eric Nisius gab es eine herzliche Umarmung. „Diesmal haben wir uns besonders viel zu erzählen“, hatte er seinen Blutsbruder wenige Minuten zuvor begrüßt, der damit seine 27. Saison im Sharlih-Jagdrock nicht völlig abschreiben musste. 
Hans-Joachim Klein, nebenbei auch der Vorsitzende des die Bühne tragenden Vereins, schwieg sich bis zum Schluss über das vage angedeutete „Comeback“ aus, zuletzt allerdings mit einem vielsagenden Lächeln. Vor der Vorstellung dankte er – noch in ‚Zivil’ – allen Beteiligten für die Mitarbeit an einer erfolgreichen Spielzeit, die er aufgrund seiner Zwangspause erstmals richtig von „hinter den Kulissen“ habe beobachten können. Dann ernannte er Vanessa Nisius und Thomas Korb für deren langjährige Verdienste zu Ehrenmitgliedern. 
Mehr zur Inszenierung gibt es in der neuen Ausgabe von KARL MAY & Co. Nr. 153, die Ende Juli/Anfang August erscheint.

„Gute Sauerländer Luft“ – Neues Dach über dem Zuschauerraum in Elspe

Autor: Michael Kunz
Seite(n): 14
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 139

„Für einen Abenteuer-Film sein Leben riskieren!“ – Interview mit Schauspielerin Macha Méril

Autor: Marc Hairapetian
Seite(n): 76-78
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

„Es wäre schön, wenn die Karl-May-Szene uns vertraut“ – Lagerfeuergespräche (30): Claudia Kaulfuß, Robin Leipold und Anne Barnitzke vom Karl-May-Museum Radebeul

Autor: Henning Franke
Seite(n): 80-86
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 139

„Ein bisschen wie Ferienlager“ – Im Gespräch mit Olaf Hais

Autor: Ulrich Neumann
Seite(n): 42-43
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

„Ein alter Traum von mir“ – Im Gespräch mit Mörschied-Regisseur Arnd Limpinsel

Autor: Michael Kunz
Seite(n): 83
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

„Die Herausforderung wird sein, weiter die Kernausgaben zu erfüllen“ – Lagerfeuergespräche (32): Hartmut Wörner

Autor: Henning Franke
Seite(n): 60-65
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

„Die Helden müssen Menschen bleiben“ – Im Gespräch mit dem Schauspieler Michael Müller, der bei den Festspielen in Burgrieden seit 2018 inszeniert und für das Karl-May-Textbuch verantwortlich ist

Autor: Christoph Alexander Schmidberger
Seite(n): 78-84
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 159

„Die Farbe der Haut macht keinen Unterschied“? – Zum ideologischen Gehalt von „Der Ölprinz“ (Teil 1)

Autor: Jonas Remmert
Seite(n): 82-85
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

„Der Höhepunkt des Wahnsinns“ – Fest der Karl-May-Filmszenen in Berlin

Autor: Jonas Remmert
Seite(n): 34-36
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

„Chefindianer“ beim Filmfest in Kroatien

Für das Filmfest im kroatischen Starigrad-Paklenica (3. bis 7. Juni 2014, Hotel Bluesun Alan) konnten die Veranstalter den DDR-„Chefindianer“ Gojko Mitic als Stargast gewinnen. Mitic war vor seiner Karriere in DDR-Western Darsteller bei drei Karl-May-Filmen der 1960er-Jahre; herausragend ist seine Rolle als Wokadeh in „Unter Geiern“ (1964). Die weibliche Hauptdarstellerin dieses Films, Elke Sommer, wird ebenfalls beim Fest anwesend sein. Sommer und Mitic waren, lange nach der Karl-May-Filmwelle, 1999 gemeinsam auf der Bühne von Bad Segeberg zu sehen, wo sie beim Stück „Halbblut“ mitwirkten, bei dem Pierre Brice Regie führte. Zuletzt war Mitic im vergangenen Jahr als Intschu-tschuna bei den Segeberger Karl-May-Spielen zu sehen (Foto: mit ‚Winnetou‘ Jan Sosniok, rechts).

rd / Foto: KARL MAY & Co./Schütte

„Auf keine Erfahrung verzichten“ – Im Gespräch mit Olaf Hörbe

Autor: Ulrich Neumann
Seite(n): 64
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 139

„Apanatschi“ beim Filmfest in Kroatien

Zum weiteren Mal findet im Kroatischen Starigrad-Paklenica, Hotel Bluesun Alan, ein Fest für die Freunde der Karl-May-Filme statt. Auch in diesem Jahr gilt es, ein Jubiläum zu feiern: Vor 50 Jahren kam der vorletzte Winnetou-Film der Rialto, „Winnetou und das Halbblut Apanatschi“ in die Kinos. Den Veranstaltern des Festes ist es gelungen, die Darstellerin der Titelheldin, Uschi Glas, als Gaststar zu gewinnen. Außerdem soll es gemeinsam mit Hella Brice ein Gedenken an den am 6. Juni 2015 verstorbenen Winnetou-Darsteller Pierre Brice geben.
Informationen und Reservierung:
Hotel Alan, Dr. Franje Tudmana 14, 23244
Starigrad-Paklenica, Tel. 00385 23 209052,
E-Mail: winnetou@bluesunhotels.com

„Achtung, Karl May“ – Lindefiguren und begleitende Papierwerbung

Autor: Malte Ristau
Seite(n): 70-73
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 139

„…fast wie in Arizona – nur ohne Schlangen.“ – KARL MAY & Co. im Gespräch mit Martin Semmelrogge

Autor: Christine Hünseler und Claudia Schütte
Seite(n): 6-10
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

Zweiter Briefband erschienen

Im Karl-May-Verlag erschien jetzt der 2. Band ‚Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld‘. Er umfasst neben Mays Briefen von 1907 bis 1912 an seinen wichtigsten Verleger zu Lebzeiten Briefe von und an Felix Krais, den Inhaber der Druckerei, die Mays ‚Gesammelte Reiseerzählungen‘ herstellte. Der von Dieter Sudhoff und Hans-Dieter Steinmetz herausgegebene Band beinhaltet weiterhin ein Werk- und Personenregister für beide Briefbände. Der Band kostet 15,95 Euro, ISBN: 978-3-7802-0092-1.

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Zwei neue Bücher zur Film- und Bühnengeschichte nach Karl May

Im Herbst 2020 erscheinen im Karl-May-Verlag unter anderem zwei neue Bücher für Freunde der Karl-May-Bühnen und -Filme.
Bereits 21 Jahre ist es her, dass die Autoren Reinhard Marheinecke und Nicolas Finke im Karl-May-Verlag (KMV) ihr Werk „Karl May am Kalkberg“ über die Geschichte der Segeberger Festspiele herausbrachten. 2001 und 2004 folgten im selben Verlag Fortsetzungsbroschüren, 2008 im Marheinecke-Verlag ein Bildband zu Bad Segeberg in den 1980er-Jahren. Nun naht, abermals im KMV, ein neues Projekt: „Karl May auf der Bühne“. „Die Idee hierzu entstand vor 20 Jahren auf der Terrasse von Reinhard Marheinecke in Hamburg. Nachdem Reinhard und ich uns ein paar Jährchen auf anderen Spielwiesen tummelten, soll das Projekt nun endgültig Realität werden“, so Nicolas Finke. Geplant sind drei Bände im DIN-A4-Format, ähnlich der derzeit ebenfalls im KMV erscheinenden „Pierre-Brice-Edition“. „Wir wollen dem Phänomen ‚Karl May auf der Bühne‘ gerecht werden, indem wir uns allen bekannten Festspielen und Inszenierungen widmen, manchen ausführlicher, so etwa den Dauerbrennern Bad Segeberg, Rathen und Elspe. Wir wollen auch thematische Schwerpunkte setzen – wie etwa zu den ‚Halleninszenierungen‘ – und vereinzelt Interviews einstreuen“, so Finke. Marheinecke ergänzt: „Die Zahl der Aufführungen seit Karl Mays Tod ist riesig. Wir haben bereits viele Jahre recherchiert und sind dabei auf so manche Neuigkeit gestoßen. So räumen wir etwa mit dem weit verbreiteten Irrtum auf, in Rathen seien die ersten Karl-May-Freilichtspiele der Welt zur Aufführung gekommen, und wir thematisieren auch Inszenierungen, von denen bislang kaum jemand oder keiner wusste, darunter Festspiele im Jahr 1913 auf dem Gebiet der heutigen Ukraine“, so Marheinecke, der im Bamberger Verlag außerdem im Herbst einen weiteren seiner Winnetou-Romane vorlegen wird, nachdem der erste im KMV erschienene Titel „Skorpion und Klapperschlange“ ein voller Erfolg war. Der erste Band des neuen Bühnenbuchrojektes widmet sich frühen Inszenierungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie Freilichtbühnenerfolgen von Rathen über Ratingen bis Bad Segeberg (ca. 400 Seiten mit zahlreichen farbigen und schwarzweißen Abbildungen, Hardcover, ISBN 978-3-7802-0143-0, 39 Euro, in Österreich: 40,10 Euro).
Zudem bringt der Verlag den Band „100 Jahre Karl May im Kino“ im klassischen Filmbildbandformat, Autor ist Stefan von der Heiden, Mitglied der Karl-May-(Film-) Fan-Gruppe Berlin und Autor von KARL MAY & Co. Schon 1920 kam der erste Film nach Karl May in die Kinos, und bis heute wurde über 25 Streifen mit May-orientierten Abenteuern auf die Leinwand gebracht, so viele, wie nach keinem anderen deutschen Autor sonst. Auf 200 Seiten werden viele bisher noch nicht gesehene Motive zu sehen sein, darunter Dreharbeitenfotos, Dokumente Werbemittel und selbstverständlich Szenen aus den jeweiligen Filmen. Der Band wird 29 Euro kosten (Österreich: 29,80 Euro), die ISBN lautet 978-3-7802-3089-8.
Wir zeigen hier erstmals die beiden Deckelbilder, die der in Karl-May-Kreisen bekannte Grafiker Torsten Greis gestaltete.
Beide Neuerscheinungen können im Shop des Karl-May-Verlags ab sofort vorbestellt werden.

Zwei Kölner im Sauerland

Das Elspe Festival hat für die kommende Saison zwei neue Gesichter für das ‚Ölprinz‘-Ensemble um ‚Winnetou‘ Benjamin Armbruster, ‚Old Shatterhand‘ Thomas Haydn und ‚Ölprinz‘ Rolf Schauerte engagiert.

Die Rolle des Kantor Hampel wird der Kölner Kabarettist Michael Kleiber übernehmen, die Rolle der Rosalie Ebersbach die ebenfalls in Köln lebende Schauspielerin Birgit Pacht.
Die beiden in der Kölner Theater- und Kleinkunst-Szene bekannten Akteure kennen sich bereits von gemeinsamen Projekten. So führte Pacht bei Kleibers Programm ‚Kleine Fische‘ die Regie. Ebenso war Pacht in letzter Zeit an der Comedia Colonia engagiert und begleitete dort Stücke wie ‚Die bessere Hälfte‘.
Michael Kleiber, über den Näheres auf seiner eigenen Website unter michi-kleiber.de zu erfahren ist, machte sich im Kölner Raum mit Stücken wie ‚Ententanz‘ oder ‚Grill bei Günni‘ einen Namen.

Premiere des ‚Ölprinzen‘ ist am 23. Juni 2001. Die Veranstalter erwarten in dieser Karl-May-Saison den 10 Millionensten Besucher seit 1958.

Zwei Editionen mit Filmfotos geplant

Nach den Kalenderprojekten des Karl-May-Hauses Hohenstein-Ernstthal und der ‚Skv-Edition‘ mit Deckelbildern der Gesammelten Werke des Karl-May-Verlags hat der Karl-May-Filmfan Thorsten Lehmann die Veröffentlichung neuer Karl-May-Filmkalender in seinem ‚Classic Heroes · Lehmann Verlag‘ abgekündigt. Er brachte Rialto Film, CCC Film, Karl-May-Verlag und Michael Petzels May-Sammlung an einen Tisch und ließ sein Projekt zu guter Letzt noch von Pierre Brice und Christopher Barker absegnen. Im Dezember 2009 soll in der ‚Winnetou-Edition‘ ein Kalender zu ‚Der Schatz im Silbersee‘ (1962) und in der ‚Orient Edition‘ ein weiterer zu ‚Der Schut‘ (1964) erscheinen. Jeder Kalender soll 13 teilweise ­unveröffentlichte Filmfotos auf Hochglanzpapier und Star-/Film-Infos enthalten, im aufgeklappten Zustand ein Format von 29,7 x 84 cm haben und je 29,95 Euro kosten.

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Unsere Abbildung zeigt das vorläufige Cover zum ‚Schatz im Silbersee‘-Kalender des ‚Classic Heroes · Lehmann Verlags‘.

Zwei Blutsbrüderpaare in Elspe

Bei den Karl-May-Spielen in Elspe beginnt eine neue Ära. Seine 25. Saison wird die letzte sein, in der Benjamin Armbruster als Winnetou auf der Sauerländer Freilichtbühne zu sehen sein wird. Dazu wurde das Stück „Winnetou I“ mit einem Prolog versehen, in dem Armbruster noch einmal als Winnetou zu sehen sein wird. An seiner Seite: Jochen Bludau als Old Shatterhand! Neunzehn Jahre nach seinem letzten Auftritt (abgesehen von einigen „Notfall-Einsätzen“ für erkrankte Kollegen) zieht er wieder das Hirschlederkostüm an und spielt Winnetous Blutsbruder. „Ich möchte meinen langjährigen Freund und Kollegen Benjamin Armbruster als Winnetou verabschieden und zugleich meinem Sohn einen besonderen schauspielerischen Einstand verschaffen“, sagt Jochen Bludau zu seiner Bühnenrückkehr.

Neues Blutsbrüderpaar

Nach dem Prolog übernimmt dann ein vollkommen neues Blutsbrüderpaar die Naturbühne. Wie lange erwartet, wird Jean-Marc Birkholz zukünftig als Winnetou zu sehen sein. Und ähnlich wie im Unternehmen Elspe Festival wird auch auf der Bühne Oliver Bludau in die Fußstapfen seines Vaters treten und die Rolle des Old Shatterhand übernehmen. „Ich habe reiten gelernt, Stunts einstudiert, professionellen Schauspielunterricht genommen und viel Zeit mit Karl May und den Bühnenkollegen verbracht“, so Bludau junior. Er hatte im vergangenen Jahr nach der Premiere spontan eine Rolle im Stück „Halbblut“ übernommen.

Bekannte Gesichter

Neben der auffälligsten Neuerung, dem neuen Blutsbrüderpaar, finden sich weitere altbekannte Gesichter im Ensemble. So wird Jogi Kaiser erneut als Sam Hawkens zu sehen sein. Kristin Lenhardt spielt die Rolle der Miranda – jahrelang eine Paraderolle für Bühnenmitgründerin Maria Bludau; Shadi Hedayati kehrt nach ihrem Auftritt als Anizo im vergangenen Jahr zurück und wird als Winnetous Schwester Nscho-tschi zu sehen sein. Meinolf Pape hat sich trotz anderslautender Gerüchte doch nicht von der Elsper Bühne verabschiedet und spielt erneut die Rolle des Unterhäuptlings Matto Schako. Ebenfalls dabei: Rolf Schauerte als Santer, Michael Heuel als Rattler und Ex-Shatterhand Markus Lürick in einer Doppelrolle. Im Prolog spielt er einen Banditen, im Hauptstück wird er Sheriff Barker verkörpern. Benjamin Armbruster übernimmt wie im Vorjahr wieder eine Aufgabe hinter der Bühne – er ist für die Dialog-Regie verantwortlich. Die Regie führt weiterhin Jochen Bludau.

Große Veränderungen

Für die Elsper Karl-May-Spiele sind das die wohl größten Veränderungen seit den 80er Jahren. Und auch eine Inzenierung mit zwei verschiedenen Blutsbrüderpaaren hat es so noch nicht gegeben und wird von den Fans sicherlich mit viel Spannung erwartet. Doch auch auf dem Gelände passiert eine Menge, so soll der Wilde Westen im gesamten Gelände noch mehr zur Geltung kommt, verspricht Geschäftsführer Oliver Bludau. So wird unter anderem die Westernstadt saniert und bekommt eine neue Frontansicht. Und auch bei den Werbemitteln zieht sich die neue Linie durch, so dass von der Webseite bis zu den Werbeflyern eine Stilrichtung eingehalten wird.

Premiere der ungewöhnlichen „Winnetou I“-Inszenierung ist am 23. Juni 2012. Das Elspe Festival erwartet in der Saison rund 180.000 Besucher. Schon im Frühjahr können sich die Fans ein Bild vom umgestalteten Gelände machen: Seit Jahren findet zu Pfingsten wieder ein Tag der offenen Tür statt und auch auf dem Olper Stadtfest werden die Darsteller zu Gast sein und Ausschnitte aus dem Programm zeigen.

Mehr Fotos finden Sie in unserer Galerie

sm / Fotos: Elspe Festival

Zuschauerrekorde in Rathen und Bischofswerda

Nachdem die Saison auf der Felsenbühne Rathen wegen des schlechten Wetters nur sehr schleppend anlief (allein fünf Vorstellungen mussten ausfallen), sorgt die Sommersonne nun für einen Besucheransturm. Mit 2.024 Zuschauern in einer ‚Winnetou I‘-Vorstellung konnten die Veranstalter sogar einen Nachwende-Rekord verbuchen.
Bei stabilem Wetter hofft Felsenbühnen-Direktor Andreas Gärtner bis Ende September auf insgesamt 70.000 bis 75.000 Gäste.

Auch in Bischofswerda bei ‚Deutschlands kleinsten Karl-May-Spielen mit den jüngsten Darstellern‘ muss man sich nicht über mangelndes Interesse beklagen. Das Rekordjahr 2003 mit 4.000 Besuchern wurde mit der diesjährigen Inszenierung ‚Winnetou III‘ und 4.700 Zuschauern locker getoppt.
(Quelle: Sächsische Zeitung)

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Zum Jubiläum: Treffen der Karl-May-Szene auf Schloss Wackerbarth in Radebeul

Schloss Wackerbarth in Radebeul-Niederlößnitz wird der Ort des Geschehens sein, an dem wir am Samstag, dem 23. Mai 2009, ein Vierteljahrhundert KARL MAY & Co. feiern – gemeinsam mit Lesern, Freunden, Weggefährten und Partnern dieses Magazins sowie alten und neuen Karl-May-Freunden. Im außergewöhnlichen Ambiente des Weinkellers, der zum im frühen 18. Jahrhundert errichteten Barockschloss gehört, veranstaltet KARL MAY & Co. aus Anlass seines runden Jubiläums eine exklusive Karl-May-Lesung mit den Schauspielern Nicolas König, Joshy Peters (beide u.a. bekannt von den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg), Konrad Halver (die Stimme Winnetous bei zahlreichen Karl-May-Hörspielklassikern, u.a. von „EUROPA“) und Olaf Hörbe (Autor und Regisseur der Karl-May-Stücke auf der Felsenbühne Rathen) – nur ein paar Steinwürfe entfernt von Karl Mays letztem Wohnhaus, der ‚Villa Shatterhand.‘.

Die Lesung, die unter dem Motto ‚Scharlihs Welt‘ steht, wird durch ein festliches Dinnermenü abgerundet, zudem bietet sich natürlich Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. So haben bereits Vertreter zahlreicher Karl-May-Institutionen ihr Kommen signalisiert. Karten können ab sofort über die eigens eingerichtete Webseite karl-may-magazin.de/25jahre reserviert werden. Da das Platzkontingent an diesem Abend stark begrenzt ist und die Plätze nach der Reihenfolge der eingegangenen Bestellungen vergeben werden, empfehlen wir eine frühzeitige Reservierung!

Karl-May-Freunden bieten sich neben der Jubiläumsveranstaltung von KARL MAY & Co. mit der Karl-May-Lesung auf Schloss Wackerbarth weitere Anreize, am verlängerten Wochenende vom 21. bis 24. Mai 2009 nach Radebeul zu kommen: Im Radebeuler Lößnitzgrund finden freitags bis sonntags die Karl-May-Festtage statt, und das Karl-May-Museum mit ‚Villa Shatterhand.‘ und ‚Villa Bärenfett‘ ist ohnehin immer eine Reise wert. Außerdem zeigen die Landesbühnen Sachsen am Freitag, dem 22. Mai 2009, auf der Felsenbühne Rathen ihr Karl-May-Stück ‚Der Schatz im Silbersee‘.

Reservieren Sie jetzt Ihre Tickets!

Zum Jubiläum erscheint das zweite Buch

Seit 40 Jahren wird in Elspe jedes Jahr Karl May auf die Bühne gebracht. (Das erste Stück wurde bereits 1958 gespielt.) Zum diesjährigen Jubiläum erscheint im Heel Verlag ein neues Buch über die Spiele. Der Verlag schreibt dazu:

Elspe, das ist Deutschlands Wilder Westen. Weit mehr als zehn Millionen Zuschauer haben sich in 40 Jahren von den Abenteuern mit Winnetou in Deutschlands einzigem Action-Theater in den Bann ziehen lassen. Ein Blick hinter die Kulissen und in die Geschichte der Karl-May-Festspiele ist genauso faszinierend wie die atemberaubenden Inszenierungen in der Welt der Shows im Sauerland. Beim Elspe-Festival sind die Sensationen aus Fleisch und Blut und finden unter freiem Himmel statt. Dieses Buch stellt sie vor – mit interessanten Texten und authentischem Bildmaterial, das die ganze Spannung des Bühnengeschehens eindrucksvoll wiedergibt – ein preiswertes Buch nicht nur für Karl-May-Liebhaber!

Das Buch soll 9,95 Euro kosten und im Mai erscheinen. Es enthält ca. 112 Seiten und ca. 160 farbige Abbildungen, Format 180 x 250 mm, gebunden. Autor des Buches ist Klaus Bröking. Er arbeitet als Redakteur bei der Westfälischen Rundschau.

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Zum Ersten (1979), zum Zweiten (1985) und zum … Dritten (2018) – „Winnetou II“ in Elspe – Aller guten Dinge sind bekanntlich drei.

Autor: Jutta Laroche
Seite(n): 6-10
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 153

Zum Abschluss des KARL MAY & Co.-Jubiläumsjahres erscheint May-Lesung auf CD

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres von KARL MAY & Co. ist nicht nur die 118. KARL MAY & Co.-Ausgabe soeben erschienen, sondern auch die Karl-May-Lesung ‚Scharlihs Welt‘ von der diesjährigen KARL MAY & Co.-Jubiläumsfeier auf Doppel-CD.

Packende Zweikämpfe, ein wilder Verfolgungsritt, Abenteuer in den Küchen des wilden Kurdistans, religiöse und musikalische Dispute oder eine nächtliche Löwenjagd. Vier Männer ließen am 23. Mai 2009 Spannendes, Tragisches, Besinnliches, unfreiwillig Komisches und auch Visionäres aus der Feder Karl Mays mit ihren Stimmen lebendig werden. Im Weinkeller von Schloss Wackerbarth in Radebeul feierte die Zeitschrift ‚KARL MAY & Co. · Das Karl-May-Magazin‘ gemeinsam mit ihren Lesern und geladenen Ehrengästen aller wichtigen Karl-May-Institutionen ihr 25-jähriges Bestehen. Einen Abend lang konnten die Besucher in ‚Scharlihs Welt‘ reisen und bei einer Lesung die Vielfalt der Werke Mays genießen. Die Schauspieler Jean-Marc Birkholz (u.a. ‚Verliebt in Berlin‘, SAT.1 / ‚Winnetou‘, Felsenbühne Rathen / Karl- May-Festspiele Elspe), Konrad Halver (der ‚Hörspiel-Winnetou‘ der 1960er-Jahre), Olaf Hörbe (Schauspieler, Regisseur und Buchautor der Landesbühnen Sachsen) und Frank Wieczorek (u.a. Karl-May-Spiele Bad Segeberg, Schmidt-Theater Hamburg) lasen virtuos und mit Vergnügen aus den bekannten Reise- und Jugenderzählungen sowie auto biografischen Texten Karl Mays und gaben interessante Einblicke in das Spätwerk des Radebeuler Autoren – und begeisterten damit ihre Zuhörer.

Als leicht gekürzter Live-Mitschnitt (Laufzeit etwa 113 Minuten) kann diese einmalige Lesung nun noch einmal erlebt werden. Die Doppel-CD wird wie schon die erste von KARL MAY & Co. präsentierte und vom Mescalero e. V. herausgegebene CD, das Karl-May-Hörbuch ‚Der Kutb‘ (von und mit Konrad Halver, dem ‚Winnetou des Hörspiels‘), im edel gestalteten Digipak herausgegeben. Die CD wird in Kürze ausgeliefert, bestellt werden kann sie zum Preis von 17,95 Euro über ‚KARL MAY & Co. Service‘.

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Zugkräftiges „Halbblut“ in Twisteden

Die neunte Aufführung der Karl-May-Festspiele des Sportvereins DJK-Twisteden brachte mit „Das Halbblut – Ein Leben in zwei Welten“ eine weitere Erstaufführung nach einem Buch von Niklas Jansen, die wie immer nur an Fronleichnam aufgeführt wurde, bei allerbestem Wetter diesmal. Deutlich rasantere Stunts und ein Sturz des Schurken – der wie immer Santer hieß – von der Balustrade des neuen Saloons waren Höhepunkte des Stückes, das die Zuschauer auch einmal mehr mit viel Wortwitz unterhielt: „Der große Apatsche – sitzt in der Patsche“. Als Old Shatterhand debütierte Max Weber, Matthias Kaenders war zum zweiten Mal als Winnetou zu sehen. Zum Abschluss verabschiedete „Häuptling Apanatschka“ Holger van Eltern das Publikum „bis in zwei Jahren“ und konnte zudem den 10 000. Besucher seit dem Start der Spiele im Jahr 2000 begrüßen. Für diese Ehre gab es eine Urkunde und zwei Tickets für die Spiele in Elspe: „Die machen das eigentlich auch ganz gut. Das kann man sich mal ansehen!“

Zufriedene Gesíchter

In Elspe hat man in diesen Tagen die 10-Millionen-Besucher-Grenze übersprungen. Seit Beginn der Karl-May-Spiele im Jahre 1958 haben somit jährlich durchschnittlich 230.000 Menschen die Produktionen des Elspe Festivals im Sauerland besucht, also die Karl-May-Spiele, Gastspiele (Wien, Ratingen) und Produktionen in der Showhalle.

In diesem Jahr habe man zusätzlich mit bisher schon 100.000 Besuchern auch Grund zum Feiern. ‚Nach der bisherigen Entwicklung rechnen wir im laufenden Jahr mit einen Zuwachs von zehn Prozent‘, so Jochen Bludau Geschäftsführer des ‚Elspe Festival‘. Und auch der neu eingeführte Sauerland-Pass, eine Kooperation mit dem Fort Fun und einem Hotel, sei sehr gut angenommen worden. Schon mehr als 2.500 Pässe seien verkauft worden, man rechne mit bis zu 4.000 am Ende der Saison.

Elspe Festival: ‚Mit der Überschreitung der Grenze von 10 Millionen Besuchern hat das ‚Elspe Festival‘ seinen Ruf als größte Freilichtbühne Europas gefestigt. Zum Vergleich: Die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg sahen seit 1952 insgesamt 6,7 Millionen Menschen.‘

Die Zahl der Besucher der Karl-May-Spiele alleine beträgt zur Zeit ungefähr 9,1 Millionen.

Bild: Elspe Festival
sm

Zehn Winnetou-Darsteller mit dabei‘

Nur noch wenige Tage, dann starten die diesjährigen Karl-May-Festtage im Lößnitzgrund Radebeul.

Die Jubiläums-Festtage werden mit Sicherheit einiges zu bieten haben, unter anderem – so wurde angekündigt – ’10 Winnetou-Darsteller aus Deutschland und Österreich‘. So werden auch die Winnetous Gojko Mitic (Segeberg), Benjamin Armbruster (Elspe) und Jean-Marc Birkholz (Rathen) zu sehen sein.

Das detaillierte Programm und ausführliche Informationen sind auf der eigens eingerichteten Website www.karl-may-fest.de zu finden. nic

ZDF zeigt Doku-Drama am Sonntag

Das ZDF zeigt am kommenden Sonntag (8.8.) in seiner Reihe ‚Terra X‘ das Doku-Drama ‚Karl May – Das letzte Rätsel‘. ‚Der Film erzählt den schwindelerregenden Aufstieg eines bettelarmen Weberjungen zu einem der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller. Er zeichnet das Porträt eines Menschen, der mit enormer Kraft die Schicksalsschläge seines Lebens überwand und in der grandiosen Kulisse seiner Romane eine zweite Identität und Heimat fand.‘ schreibt der Sender. In Spielszenen werden sowohl Momente aus dem Leben Mays, als auch seiner Figur Kara Ben Nemsi, gezeigt. Die Rolle Mays wird dabei vom Berliner Schauspieler Rainer Strecker gespielt. Dr. Johannes Zeilinger, Vorsitzender der Karl May Gesellschaft, hat ebenfalls am Film mitgewirkt und zeigt unter anderem Schauplätze der Romane.

Der Film ‚Karl May – Das letzte Rätsel‘ von Luise Wagner ist zu sehen am Sonntag, 8. August 2010 um 19.30 Uhr im ZDF. Weitere Infos gibt es auf der Homepage des ZDF.

In der kommenden Ausgabe von KARL MAY & Co. (erscheint Anfang August) gibt es einen ausführlichen Bericht von den Dreharbeiten zur Terra X-Folge.

www.karlmayfestspiele-winzendorf.at

Die Karl-May-Festspiele in Winzendorf/Niederösterreich warten zum Jahreswechsel mit einem neuen Internetangebot auf. Unter der umständlichen Adresse www.karlmayfestspiele-winzendorf.at wurden zahlreiche Informationen rund um die Sommer-Festspiele, die Karl Mays Romane mittlerweile sehr frei nach Karl May aufführen, in ansprechender Form aufbereitet.

Neben Bild- und Videomaterial der vergangenen Inszenierungen können Informationen zu allen Spielzeiten seit Gründung der Festspiele im Jahr 1994 abgerufen werden. Ebenso ist Wissenswertes zur kommenden Inszenierung ‚Winnetou 3‘ nachzulesen.

In der Saison 2003 wird in Winzendorf ‚Winnetou 3‘ vom 25. Juli bis 31. August 2003 gespielt. Eine Zuschauerbefragung in der Spielzeit 2002 hatte das Stück aus einer Auswahl als Favoriten ausgemacht.

‚Mit dem Stück soll ein neuer Anfang gemacht werden‘, schreiben die Veranstalter auf ihrer neuen Website. ‚Viele Innovationen und Neuerungen am Gelände sind geplant, und ab 2004 will man die Helden Karl Mays und deren Abenteuer noch effektvoller inszenieren‘.

nf

www.karl-may-hoerspiele.de

Wie bereits berichtet, erscheint im Juni ein neues Karl-May-Hörspiel: ‚Weihnacht‘ von Karl-Heinz-Geisendorf. Nun ging zur Produktion der ‚Wahrheit-Mysterie-Hörspielgruppe‘ eine eigene Website online: www.karl-may-hoerspiele.de

Neben Informationen zur Story und den Sprechern sowie Machern des Hörspiels sind auch interessante Details zur Entstehungsgeschichte des Hörspiels und Soundproben des Soundtracks zu finden. Ein Klick lohnt sich! karl-may-hoerspiele.de

Das außergewöhnliche Hörspiel (weitere Informationen auch in unserer kommenden Ausgabe) erscheint im Juni 2002 beim Karl-May-Verlag. Bei uns könnt ihr das Hörspiel schon jetzt vorbestellen. Einfach eine E-Mail an fanshop@karl-may-magazin.de schicken oder direkt im KARL MAY & Co.-Fanshop vorbestellen.

nf, sm

Wussow, Richter und von Bremen

Die Bühne am Kalkberg wird immer mehr von Fernsehschauspielern bevölkert. Für die kommende Inszenierung der Karl-May-Spiele Bad Segeberg ‚Winnetou und Old Firehand‘ hat die Kalkberg GmbH neben ‚Winnetou‘ Erol Sander noch drei weitere recht bekannte TV-Gesichter engagiert.

Den bekanntesten Nachnamen trägt eindeutig Alexander Wussow. Der 43-jährige Sohn des ‚Schwarzwaldklinik‘-Stars Klausjürgen Wussow arbeitet schon seit vielen Jahren als Schauspieler. Nach seiner Ausbildung stand er an vielen österreichischen Theatern auf der Bühne, bevor er immer wieder für TV-Formate eingesetzt wurde. So spielte er unter anderem in der ‚Schwarzwaldklinik‘-Fortsetzung, im ‚Traumschiff‘ oder der ZDF-Serie ‚Alle meine Töchter‘. Demnächst ist er in ‚Der Bockerer IV – Prager Frühling‘ im Bayrischen Fernsehen zu sehen (15.04. um 21.15 Uhr, Bild: BR/epo-film). Er spielt in Bad Segeberg die Rolle des Old Firehand, der um die Liebe der schönen Häuptlingstochter Ribanna kämpft.

Für die komischen Rollen ist Beatrice Richter spätestens seit ihrer Engagements in ‚Rudis Tagesshow‘ an der Seite von Rudi Carell und ‚Sketchup‘ mit Dieter Krebs (z.B. am 24. April um 21.45 Uhr im Bayrischen Fernsehen, Bild: BR/Foto Sessner) abonniert. Doch neben diversen TV-Auftritten ist die 59-jährige auch als Kabarettistin und ernsthafte Schauspielerin zu sehen. So spielte sie zum Beispiel in Hugo von Hofmannsthals ‚Jedermann‘ vor dem Kölner Dom. Am Kalkberg spielt sie die – vom Autor Michael Stamp frei erfundene – Rolle der Rosmatilda Polterman.

Maike von Bremen ist mit ihren 27 Jahren für viele junge TV-Zuschauer schon ein großer Star. Jahrelang spielte sie in der RTL-Dauerserie ‚Gute Zeiten, schlechte Zeiten‘. Vor kurzem gab sie ihren Ausstieg bekannt. Seitdem hat sie unter anderem ein Album mit selbst geschriebenen Liedern herausgebracht. Von Bremen spielt die Rolle der Ribanna. Um sie drehen sich wilde Kämpfe zwischen Winnetou, Old Firehand und dem weißen Häuptling der Poncas, Parranoh (gespielt von Nicolas König).

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Wotans Bruder, Gojkos Sohn – Der neue Winnetou-Darsteller Nik Xhelilaj im Gespräch

Autor: Henning Franke, Michael Kunz
Seite(n): 30-34
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

Wirklich zum letzten Mal?

Zum letzten Mal – in dieser Form‘, dieser Ausdruck wurde zum geflügelten Wort während des Karl-May-Festes im Bad Segeberger Vitalia-Seehotel. Ob da doch noch ein Hintertürchen offen ist? Genaueres war nicht zu erfahren in diesen drei Tagen, an denen sich noch einmal die Karl-May(-Film)-Freunde um Stars wie Martin Böttcher, Chris Howland und Dunja Rajter scharten. Wie in jedem Jahr hatten die Veranstalter Michael Petzel und Thomas Winkler eine Sammlerbörse organisiert, auf der Filmplakate, Fotos, Filmkostüme und Bücher neue Besitzer fanden. Auch KARL MAY & Co. war mit einem eigenen Stand vertreten und präsentierte unter anderem die druckfrische Ausgabe Nr. 109 des Magazins. Besonders rare Memorabilia kamen in der Karl-May-Auktion unter den Hammer. Im Vortragssaal konnte man privat gedrehte Filme von Segeberger Aufführungen der Siebzigerjahre sowie eine Diashow von der ‚Winnetou-Convention‘, die zu Pfingsten dieses Jahres in Kroatien stattgefunden hatte, betrachten. Außerdem fand dort die Premiere des Fan-Film-Projektes ‚Winnetou und das Geheimnis der Geisterschlucht‘ (Regie: Mike Dietrich) statt. Dazu waren alle Darsteller in ihren Filmkostümen erschienen.

Zum Höhepunkt, der großen Karl-May-Nacht, kamen mit 250 Personen mehr Besucher als erwartet, so dass für die am späteren Abend eintreffenden Darsteller der Segeberger Festspiele ein Extratisch aufgestellt werden musste. Die Ehrengäste Martin Böttcher und Chris Howland wurden begeistert gefeiert, aber ganz besonders bejubelte man die diesjährige Preisträgerin des ‚Scharlih‘ Dunja Rajter, die sich für diese Ehrung mit einem Lied aus ihrer kroatischen Heimat sowie mit einem Medley aus italienischen Schlagern bedankte. Apropos Kroatien: Boris Velican, Producer von Jadran-Film, Zagreb, erhielt für den Satz ‚Wir wollen neue Winnetou-Filme drehen‘, dankbaren Applaus. Gerüchte über anstehende Karl-May-Fimprojekte machten – wie schon seit Jahren – während der drei Tage die Runde, wobei abzuwarten bleibt, ob es wirklich konkrete Planungen gibt oder vielleicht doch eher nostalgisches Wunschdenken vorherrscht.

Eine besondere Erwähnung hat aber ein Künstler verdient, nämlich der Mundharmonikavirtuose René Giessen, der bereits beim Karl-May-Fest im letzten Jahr die Besucher mit Martin-Böttcher- und anderen Filmmusikthemen begeistert hatte. Giessen ließ es sich nach seinem offiziellen Auftritt nicht nehmen, den harten Kern der Anwesenden bis in den frühen Morgen in der Hotelbar musikalisch zu unterhalten.

Wer es am Sonntagmorgen schaffte, nach wenigen Stunden Schlaf wieder einigermaßen auf den Beinen zu sein, konnte sich zum Abschluss des Festes im Segeberger Kino-Center auf der großen Leinwand den Film ‚Winnetou 1. Teil‘ ansehen.

Impressionen vom angeblich letzten Karl-May-Fest sind in der KARL MAY & Co.-Galerie zu finden.

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(Foto: Dernen)

Wir bitten um Verständnis

Liebe Benutzer dieser Webseiten,

leider konnten nach der Zerstörung dieser Website durch einen Hacker-Angriff nicht alle Daten wiederhergestellt werden, so dass alle Inhalte aus dem Forum und der ‚Aktuell‘-Rubrik seit Mitte Juni 2005 verloren gegangen sind.

Während wir versuchen, noch einige Lücken zu schließen, bitten wir für etwaige Probleme bei der Ansicht der Website um Verständnis und etwas Geduld.

Beste Grüße
vom KARL MAY & Co.-Team

Wir arbeiten dran!

Liebe Besucher von KARL MAY & Co. online! Wie ihr seht, sind unsere neuen Seiten online. Bitte habt Verständnis dafür, dass noch nicht alle Bereiche fertig gestellt sind. Wir arbeiten daran!

Winterliche Unikate – „Das Buschgespenst“ in Zinn

Autor: Ralf-Dietrich Kahlke
Seite(n): 11
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

Winne… who? – Die internationale Vermarktung der Karl-May-Filme (Teil 9) – Belgien

Autor: Stefan von der Heiden
Seite(n): 80-85
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 153

Winnetous Schwester war auch dabei

Diesmal spielt er den Guten: Fred Rai, Chef der Dasinger Karl-May-Spiele, bisher stets auf die Rolle des Schurken abonniert, ist in dieser Saison der positive Held Old Surehand. An der Seite von Mathias M. als Winnetou bemüht er sich, einen Krieg zwischen Weißen und Indianern zu verhindern.

Die Premiere des Stückes fand am 3. Juli statt und wurde quasi geadelt durch die Anwesenheit von Marie Versini, die als Winnetous Schwester Nscho-tschi im Karl-May-Film „Winnetou 1. Teil“ die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberte und bis heute immer wieder bei Veranstaltungen mit May-Hintergrund auftritt.

Eindrücke der Inszenierung sind in unserer Online-Galerie zu finden (Fotos: Marc Baumann)

rd / Foto: Western-City Events

Winnetous Rückkehr

2012 ist in Bezug auf Karl May ein Jahr des doppelten Jubiläums. Vor 100 Jahren starb der Autor May, vor 50 Jahren wurde der erste Winnetou-Western, „Der Schatz im Silbersee“ gedreht. Nun ist es offiziell, dass Winnetou-Darsteller Pierre Brice an der bereits angekündigten Feier im kroatischen Hotel Alan in Starigrad-Paklenica vom 5. bis 9. Juni 2012 teilnehmen wird. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zu einem der Drehorte des „Silbersee“-Films, der Paklenica-Schlucht, (siehe Foto) die auch als Kulisse für spätere Streifen dieser Erfolgsfilmserie der 1960er-Jahre diente.

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Winnetous Präriepost aus Berlin-Neukölln – eine Ergänzung

Autor: Hartmut Schmidt
Seite(n): 30-32
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 139

Winnetous (Film-)Mörder beim Karl-May-Fest

Neben Martin Böttcher und Macha Meril, der Darstellerin der Lizzy im „Ölprinz“-Film, wird auch Rik Battaglia beim Karl-May-Fest vom 31. Juli bis 3. August 2014 im Berliner Hollywood Media Hotel anwesend sein. Battaglia wurde in Deutschland berühmt für seine Darstellung des Oberschurken und Winnetou-Mörders Rollins in „Winnetou 3. Teil“ und trat in acht Filmen der Karl-May-Reihe auf, davon – bis auf eine Ausnahme im „Firehand“-Film – stets als böser Gegenspieler der jeweiligen Helden. Bereits auf dem Karl-May-Fest 1995 erhielt der italienische Schauspieler, der in fast 100 Filmen mitgespielt hat, den „Scharlih“-Preis.

rd / Foto: Petzel

Winnetou@home – Trailer zur Benefizaktion

In wenigen Wochen geht es los: Karl-May-Stars lesen aus „Der Ölprinz“. Unter dem Titel „Winnetou@home“ hat KARL MAY & Co. ein exklusives Ensemble von Schauspielerinnen und Schauspielern der Karl-May-Bühnen versammelt. (mehr …)

Winnetou-Wechsel bei den Karl-May-Festspielen im Gurktal

Winnetou-Wechsel bei den Karl-May-Festspielen im österreichischen Weitensfeld (Gurktal/Kärnten): Der bisherige Darsteller des Apachenhäuptlings Okitay Duanay wird abgelöst von dem Schauspieler Thomas Koziol (Foto). Koziol wirkte schon von 1995 bis 1999 als Winnetou in Weitensfeld mit und wechselte anschließend zu den Festspielen ins niederösterreichische Winzendorf, wo er später auch als Regisseur und Veranstalter fungierte. Zusammen mit seinem Vater Heinrich H. Koziol gehört er zu den Initiatoren sowohl der Gföhler als auch der Weitensfelder Karl-May-Festspiele. Nach knapp zehn Jahren kehrt Koziol, der nach der Saison 2006 seinen Winnetou-Abschied bekannt gegeben hatte (KARL MAY & Co. berichtete, siehe etwa Heft Nr. 107), nun nach Weitensfeld zurück. Gespielt wird ab 12. Juli 2008 ‚Der Ölprinz‘ (Buch und Regie: Jean-Jacques Pascal); an Koziols Seite wird Kurt Allmer als Old Shatterhand zu sehen sein. Die Weitensfelder Veranstalter sprechen auf ihrer Webseite selbst von einem ‚unerwarteten Abschied‘ Okitay Duanays und beziehen sich dabei auf die recht kurzfristige Entscheidung des Schauspielers für Dreharbeiten in der Türkei.

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Foto: Archiv Koziol (Thomas Koziol als Winnetou 2004 bei den Karl-May-Festspielen im niederösterreichischen Winzendorf in ‚Winnetou I‘)

Winnetou-Wechsel auch in Winzendorf

Der neue Winnetou-Darsteller der Winnetou-Festspiele im niederösterreichischen Winzendorf (bei Wien) heißt Christoph Gregor Steiner (nicht zu verwechseln mit dem neuen Regisseur und früheren Sam-Hawkens-Darsteller Christian Steiner). Der 27-Jährige (Foto) ist in diesem Metier kein Neuling: Bereits 1998 gab er auf der imposanten Freilichtbühne an der Hohen Wand einen jugendlichen Winnetou; später trat er auch bei den Karl-May-Festspielen in Weitensfeld/Gurktal auf (z. B. in ‚Der Schatz der Azteken‘, 2000).

Christoph Steiner ist somit der Nachfolger des langjährigen Winnetou-Darstellers Thomas Koziol, der sich aufgrund von unüberwindbaren Differenzen mit der Gemeinde Winzendorf erst kürzlich von den dortigen Karl-May-Festspielen verabschiedete, nicht nur als ‚Winnetou‘, sondern auch als Buchautor, Veranstalter und Regisseur (zu den Hintergründen siehe das Interview mit Thomas Koziol in der aktuellen KARL MAY & Co.-Ausgabe).

Die neuen ‚Winnetou-Festspiele Winzendorf‘ präsentieren sich seit neuestem auf ihrer Internetseite www.winwi.at. ‚Der Schatz im Silbersee‘ soll am 3. August 2007 Premiere feiern, das Buch schreibt nach Angaben des Veranstalters Erika Frischler.

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Foto: Festspiele Winzendorf/Bredl

Winnetou-Produzent gestorben

Der Berliner Filmproduzent Horst Wendlandt ist tot. Im Kreis seiner Familie starb er am Freitagnachmittag, den 30. August 2002.

Wendlandt wurde 80 Jahre alt. Seit etwa einem Jahr hatte er an einer schweren Krebserkrankung gelitten.

NGZ-Online fasst zusammen: ‚Wendlandt war zeitweise Deutschlands erfolgreichster Filmproduzent gewesen: 60 Millionen Zuschauer sahen in den 60er-Jahren seine dreißig Edgar-Wallace-Filme, 50 Millionen Besucher wurden von den neun Winnetou-Streifen angelockt. In den 30er-Jahren hatte der in Criewen bei Schwedt unter dem Namen Horst Gubanow geborene Wendlandt bei der Ufa als Kassierer seinen Einstieg ins Filmgeschäft begonnen. Bei einem Monatsverdienst von 125 Mark zahlte er damals Filmstars wie Hans Albers 80.000 Mark pro Film aus. 1956 avancierte er zum Produktionsleiter bei Artur Brauners CCC-Film. Seine Stunde schlug aber 1961 mit seinem Einstieg in die dänische Rialto-Film, die bald ganz in seinen Besitz überging. Es begann die Serie der überraschend erfolgreichen Edgar-Wallace- Verfilmungen, zunächst mit dem noch recht einfach gestrickten ‚Frosch mit der Maske‘ 1959. Bald aber wurde die markig dröhnende Stimme zu Beginn jedes neuen Films mit den Worten ‚Hier spricht Edgard Wallace!‘ zum Erkennungssymbol einer immer größer werdenden Fangemeinde, die den unheimlichen Klaus Kinski, den verschmitzten Diener Eddi Arendt oder die pfiffigen Inspektoren Heinz Drache oder Joachim Fuchsberger sehen wollte. Sie finden auch bei den x-ten Wiederholungen im Fernsehen heutzutage ihr Massenpublikum. Auf Karl May brachte Wendlandt sein Sohn; er selber hatte die Bücher bis dahin nie gelesen. Lex Barker als Old Shatterhand und Pierre Brice als Winnetou stiegen in den Sattel, auf dem Weg in die ewigen Jagdgründe des Kinogeschäfts, wo volle Kassen warteten. Der Produzent verließ sich bei seinen Plänen immer wieder auf seinen guten Riecher. ‚Ich halte meine Nase in den Wind und wenn ich nichts rieche, dann ist da auch nischt‘, sagte er einmal. Es gab aber auch Misserfolge: Ingmar Bergmans von Wendlandt mitproduziertes filmisches Vermächtnis, die autobiografische Familiengeschichte ‚Fanny und Alexander‘ war zwar überall auf der Welt ein großer Erfolg, nicht aber in Deutschland. Mit Bergman erlebte er noch eine zweite Enttäuschung, in den 70er-Jahren mit dem ‚Schlangenei‘. In den 80er-Jahren kam dann die Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder bei Filmen wie ‚Lola‘ und ‚Die Sehnsucht der Veronika Voss‘, Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 1982. Auch Wendlandt selbst konnte Preise einheimsen. So zählen 38 Goldene Leinwände, 2 Filmbänder in Gold 6 Bambies, der Bundesfilmpreis für Verdienste um den deutschen Film sowie eine Berlinale-Kamera für das Lebenswerk in seiner Trophäensammlung. Otto Waalkes und auch Loriot (‚Ödipussi‘) holte er ins Filmstudio, um mit ihnen einige der erfolgreichsten Filme der Nachkriegszeit mit Zuschauerzahlen zwischen sechs und zehn Millionen zu produzieren.‘

nf / Quelle: NGZ-Online

Winnetou-Parodien sind ‚in‘

In Köln ist er kein Unbekannter: Regisseur Walter Bockmayer. Im Herbst, so berichtete nun der ‚Express‘, wolle Bockmayer in Köln eine ’schwule Version des Karl-May-Klassikers ‚Winnetou“ auf die Bühne bringen.

Im Moment arbeite Bockmayer, der in Köln bereits erfolgreich Stücke wie ‚Geierwally‘ oder ‚Elvira – Die Samenbankmörderin‘ inszenierte, an der Endfassung seiner Winnetou-Parodie, die ‚Winnetunt‘ heißen soll. Auf die Frage, ob er damit auf der Erfolgswelle von Michael ‚Bully‘ Herbigs ‚Der Schuh des Manitu‘ mitschwimmen wolle, antwortete der Theatermacher: ‚Im Gegenteil, mein Drehbuch ist in den letzten zehn Jahren durch die Hände vieler Produzenten gegangen. So mancher Gag aus dem Herbig-Film hat mir mit dem Zaunpfahl zugewunken.‘

nf

Winnetou-Parodie ab Sommer im Kino

Wie wir bereits berichteten, kommt im Sommer 2001 der neue Film von Michael ‚Bully‘ Herbig (‚Bullyparade‘) in die Kinos: ‚Der Schuh des Manitu‘, eine Winnetou-Parodie.

Wer sich bereits jetzt über das, was da auf die May-Fans zukommt, informieren möchte, der hat dazu unter www.schuhdesmanitu.de die Möglichkeit: Dort warten einige Fotos, eine Inhaltsangabe und sogar Filmtrailer, die heruntergeladen werden können.
Neben Michael Herbig (Apachenhäuptling ‚Abahachi‘) werden unter anderem auch Sky Dumont (Santa Maria) und Christian Tramitz mitwirken, der Abahachis Blutsbruder Ranger spielt…

Winnetou-Melodie‘

Im Gryphon-Verlag erschien jetzt die Biografie des erfolgreichen Karl-May-Filmkomponisten Martin Böttcher. Das Werk ‚Winnetou-Melodie‘ von Reiner Boller beleuchtet auf 200 Seiten das Leben und Schaffen des Komponisten und wartet mit einem Werkregister auf. Das Vorwort steuerte Pierre Brice bei. Das Buch (Softcover) enthält zahlreiche s/w-Photos, zum Teil bisher unveröffentlicht, und kostet 12,60 EUR. Das Buch kann über den KARL MAY & Co.-Fanshop bestellt werden: E-Mail: fanshop@karl-may-magazin.de

nf

Winnetou-Komponist wird geehrt

Am 25. Januar 2004 erhält der Film-Komponist Martin Böttcher für sein Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz am Bandes des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Der deutsche Botschafter in der Schweiz, Dr. Elbe, wird am 25. Januar 2004 im Rahmen einer kleinen Feier in St. Moritz persönlich diese Auszeichnung an Böttcher überreichen.

nf

Winnetou-Flair oder gar Rosamunde Pilcher? – Erwartungen zu den RTL-Neuverfilmungen

Autor: Diverse
Seite(n): 16-17
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

Winnetou-Filmfans treffen sich im Mai 2008 in der Region von Omis

Aktuelle Information: Die ‚2. Winnetou-Convention‘ wurde verschoben. Siehe die News-Meldung vom 13. März 2008.

Vom 10. bis 12. Mai 2008 (Pfingsten) veranstaltet die kroatische ‚Jadran Film‘ die 2. ‚Winnetou Convention‘. Nach der Premierenveranstaltung in diesem Jahr, die in Starigrad-Paklenica stattfand und Drehort-Klassiker wie den Tulove Grede oder den Zrmanja-Canyon ansteuerte (KARL MAY & Co. berichtete), geht es diesmal in die Region von Omis. Dort wurden 1964 bis 1966 unter anderem die Rialto-Filme ‚Winnetou 2. Teil‘, ‚Der Ölprinz‘, ‚Old Surehand 1. Teil‘ und ‚Winnetou und das Halbblut Apanatschi‘ mit Stars wie Pierre Brice, Lex Barker und Stewart Granger gedreht.

Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen, daher können weitere Details, der Programmablauf und die Anmeldemodalitäten erst im Januar 2008 veröffentlicht werden.

nf
Abbildung: Karl-May-Filmlandschaft in der Region Omis (KARL MAY & Co./Finke)

Winnetou-Fans bringen Buch in Eigenregie heraus

Peublo-Plateau, Mali Alan, Plitvice – die Drehorte der Karl-May-Filme in Kroatien üben bereits seit geraumer Zeit eine magische Anziehungskraft auf Fans der erfolgreichen Filme nach Karl Mays Werken aus. Für Mitte Juni kündigten die Karl-May-Filmfans Werner Vogel und Günter Schichter nun die Veröffentlichung eines neuen Buches über die Drehorte der Winnetou-Filme in Kroatien an. ‚Die schönsten Drehorte der Karl-May-Filme in Kroatien‘ soll auf 91 farbig bedruckten Seiten von den Plitvicer Seen bis zum Tulove Grede zahlreiche aktuelle Fotos mit Motiven von den Orten in Norddalmatien präsentieren, an denen in den 1960er-Jahren Pierre Brice, Lex Barker und Kollegen drehten.

‚Der Bildband ist für die Daheimgebliebenen genauso gedacht wie für die, die eine Reise nach Kroatien planen. Kurze Wegbeschreibungen zu den einzelnen Drehorten mit Kartenmaterial können helfen, die schönsten Stellen schnell und problemlos zu finden‘, erklären die Autoren, die selbst begeisterte Winnetou-Filmfans und -Drehortescouts sind und Kroatien daher bereits etliche Male bereisten. Die Fotos, die Schichter und Vogel selbst anfertigten, sind jeweils mit kurzen Einführungstexten, Bildunterschriften und Zeichnungen versehen, die als Vergleichsmotive herangezogen werden können. Von dem Plan, aktuellem Bildmaterial jeweils Aufnahmen aus den Winnetou-Filmen gegenüber zu stellen, mussten die Autoren Abstand nehmen, da in diesem Fall an die Rechteinhaber Lizenzgebühren bezahlt werden müssten. Dies aber hätte das Budget der Hobby-Autoren gesprengt; so ist ‚Die schönsten Drehorte der Karl-May-Filme in Kroatien‘ ein Liebhaberprojekt, das im Print-on-Demand-Verfahren zunächst in einer Miniauflage von 60 Stück erscheint (Softcover, Bilderdruckpapier, Format DIN A 4). Der Verkaufspreis steht noch nicht fest, wird aber voraussichtlich bei ca. 20 bis 25 Euro liegen.

nf / Abbildung: Autoren

Winnetou-Convention 2007

Mit einem beachtlichen Aufgebot einheimischer Charakterdarsteller hat am 26. Mai die erste Winnetou-Convention in Starigrad Paklenica (Kroatien) begonnen. Zentrum war das Hotel Alan, in dem 1968 ein Teil der Winnetou-Filmcrew wohnte. Nach der Eröffnung im Hotel ging es zur abendlichen Grillparty am Pueblo-Plateau oberhalb der Zrmanja. Mit nicht immer stilsicheren folkloristischen Einlagen einiger Indios ließen rund 100 Fans den ersten Abend ausklingen. Am Sonntag fand eine Exkursion zu den Drehorten in der großen Paklenica-Schlucht und am Mali Alan statt. Dort wurde das neue Buch ‚Auf den Spuren Winnetous‘ zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Das Buch ist auch im Online-Shop von KARL MAY & Co. zu bestellen. Am Montag wurden die Roski-Fälle im Krka-Nationalpark besichtigt.

Impressionen von der ersten von Jadran Film veranstalteten Winnetou-Convention in Kroatien hat KARL MAY & Co. in einer Online-Galerie zusammengestellt.

rd, rm, sm, nf (Foto: KARL MAY & Co./Finke)

Winnetou‘-Inszenierung der ‚Comedia Saxonia‘

Die Karl-May-Spiele Hohenstein-Ernstthal sollen am 18. Juni 2004 mit dem Stück ‚Winnetou‘ ihre Premiere auf der Freilichtbühne am Stausee Oberwald feiern. Bis 25. Juli 2004 sind insgesamt 21 Vorstellungen vorgesehen. Das bestätigte nun der Geschäftsführer der Karl-May-Freilichtspiele GmbH & Co. KG, Wolfgang Hallmann, im KARL MAY & Co.-Interview, das in der kommenden Ausgabe ausführlich über den Start der neuen Festspiele informiert.


Am Stausee Oberwald scheint sich etwas zu tun: Ein Kran lässt vermuten, dass an der neuen Karl-May-Spielstätte gearbeitet wird. Am 18. Juni soll dort ‚Winnetou‘ seine Premiere feiern.

Am künftigen Bühnenareal wird derzeit gebaut, um die 1.300 vorgesehenen Sitzplätze und weitere – allerdings noch recht spärliche Kulissen – zu errichten. Hallmann, der auch im wissenschaftlichen Beirat des Karl-May-Hauses Hohenstein-Ernstthal sitzt, räumt im KARL MAY & Co.-Gespräch rückblickend ein: ‚Wir waren gezwungen, umzudenken‘.

Tourneetheater produziert ‚Winnetou‘

Im Rahmen eines Zweijahresvertrags hat das Tourneetheater-Unternehmen ‚Comedia Saxonia‘ von Winnetou-Darsteller Thomas Schulze zunächst die künstlerische Verantwortlichkeit. Regie führt für die ‚Comedia‘ der aus Rathen, Annaberg und Waldenburg bekannte Herbert Graedtke, gespielt wird eine ‚Winnetou‘-Fassung von Uwe Hänchen, dem Leiter der Kinder-Karl-May-Spiele in Bischofswerda.

Schulze, der als Referenz ein Film-Projekt namens ‚Winnetou in den Bergen‘ anführt, gab schon 2000 bis 2001 auf der Waldbühne im Grünfelder Park in Waldenburg den Winnetou – zunächst mit naturgelockter Haarpracht und Stirnband, später dann mit Perücke und mit dem Karl-May-nahen ‚helmartigen Schopf‘. Die Veranstalter der damaligen Festspiele mussten im zweiten Jahr der Spiele Konkurs anmelden, so dass es nicht zur Fortführung des Spielbetriebs kam.

Karl-May-Inszenierung auch in Waren (Müritz) zu sehen

Die nahende Freilichtsaison wird für die ‚Comedia Saxonia‘ offenbar stressig. Denn das ‚Winnetou‘-Stück ist keine exklusive Produktion für Hohenstein-Ernstthal: Wie KARL MAY & Co. bereits berichtete, wird die Inszenierung auch auf der Freilichtbühne in Waren (Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt. Premiere ist dort am 30. Juli, also wenige Tage nach der letzten Vorstellung in Hohenstein-Ernstthal; gespielt werden soll bis 20. August 2004.

Über die Darsteller der ‚Winnetou‘-Inszenierung der ‚Comedia Saxonia‘ wurde noch nichts bekannt gegeben. Dem Schauspieler-Pool, auf den das Unternehmen nach Angaben in seinem aktuellen Katalog zurückgreift, sind allerdings neben Schulze solche Namen wie der des Ex-DEFA-Stars Giso Weißbach, Peter Anders (Ex-Hadschi Halef Omar auf der Bühne an den Greifensteinen), Sascha Graedtke, Alexander Klepzig, Uwe Hänchen, Fridolin Richter, Thomas Bieberstein, Jürgen Scheithauer oder Veit Stiller zu entnehmen. Einige Mimen sind bereits Freilichtbühnen- und Karl-May-erprobt.

Weitere Informationen können der nächsten Ausgabe von KARL MAY & Co., die im Mai erscheint, entnommen werden.

Infos zur Karl-May-Bühne am Stausee Oberwald: www.karl-may-buehne.de (externer Link)

nf (Foto: Neumann)

Winnetou‘ und ‚Brinkley‘ Anfang Juni in Zlin

Pierre Brice und Herbert Lom sind zwei der Stargäste des ’44. internationalen Filmfestivals für Kinder und Jugendliche‘, das vom 30. Mai bis 5. Juni 2004 im tschechischen Zlin stattfindet. Es ist beabsichtigt, auch Film-Nscho-tschi Marie Versini einzuladen. Auf der Internetseite des Festivals kann derzeit darüber abgestimmt werden, welcher Karl-May-Film im Rahmen des Festivals aufgeführt werden soll. Zur Auswahl stehen die drei Filme der ‚Winnetou‘-Trilogie und ‚Der Schatz im Silbersee‘. Es ist zu erwarten, dass letzterer in einer synchronisierten Fassung gezeigt wird. Die Organisatoren erwarten etwa 40.000 (!) Besucher.

Informationen im Internet: www.zlinfest.cz

nf

Winnetou wechselt die Seiten beim Elspe Festival

Im zweiten Jahr in Folge setzt auch das Elspe Festival auf prominente Verstärkung im Ensemble. So wird Katy Karrenbauer – vor allem bekannt aus der RTL-Serie ‚Hitter Gittern‘ – die Rolle der Rosalie Ebersbach übernehmen. Ihr zur Seite steht das Vorjahres-Blutsbürderpaar Jean-Marc Birkholz und Oliver Bludau als Winnetou und Old Shatterhand. Zu seinem 50-jährigen Bühnenjubiläum schlüpft Meinolf Pape in die Rolle des Mokaschi.

Ölprinz-Darsteller Rolf Schauerte erhält – nach dem Weggang von Michael Heuel zum Piraten Open Air Grevesmühlen – neue Verstärkung: So wird Benjamin Armbruster nach Jahrzehnten zum ersten Mal wieder in eine andere Rolle als Winnetou auf der Freilichtbühne schlüpfen. Er spielt den Gangster Poller, an seiner Seite Mathias Schlüter als Ölprinz-Bruder Buttler. Von der Felsenbühne Rathen stößt Marco Schiedt als Sam Hawkens zum Festival, da der bisherige Publikumsliebling Jogi Kaiser in Hamburg beim Musical ‚Rocky‘ engagiert ist. Markus Lürick bleibt beim komischen Fach und spielt den Kantor Hampel.

sm / Foto: Elspe Festival

Winnetou und sein roter Bruder‘ noch bis 2. Mai 2004

Bereits im letzten Jahr sorgte die Ausstellung ‚Winnetou und sein roter Bruder – Indianerfilme in der BRD und der DDR‘ im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main für Aufsehen. Als erste Station in den ostdeutschen Bundesländern wird die Schau seit 31. Januar 2004 im Schlossbergmuseum Chemnitz gezeigt. Noch bis 2. Mai 2004 ist sie dort zu sehen.

Am Donnerstag, den 26. Februar 2004, hält der Leiter des Hohenstein-Ernstthaler Karl-May-Hauses, André Neubert, um 18.00 Uhr im Schlossbergmuseum einen Vortrag zu ‚Karl May in Chemnitz‘. Im März will, wie der MDR berichtete, DDR-Chefindianer Gojko Mitic zu einem Filmabend ins Schlossbergmuseum kommen. Schon zur Eröffnung in Frankfurt war er angereist, Monate später hatte auch Pierre Brice die Ausstellung besucht.

Im Anschluss an Chemnitz soll die Ausstellung in Duisburg (30. Mai bis 17. Oktober 2004: Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg) und Nürtingen gezeigt werden.

Informationen: www.schlossbergmuseum.de

Abbildung: Gojko Mitic als DEFA-Chefindianer (Foto: Filmmuseum Frankfurt)

nf

Winnetou und sein roter Bruder‘

Wie bereits berichtet, zeigt das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main vom 12. März bis 31. August 2003 eine aufwändig angelegte Ausstellung zum Thema ‚Winnetou und sein roter Bruder – Indianerfilme in der BRD und der DDR‘ mit dazugehöriger Filmreihe. Dabei kommen zahlreiche Karl-May- und DEFA-Indianer-Filme, zum Teil in in bester Qualität, wieder zu Leinwand-Ehren. Zudem haben sich sowohl Gojko Mitic (zur Eröffnung am 11. März) als auch Pierre Brice (voraussichtlich am 25. April) angekündigt.

Die Ausstellung gliedert sich in sieben Teile: Im Prolog werden in einem Tipi frühe deutsche Indianerfilme gezeigt, die Anfang der 1920er-Jahre in Anlehnung an amerikanische Western in Süddeutschland gedreht wurden. Im sich anschließenden Bereich geht es um die spektakulären Landschaften der Karl-May- und Indianerfilme, die eine ideale Kulisse für das Abenteuer abgaben. Der Bereich ‚Indianerwerdung‘ informiert über die Produktion der Filme und die Verwandlungen am Filmset: Originale Kostüme und Requisiten veranschaulichen, wie die (weißen) Schauspieler zu Indianern wurden, deren filmische Gestalt die Vorstellung von den Ureinwohnern Nordamerikas nachhaltig prägte. Weitere Teile der Ausstellung widmen sich der Rolle der Weißen sowie der vermeintlichen Wildheit der „Ureinwohner“, zum Beispiel in Indianerüberfällen, die regelmäßiger Bestandteil der Filme sind. Thematisiert wird natürlich auch der Konflikt zwischen Gut und Böse und der Gegensatz zwischen Indianern und Weißen, der in den Karl-May-Filmen anders zur Geltung kam als in den DEFA-Filmen. Der Epilog der Ausstellung widmet sich schließlich der Rezeption der Filme, so auch dem Fankult und den Figuren der Stars. Hier sind auch Cover von Fanzeitschriften und Bravo-Starschnitte zu sehen.

Hier eine Auflistung der geplanten Filmdarbietungen:

März

Dienstag, 4.3., 20.30 Uhr, und Donnerstag, 6.3., 20.30 Uhr:
KARL MAY (Hans-Jürgen Syberberg, BRD 1974)

Dienstag, 11.3., 20.30 Uhr:
DIE LEGENDE WINNETOU. EINE REISE INS LAND DER APACHEN (Doku, D 2001, Jutta Szostak, Joachim Giel)
DER BERUFSINDIANER. GOJKO MITIC IN DER PRÄRIE (Doku, D 2002, Ramon Kramer) – Ausstellungseröffnung um 19 Uhr in Anwesenheit von Gojko Mitic

Freitag, 14.3., 18.00 Uhr:
DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN (Josef Mach, DDR 1966)

Samstag, 15.3., 20.30 Uhr:
DER SCHATZ IM SILBERSEE (Harald Reinl, BRD/YU 1962)

Dienstag, 25.3., 18.00 Uhr, und Mittwoch, 26.3., 20.30 Uhr:
WINNETOU I (Harald Reinl, BRD/YU/F 1963)

April

Samstag, 19.4., 20.30 Uhr:
WINNETOU II (Harald Reinl, BRD/YU 1964)

Mittwoch, 21.4., 18.00 Uhr:
TECUMSEH (Hans Kratzert, DDR 1972)

Freitag, 25.4., 20.30 Uhr, und Samstag 26.4., 18.00 Uhr:
WINNETOU III (Harald Reinl, BRD/YU 1965)

Mai

Dienstag, 6.5., 18.00 Uhr, und Mittwoch, 7.5., 20.30 Uhr:
TÖDLICHER IRRTUM (Konrad Petzold, DDR 1970)

Dienstag, 20.5., 18.00 Uhr, und Mittwoch, 21.5., 20.30 Uhr:
OLD SUREHAND (Alfred Vohrer, BRD/YU 1965)

Freitag, 23.5., 18.00 Uhr, und Samstag, 24.5., 22.30 Uhr:
DER ÖLPRINZ (Harald Philipp, BRD/YU 1965)

Donnerstag 29.5. 20.30 Uhr, und Freitag, 30.5., 18.00 Uhr:
ULZANA (Gottfried Kolditz, DDR 1974)

Juni

Mittwoch 4.6. 18.00 Uhr, und Donnerstag, 5.6., 20.30 Uhr:
DER SCOUT (Konrad Petzold, DDR 1983)

Samstag, 7.6., 20.30 Uhr, und Sonntag, 8.6., 18.00 Uhr:
UNTER GEIERN (Alfred Vohrer, BRD/F 1964)

Bis August soll die Filmreihe fortgesetzt werden, u.a. mit einer 70mm-Fassung von OLD SHATTERHAND (Hugo Fregonese, BRD 1963/64) sowie mit Filme von Native Americans.

Auch ‚Nscho-tschi‘ Marie Versini wird nach den Angaben der Veranstalter die Ausstellung besuchen.

Weitere Informationen zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten unter: www.deutsches-filmmuseum.de

nf, Abbildung: Deutsches Filmmuseum

Winnetou und Old Firehand‘

Auf der ‚Bonanza-Ranch‘ in Katzweiler (bei Kaiserslautern) fanden von 1985 bis 2000 Laien-Karl-May-Spiele statt. Nachdem 2001 Ronja Räubertochter Vorrang hatte, soll im Jahr 2002 Karl May auf die Bühne des Reiterhofs zurückkehren.

‚Wir wollen in 2002 wieder Karl May spielen‘, ist vom Inhaber der ‚Bonanza-Ranch‘, Otto Hach, zu hören. Vor kurzem habe sich das Karl-May-Team auf das Stück von Ex-Segeberg-Intendant/-Regisseur Wulf Leisner ‚Winnetou und Old Firehand‘ geeinigt.

Die Spieltermine: Chr. Himmelfahrt, 9.5.02, Pfingstmontag, 20.5.02, und Fronleichnam, 30.5.02. Beginn ist jeweils um 15.00 Uhr. Der Hof-eigene Dressurplatz der ‚Bonanza-Ranch‘ dient erneut als Bühne für das Karl-May-Stück, das wieder mit Laien besetzt sein wird.

Weitere Infos über die Aufführungen, die ‚Bonanza-Ranch‘ und das Stück sind auf der Website www.bonanzaranch.de zu finden.

nf

Winnetou stirbt, aber läßt sich nichts anmerken…‘

Am Samstag, den 10. März 2001, hatte im Salzburger ‚Toihaus‘-Theater das Stück ‚Karl May – Winnetou stirbt, aber läßt sich nichts anmerken…‘ Premiere.

Unter der Regie von Christian Suchy, der erstmals am ‚Toihaus‘ inszenierte, spielen Stefan Mäser (als Siegfried Versini), Oliver Schrader (als Waldemar A. Freudenreich) und Andreas Simma (als Prof. Dr. Swantje Kuhfuß-Wickenheiser) in dem ‚Theaterstück rund um die ambivalente Persönlichkeit des Karl May‘.

Die Salzburger Nachrichten schrieben dazu heute unter der Überschrift ‚Winnetou stirbt im Rhythmus – Bewegende Unterhaltung‘:
‚Aufklärende Bühnengeschichte und der Ausgangsstoff sind nicht so wichtig. Durch das Land von Karl May lässt sich jedoch ideal reiten und rasen, flüchten und fürchten oder kriechen und kämpfen. Werk und Leben – von vor-übergehender Blindheit über Zuchthauskarriere zum gefeierten Autor und hündisch verehrten Vorlagengeber für Steinbruch-Open-Air-Spektakel – eignen sich für Regisseur Christian Suchy (…) ideal. Sein Metier sind Zerlegung und Neu-Komposition von Bewegung. Bildhafte Sprache und abwechslungsreiche Biografie des so umjubelten wie verfluchten Schriftstellers formen einen mitreißend komischen, schwer trübsinnigen, rasend schnellen, zum Zerkugeln witzigen und leise nachdenklichen stehts hintergründigen, aufregenden Theaterabend.‘

Weiterhin gehe es nicht um die Entschlüsselung des Phänomens Karl May, sondern eher um das Mischen wortgewaltiger Bilder und behutsamer, mächtiger Bewegungen: ‚Schurken ballern. Indianer hauchen pathetisch ihr Leben aus. Blutsbrüder verbluten. Arabische Diener fuchteln. Das dient der Annäherung an Wahrheit und Klischee, ist vor allem aber eine Theaterkomposition durchdrungen von Rhythmus. In allem ist Takt. Alles – selbst hier ist May ganz nahe: er spielte Orgel und Klavier und komponierte – ist durchdrungen von metrischer Ordnung.‘

Das Toihaus-Theater schreibt zu dem Stück, das noch bis zum 21. April 2001 gespielt wird:
‚Der sonderbar erfolgreiche Lebenslauf des bis heute meistverbreiteten deutschen Schriftstellers nicht nur des ausgehenden 19. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt eines Theaterabends! Christian Suchy, einer der innovativsten Künstler der freien Theaterszene in Österreich, wird mit drei Schauspielern ein packendes Spiel mit Sprache, Bewegung, Musik und Dingen gestalten! Auf ebenso humorvolle wie vielschichtige Weise wird Persönlichkeit und Wirkung Karl Mays auf die Bühne gebracht!‘

Vorstellungen am: 14., 15., 16., 17., 22., 23., 24., 30., 31. März, jeweils 20 Uhr 02 und am 4., 5., 19., 20., 21. April, jeweils 20 Uhr 02.
Dramaturgie: Scotch Maier & Arthur Zgubic, Bühnenbild: Arthur Zgubic.

Weitere Infos und Bilder unter: toihaus.at

Winnetou stirbt in Rathen

Am Samstag, den 9. Juni 2001, hatte auf der Felsenbühne Rathen im Elbsandsteingebirge das neue Karl-May-Stück der Landesbühnen Sachsen ‚Winnetou III‘ Premiere.

KARL MAY & Co. war natürlich auch mit dabei – auf unseren Internetseiten habt ihr nun in unserer Service-Rubrik die Möglichkeit, euch online einen Film im Real-Video-Format sowie ausgewählte Bilder von der Generalprobe bzw. der Premiere von ‚Winnetou III‘ anzusehen.
nf/tog

Zur Service-Rubrik von KARL MAY & Co. (Wählt dort die Festspiel-Karte!)

Winnetou stirbt im Sauerland

Bei schönstem Sommerwetter hat das Team vom Elspe Festival heute rund 20 Minuten Ausschnitte aus der neuen Inszenierung mit dem Untertitel "Winnetous letzter Kampf…" präsentiert. Der versammelten Presse wurden dabei Szenen im Dorf rund um den zwielichtigen Marshal und Doc "Jeremias Plummer", im Indianerlager (mit Feuer, Explosionen und dem Tod von Unterhäuptling "Red Mangas" Marco Kühne), mit einem Auswanderertreck (u.a. mit Markus Lürick als "Leo Bergmann" und Tina Hüttemeister als "Maria Bergmann"), sowie der dramatischen Finalszene gezeigt.
Zur Mundharmonika-Melodie von "Sterne, die am hohen Himmel stehen" (aus den früheren Inszenierungen von "Winnetou III") stirbt "Winnetou" Jean-Marc Birkholz in den Armen seines Blutsbruders "Old Shatterhand" Kai Noll am Fuße des Elsper Felsens. Doch lange müssen die Besucher nicht trauern, bis der berühmte Häuptling wieder auf seinem Rappen Iltschi erscheint. Entgegen der 80er-Jahre-Inszenierung singt "Old Shatterhand" jedoch nicht.
Premiere von "Winnetou III" ist am kommenden Samstag, 15. Juni 2019. Gespielt wird 59 mal. Funfact: Dabei werden insgesamt ca. 4.000 Quadratmeter Stoff verbrennen, die jeden Tag eingefärbt, auf die Indianerzelte gespannt und von Hand bemalt werden müssen.
Im kommenden Jahr zeigt das Elspe Festival "Der Ölprinz" vom 20. Juni bis zum 13. September in 59 Vorstellungen. Ob der Geschäftsführer dann noch Jochen Bludau heißt, ließ er heute offen: "Mit Winnetou I bis III haben wir den Zyklus noch einmal gezeigt, danach beginnt ja auch etwas Neues. Manchmal muss man auch etwas abgeben."

Winnetou schaut Video

Im Jahr 1985 wurde "Winnetou II – Der Kampf um Öl" zuletzt bei den Karl-May-Festspielen in Elspe aufgeführt, seinerzeit noch mit Pierre Brice und Meinolf Pape in den Hauptrollen. Und schon damals wollte Regisseur Jochen Bludau die Flashback-Szene zum Finale – Winnetou erkennt in Parranoh den Mörder Ribannas und erinnert an den Kampf und ihren Tod sieben Jahre zuvor – per Beamer einblenden. Doch die Technik sei noch nicht so weit gewesen, dass man bei Tageslicht etwas hätte erkennen können, so Bludau im Gespräch mit KARL MAY & Co. Nun gibt es LED-Videowände, die man ganz praktisch im halbkünstlichen Elsper Wasserfall-Berg verstecken kann. Auf dieser Leinwand werden zum Finale die dramatischen Ereignisse gezeigt, die zum Tod von Ribanna führten; so auch das, was man zu Beginn nicht sehen kann: die Szenen in der Hütte. Eine mutige Entscheidung und – so Bludau weiter – "wir sind gespannt, wie das beim Publikum ankommt".
In der Neuinszenierung spielen Jean-Marc Birkholz und Kai Noll erneut das Blutsbrüderpaar, die Rolle von Tim Finnetey/Parranoh übernimmt Sebastian Kolb, der bereits als "Kleiner Bär" oder auch in der vergangenen Dinnershow zu sehen war. Cheryl Baulig darf nach ihrer Rolle von Winnetou Schwester Nscho-tschi im vergangenen Jahr nun als Ribanna erneut den Bühnentod sterben. Das Stück orientiert sich insgesamt stark an der 1985er Version.
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In der Vergangenheit hatte Geschäftsführer Jochen Bludau angegeben, "Winnetou II" unter anderem wegen schlechterer Ticketverkäufe nicht auf den Spielplan genommen zu haben – dieser Grund scheint zumindest im Jahr 2018 nicht zu ziehen, denn der Vorverkauf liege Mitte Juni bereits deutlich über dem Vorjahr, berichtete Bludau KARL MAY & Co.
Premiere von "Winnetou II – Der Kampf um Öl" ist am Samstag, 23. Juni 2018. Im kommenden Jahr erleben die Zuschauer dann "Winnetou III" und damit den Tod des Apatschenhäuptlings.
Über die Zeit mit Pierre Brice in Elspe und damit auch den vergangenen "Winnetou II"-Inszenierungen berichtet auch die Neuauflage des KARL MAY & Co.-Sonderheftes, das im Juli erscheint und im Shop bereits vorbestellbar ist.

Winnetou kommt ins Kino

Winnetou kommt wieder ins Kino – wenn auch nur als Zeichentrickfilm: Voraussichtlich im Herbst 2007 (und nicht, wie zunächst berichtet, Ende August) startet in den deutschen Lichtspielhäusern ‚WinneToons – Die Legende vom Schatz im Silbersee‘ (KARL MAY & Co. berichtete).

Dem produzierenden Hamburger Animationsstudio Ludewig ist es gelungen, prominente Sprecher für den ‚WinneToons‘-Kinofilm zu gewinnen: So wird neben Sascha Draeger (‚TKKG‘, ‚Die drei Fragezeichen‘), der schon bei der TV-Serie vor fünf Jahren den Winnetou-Part übernommen hatte, nun auch Christian Tramitz (‚Der Schuh des Manitu‘) als Old Shatterhand sowie Thomas Fritsch als Colonel Brinkley mitwirken. Cosma Shiva Hagen spricht zudem die Nscho-tschi. Der Sprecherriege gehören darüber hinaus weitere (von den Segeberger Karl-May-Spielen bekannte) Namen an, so etwa Michael Grimm (ehemaliges langjähriges Ensemblemitglied der Karl-May-Spiele Bad Segeberg) als Hobble Frank, Henry König (der Vater von Nicolas König) als Black Hawk und Conductor sowie Michael Grimms Sohn Jesse als ‚Kid‘. Michael Grimm ist es auch, der die Dialogregie übernommen hat. Weitere Sprecher: Jannik Schümann (Butler, Bobby), Wolf Frass (Butler, Jarred + Narrator), Ekki Dux (Sam Hawkens), J. Gillner (‚Aunt Droll‘), Uschi Sieg (Mother Thick, Matron), Jan David Rönfeld (Jake), Rober Missler (Diablo, Felsen, Fat Cop, Thin Cop), Achim Schülke (General Drews, Doc Staley), Holger Potzern (Telegraph Operator), Klaus Dittmann (Jadin).

Der 72-minütige Film (‚Winnetoons, The Secret of Silver Lake‘; Deutschland/Belgien 2006; Regie: Gert Ludewig; Drehbuch: Jeffrey Scott, Lee Maddux; Verleih: MFA+) entstand ‚frei nach den Motiven von Karl Mays ‚Der Schatz im Silbersee“. In der Inhaltsangabe heißt es: ‚Der Großstadtjunge Bobby träumt davon, den legendären Goldschatz der Inkas zu finden, der in einem See, der seitdem der Silbersee genannt wird, versteckt ist. Eines Tages macht er sich mit seiner zahmen Ratte Winchester auf den Weg. Dabei trifft er auf Old Shatterhand, Winnetou und weitere berühmte Westmänner, die versuchen, den bösen Colonel und seine Bande zu schnappen. Doch nicht nur unsere Helden erfahren von Bobbys Ziel, sondern auch die Gangster, und so beginnt ein spannender Wettlauf zu dem Schatz, dessen Besitz zwar übergroße Macht verspricht, der aber durch ein Geheimnis und einen noch unbekannten Schlüssel geschützt wird. Kann vielleicht Nscho-tschi, Winnetous Schwester, am Ende weiterhelfen? Und was erwartet Freund und Feind hinter dem verschlossenen Tor?‘

Bereits 2002 hatte das Animationsstudio Ludewig (ASL) Karl Mays Helden in der TV-Serie ‚WinneToons‘ in der ARD und im KinderKanal (KiKa) erfolgreich Abenteuer bestehen lassen.

Der Bamberger Karl-May-Verlag wird anlässlich des Kinostarts von ‚WinneToons – Die Legende vom Schatz im Silbersee‘ das ‚Buch zum Film‘ herausgeben. Bereits 2002 hatte er einen Titel zur TV-Serie vorgelegt. Für die Songs zum Trickfilm ist zudem die Hamburger Countryband ‚Texas Lightning‘ um den Comedian Olli Dietrich zuständig.

nf
Abbildung: ASL

Winnetou kehrt zurück

Bei RTL liefen sie 2016 zur besten Sendezeit zu und nach Weihnachten – mit einem fulminanten Medien-Echo und durchaus respektablen Quoten, zumindest beim ersten Teil der neuen, sehr Karl-May-freien Winnetou-Trilogie mit Nik Xhelilaj (Winnetou) und Wotan Wilke Möhring (Old Shatterhand).
Nun zeigt der zur RTL-Gruppe gehörende Sender VOX die drei Filme zu ebenfalls bester Sendezeit: „Winnetou – Eine neue Welt“ ist am Donnerstag, 7. März, um 20.15 Uhr, „Winnetou – Das Geheimnis vom Silbersee“ am Samstag, 9. März, um 20.15 Uhr und „Winnetou – Der letzte Kampf“ am Samstag, 16. März, um 20.15 Uhr zu sehen.
In der Karl-May-Szene stießen die aufwendig inszenierten Filme auf ein geteiltes Echo, und sie beschäftigten vor und nach der Erstausstrahlung – bis vor wenigen Monaten – auch diverse Gerichte, wie ein neuer Artikel in der aktuellen, 155. Ausgabe von KARL MAY & Co. zeigt. Über die Drehorte der Filme in Kroatien berichtete das Magazin bereits in der vorangegangenen Ausgabe Nr. 154.

Winnetou jetzt auch auf süddeutscher Bühne

Ehemalige Mitwirkende der Karl-May-Festspiele Weitensfeld/Gurktal (Österreich), darunter Michael Thomas als Old Shatterhand und Otto Scholtze als Winnetou, treten seit dem 15. August in einer nur 20-minütigen Fassung von ‚Winnetou 1‘ im Westernpark von Fred Rai in Dasing (zwischen Augsburg und München) auf. Betreiber und bisheriger Hauptakteur der Westernshows des Freizeitparks Fred Rai kam beim Premierenbesuch in Weitensfeld/Gurktal auf die Idee, den langjährigen Österreicher Old Shatterhand Michael Thomas für sein Open-air-Sommerfest zu engagieren. Weitere Informationen in Kürze.

Foto: Otto Scholtze als Winnetou, Michael Thomas als Old Shatterhand

nf (Foto: Lakey)

Winnetou ist angekommen – Burgrieden: Sehenswerte Inszenierung von „Der Ölprinz“

Autor: Sigfried Baumann
Seite(n): 19-20
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

Winnetou in Potsdam

Wer Karl Mays Wilden Westen hautnah erleben möchte, sollte sich am 18. Juni 2010 nach Potsdam aufmachen. Dort wird nämlich an diesem Tag im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci ab 20 Uhr im Nicolaisaal das Livehörspiel ‚Winnetou I‘ aufgeführt. Zu erwarten ist eine aufwändige Produktion, die gleichzeitig in Radio Eins und Radio Bremen übertragen wird. Prominente Sprecher werden im Potsdam zu hören sein, darunter der Karl-May-Bühnen-erfahrene Reiner Schöne (Abbildung, mit Gojko Mitic auf dem Cover von KARL MAY & Co. Nr. 65 von August 1996) als Erzähler oder die aus vielen Theater- und Fernsehproduktionen bekannte Anna Thalbach in der Rolle der Nscho-tschi. Damit ein authentisches Western-Flair entsteht, werden Töne wie Pferdegetrappel, Schüsse oder das Knistern des Lagerfeuers von einem auf der Bühne anwesenden Geräuschemacher produziert. Für musikalische Untermalung sorgt das Filmorchester Babelsberg. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci.

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Winnetou in Leichlingen

Dass in Bischofswerda Kinder und Jugendliche seit nunmehr zehn Jahren im Sommer auf einer Freilichtbühne Karl May aufführen, dürfte KARL MAY & Co.-Lesern mittlerweile bekannt sein. Auch in Leichlingen (Bergisches Land) bot sich den Schülerinnen und Schülern der Realschule in den vergangenen Wochen und Monaten eine abenteuerliche, sinnvolle Freizeitbeschäftigung: die Realisierung eines ‚Winnetou‘-Musicals, das am vergangenen Wochenende in drei Vorstellungen aufgeführt wurde.

‚Das Musical in acht Bildern war ein Großprojekt. Es ist bestens gelungen‘, berichtete heute der ‚Kölner Stadtanzeiger‘ über die außergewöhnliche Schulaufführung. Mit wenig Mitteln hätten die engagierten Schülerinnen und Schüler eine Menge erreicht. Nicht nur wurde der originale Winnetou auf die (Indoor-) Bühne der Schulaula gebracht, auch die musikalische Untermalung erledigten die Schülerinnen und Schüler selbst.

Nach dem Kino-Erfolg ‚Der Schuh des Manitu‘, der die Karl-May-Filme der 60er-Jahre auf die Schippe nahm, hätte man erwarten können, dass ‚Winnetou‘-Comedy-Versionen angesagt wären. Nicht allerdings in Leichlingten: ‚Es war Karl May im Reinform: Rührende Liebesszenen, feierliche Schwüre und rücksichtslose Schurken sorgten für einen Spannungsbogen, der die straff erzählte Geschichte im Kampf um das gefräßige Feuerross, es ging um den Bau der Eisenbahn, leben ließ. 120 Schüler waren am Werk und von der Kulisse bis zum Plakat war alles geradezu perfekt. (…) Vom Kassenknüller und satirischen Indianer-Ulk ‚Der Schuh des Manitou‘ hatte die Aufführung wenig übernommen. Die Ironie beschränkte sich auf einen sächselnden Reiseführer, der das Stück der Schüler einer Reisegruppe präsentierte.‘ (Kölner Stadtanzeiger)

Old Shatterhand (Lukas Marseill) und Winnetou (Marion Kellmann) kamen also nicht als ‚Abahachi‘ und ‚Ranger‘ auf die Bühne der Realschule geritten. Die Vorbereitungen zum Musical hatten bereits lange vor dem ‚Schuh des Manitu‘-Projekt begonnen. ‚Und dass die Schüler bei ihrer vor zwei Jahren gestarteten Version geblieben sind, ohne das Stück zeitkritisch-modisch der Kinoversion anzupassen, spricht für sie und die Regie von Annette Ernst‘, schrieb nun der Kölner Stadtanzeiger. Ein liebevolles Bühnenbild mit Papp-Kakteen und dem Orchestergraben als Abhang, in den Ganove Santer (Sven Hohl) im Finale hinabstürzt, sowie prächtige Kostüme taten ihr Übriges, um die Zuschauer zu beeindrucken.

Als Vorlage hatte aber weniger der originale May als vielmehr der Spielfilm von 1963 mit Pierre Brice und Lex Barker gedient. So gab es in Leichlingen auch Rollen wie Belle (Laura Gräf) und Lord Emmerson Tuff-Tuff (Christina Boes) zu besetzen.

nf / Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

Winnetou in Kärnten – Erst kamen Pierre Brice und Thomas Gottschalk. Dann die Karl-May-Festspiele Weitensfeld, die nun nach 19 Jahren ihre Pforten schlossen. Für immer?

Autor: Nicolas Finke
Seite(n): 54-55
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 136

Winnetou III‘

Am Abend des 1. Juli 2006 fand in Bad Segebergs Freilichttheater am Kalkberg die stimmungsvolle Premiere von ‚Winnetou III‘ statt. Erste Eindrücke sind im KARL MAY & Co. blog zu finden, eine erste Foto-Galerie wurde ebenfalls bereitgestellt. Weiteres in Kürze.

Winnetou I‘: Die Wachablösung ist vollzogen

Bei bestem Wetter und vor ca. 8000 Zuschauern (darunter auch Alt-Winnetou Gojko Mitic, Jochen Baumert, Patrick Bach und Nicolas König) fand am vergangenen Samstag die Premiere von ‚Winnetou I‘ statt und brachte die Erkenntnis, dass zu einem kompletten Neuanfang am Kalkberg noch mehr gehört als ein neuer Winnetou-Darsteller.

Darüber, dass Erol Sander bei seinem Segeberg-Debüt ein Einstand nach Maß gelungen ist, besteht kein Zweifel. Seine Darstellung des jungen Apatschenhäuptlings überzeugte in allen Bereichen und führte nur allzu deutlich vor Augen, wie notwendig eine personelle Veränderung für diese Rolle gewesen ist.

Das Stück selbst hinterließ einen eher zwiespältigen Eindruck. In der ersten Hälfte gab es zahlreiche Szenen, die durch ihre stimmungsvolle Inszenierung und Buchnähe sowie die sehr guten Darsteller begeistern konnten. Besonders die Actionszenen bleiben aber die Problemzone von Regisseur Nobert Schultze jr., der zwar die Figur des Winnetous sehr gut in Szene zu setzen verstand, aber die alten Schwächen bei den zahlreichen Angriffen offenbarte.

Ähnlich problematisch verhält es sich mit der Auffassung von Komik, für die Buchautor Michael Stamp zuständig ist. Die Figur des französischen Parfümherstellers Jacques LeClou (Frank Schröder) zog wieder sämtliche Klischeeregister und fügte sich eher störend in die Handlung ein. Glücklicherweise war die Rolle kleiner angelegt, als Schröders Jurisconsulto 2005. Der zappelige Juggle-Fred (Rainer König) unterbrach mit seiner Zaubervorstellung zudem minutenlang den Spielfluss komplett.

Da bleibt für die Entwicklung der wieder sehr zahlreichen Rollen leider zu wenig Platz. Besonders auffällig ist dies in Hinblick auf das Schurkentrio Santer (Peter Kremer), Rattler (Dirc Simpson) und Capitano (Anderson Farah), die sich gegenseitig Raum wegnehmen, wodurch es lediglich dem sehr guten Simpson gelingt, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Unverständlich war auch, wieso grundlegende Elemente des Stoffs ‚Winnetou I‘ umgeschrieben wurden. So greifen Old Shatterhand (leider sehr blass: Thorsten Nindel) und Sam Hawkens (trotz kleiner Rolle überzeugend: Ulli Kinalzik) zusammen mit den Kiowas das Pueblo der Apatschen an, eine Tat, die den beiden seitens der Apatschen eigentlich nicht hätte verziehen werden können. Außerdem findet das Gottesurteil zwischen Winnetou und Shatterhand statt (wodurch der ansonsten als Intschu tschuna durchaus überzeugende Joshy Peters in diesem Jahr keinen einzigen Kampf zu bestreiten hat), und – man traute seinen Augen nicht – Winnetou gewinnt…

Und trotzdem – ‚Winnetou I‘ gehört allein schon wegen der sehr guten Darstellung von Erol Sander als Winnetou zu den besseren Stücken der letzten fünf Jahre.

kcs (Foto: KARL MAY & Co.)

Winnetou I‘ zum Jubiläum

Die Karl-May-Festspiele im österreichischen Weitensfeld/Gurktal (Kärnten) führen in der Saison 2004 das Stück ‚Winnetou I‘ auf. Wie die Veranstalterin, die Karl May Festspiele GmbH, mitteilte, stünden anlässlich des Jubiläums ’10 Jahre Karl-May-Festspiele in Weitensfeld‘ wie in der vergangenen Saison Okitay Duanay als Winnetou und Michael Thomas als Old Shatterhand auf der Bühne. Das Bühnenbild werde erneut von Arnold Bergner gestaltet, zudem würden die Bereiche Stunts und Pyrotechnik erweitert bzw. neu konzipiert.

nf

Winnetou I‘ wird zum Besuchermagnet

Mit der diesjährigen Inszenierung von ‚Winnetou I‘ und den begleitenden Maßnahmen haben die Karl-May-Spiele in Elspe bei ihren Besuchern anscheinend voll ins Schwarze getroffen. Mit rund 209.000 Besuchern kamen 25% mehr Besucher als im Vorjahr – das macht die Saison 2012 nach Veranstalterangaben zur besten Saison der vergangenen 15 Jahre.

Ausgezahlt hat sich offentlichtlich auch das große Engagement in der Region. Hatte sich das Festival in früheren Jahren eher als Eigenbrödler gezeigt, haben sich die Auftritte bei verschiedenen Stadtfesten, beim Balve Optimum oder die Zusammenarbeit mit dem Südsauerlandmuseum Attendorn ausgezahlt, da besonders viele Besucher aus Südwestfalen den Weg an den Rübenkamp gefunden haben. Eine starke Verankerung in der Region hat auch schon bei den Störtebeker Festspielen auf Rügen gut funktioniert.

Im kommenden Jahr steht ‚Der Ölprinz‘ auf dem Programm – und das Ziel beim Elspe Festival ist hoch gesteck: ‚Niveau halten!‘.

sm / Foto: KARL MAY & Co./Greis, Margref

Winnetou I‘ in Mecklenburg-Vorpommern

Die Freilichtbühne Waren/Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) führt im kommenden Sommer das Karl-May-Stück ‚Winnetou I‘ auf. Details zur Besetzung und zur Regie wurden noch nicht bekannt gegeben; es handelt sich allerdings um eine Produktion des Tourneetheaters ‚Comedia Saxonia‘ von Winnetou-Darsteller Thomas Schulze. Schulze hatte 2000 und 2001 den Winnetou auf der Waldenburger Freilichtbühne im Grünfelder Park gegeben und wird aller Voraussicht nach nun wieder als edler Apachenhäuptling in den Sattel steigen. Der aktuelle Katalog der ‚Comedia Saxonia‘ bezieht sich auf ein Freilichtstück nach Karl May von Uwe Hänchen, dem Leiter der Bischofswerdaer Karl-May-Spiele.

Die Freilichtbühne auf dem Mühlenberg in Waren/Müritz wird als ‚eine naturbelassene Bühne‘ beworben un soll etwa 1.000 Sitzplätze bieten.

Termine:
30.07.2004, 17.00 Uhr (Premiere)
31.07.2004, 17.00 Uhr
01.08.2004, 17.00 Uhr
06.08.2004, 17.00 Uhr
07.08.2004, 17.00 Uhr
08.08.2004, 17.00 Uhr
13.08.2004, 17.00 Uhr
14.08.2004, 17.00 Uhr
15.08.2004, 17.00 Uhr
20.08.2004, 17.00 Uhr (Endveranstaltung)

Karten sind erhältlich in der Waren (Müritz) Information, Haus des Gastes, Neuer Markt 21, 17192 Waren (Müritz), Tel. 0 39 91/66 61 83, E-Mail: waren-tourist@t-online.de.

Foto: die Freilichtbühne Waren (Müritz)

nf

Winnetou I‘ in Fred Rais ‚Western-City‘

Nachdem bereits im vergangenen Sommer im Westernpark von Fred Rai in Dasing (zwischen Augsburg und München) eine 20-minütige Fassung von ‚Winnetou 1‘ dargeboten wurde, hat der Veranstalter nun in Kooperation mit der Regio Augsburg Tourismus GmbH Größeres vor: ‚Für die ersten ‚Süddeutschen Karl-May-Festspiele‘ in Dasing wird eine etwa 70 Meter breite Open-Air-Bühne mit einer künstlichen Felslandschaft entstehen‘, heißt es in der Ankündigung der Festspiele, die in der ‚Western-City‘ vom 14. Mai bis zum 11. September 2005 jeden Samstag und Sonntag stattfinden sollen. Bühnenbilder und Requisiten stammten größtenteils aus dem Fundus des Theaters Augsburg und dessen Freilichtbühneninszenierung ‚Annie Get Your Gun‘. Der 500 Zuschauer fassende Besucherraum ist zudem überdacht.

Angekündigt werden weiterhin ’40 professionelle Schauspieler und rund 20 speziell ausgebildete Pferde‘, die in anderthalb Stunden Spielzeit ‚den Winnetou-Mythos zum Leben erwecken‘ sollen. Die Handlung der ersten ‚Süddeutschen Karl-May-Festspiele‘ orientiere sich ‚am Karl-May-Klassiker ‚Winnetou I“, heißt es – gemeint ist dabei wohl allerdings nicht der gedruckte May, sondern der verfilmte: So ‚tauchen auch Winnetous schöne Schwester Nscho-tschi, der alte Trapper Sam Hawkens und der kauzige Fotograf Lord Tuff Tuff auf‘, Santer (gespielt von Festspielintendant und Parkinhaber und -gründer Fred Rai) heißt – wie im Film – mit Vornamen Frederick.

Winnetou wird dargestellt von Otto Scholtze, der bis 2003 Mitglied des Ensembles der Weistensfelder Karl-May-Festspiele war. Von den österreichischen Karl-May-Bühnen ist auch Michael Thomas bestens bekannt, der erneut als Old Shatterhand (‚Diese Figur ist der wertvollste Teil von mir‘) auftreten und zudem Regie führen und für das Textbuch verantwortlich zeichnen wird. ‚Es ist Michael Thomas ein persönliches Anliegen, das Winnetou-Thema in einer bisher nie dagewesenen Art auf die Bühne zu bringen. Action als perfektes Beiwerk – nicht aber zum Selbstzweck -, dafür mehr Gewicht auf Romantik, Ethik, indianisches Gedankengut und vielsagende Dialoge sowie eine Prise Humor und schlagkräftige Visionen als Message an ein Publikum jeder Altersklasse in der Hoffnung auf eine bessere Welt – so lautet sein Credo und die Erfüllung seines Jugendtraumes.‘

Der Tourismusdirektor der Regio Augsburg Tourismus GmbH, Götz Beck, sieht die ‚Western-City‘ von Fred Rai – wie könnte es auch anders sein – als ‚ideale[n] Aufführungsort‘ für die neuen Karl-May-Festspiele. Die GmbH will die Aufführungen bundesweit bekannt machen. ‚Die bekannten Karl-May-Festspiele in Segeberg zum Beispiel starteten mit 2.000 Besuchern – heute kommen 300.000‘, sagt Beck und irrt: Bad Segebergs erste Winnetou-Spiele sahen 1952 mehr als 98.000 Besucher.

Informationen zu den ‚ersten Süddeutschen Karl-May-Festspielen‘ in Dasing sind unter www.karlmay-festspiele.de abrufbar.

nf (Foto: ‚Western-City‘ Dasing)

Winnetou I‘ ab 2004

Die Landesbühnen Sachsen spielen im kommenden Jahr erneut ‚Winnetou III‘ auf der Felsenbühne Rathen. Jean-Marc Birkholz wird zwischen dem 24. Mai und dem 10. September 2003 in insgesamt 21 vorgesehenen Vorstellungen erneut als Winnetou auf der Felsenbühne sterben. Karl-May-Freunde können sich darüber freuen, dass am Wochenende der Radebeuler Karl-May-Festtage (30. Mai bis 1. Juni 2003) am Freitag, den 30. Mai 2003, um 15 Uhr ‚Winnetou III‘ auf der Felsenbühne Rathen gespielt wird.

Für die Saison 2004 sind die Planungen bereits so weit vorangeschritten, dass sich auf ein konkretes Karl-May-Stück festgelegt wurde. Danach gibt es ab 2004 eine Neuinszenierung von ‚Winnetou I‘ von Olaf Hörbe, der auch wieder die Regie führen soll. Hörbe schreibe bereits an dem neuen Stück. ‚Winnetou I‘ stand in Rathen zuletzt in einer Fassung von Uwe Wolf zwischen 1987 und 1994 (Ausnahme: 1992) auf dem Spielplan.

nf/ch

Winnetou I neu interpretiert

Bei schönstem Sommerwetter hatte heute auf der Felsenbühne Rathen die Neuinszenierung von "Winnetou 1" Premiere. Das Stück nach dem Buch von Olaf Hörbe (2004-2006 bereits von ihm selbst in Szene gesetzt) kommt in einem neuen Gewand daher. Regisseur Manuel Schöbel setzt vor allem in der ersten Hälfte vermehrt auf Unterhaltungselemente. Die Stärken liegen beim Ensemble, angeführt von dem im zweiten Jahr vereinten Blutsbrüderpaar Jürgen Haase (Old Shatterhand) und Michael Berndt (Winnetou). Sehr überzeugend agieren auch Grian Duesberg,der einen herrlich erfrischenden und liebenswerten Sam Hawkens gibt, Olaf Hörbe (Intschu-tschuna), Julia Vincze (Nscho-tschi) und Peter Mohr (Tangua). Leider verletzte sich Santer-Darsteller Tom Hantschel zum Schluss der Generalprobe, der erfahrenene May-Haudegen Matthias Henkel sprang kurzfristig für ihn ein und lieferte eine beachtliche Leistung. Gespielt wird auf der Felsenbühne vom 04. Juli bis 12. September. 

Winnetou geht – Winnetou kommt

Am 5. April 2001 wird im Kaminzimmer des Radebeuler Karl-May-Museums der langjährige Winnetou-Darsteller der Felsenbühne Rathen, Olaf Hais, offiziell verabschiedet. Gleichzeitig wird sein Nachfolger Jean-Marc Birkholz vorgestellt. Begleitet werden beide von ihrem ‚Blutsbruder‘ Old Shatterhand alias Jürgen Haase. Da Haase auch über lange Zeit den Winnetou gespielt hat, sind so gleich drei ‚Winnetous‘ anwesend. Auch Olaf Hörbe, Autor und Regisseur des neuen Stücks ‚Winnetou III‘, wird anwesend sein und über die Arbeit an der neuen Inszenierung berichten. Alle Interessierte sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.

Winnetou gefälscht?

Das Nachrichtenmagazin ‚Focus‘ hat einen ‚Bild‘-Artikel zum Anlass genommen, um über die verfälschten Karl-May-Bücher zu schreiben. Hier der Artikel:

Die Werke von Karl May sind nach dem Tod des Schriftstellers offenbar umgeschrieben worden. Wie die ‚Bild‘-Zeitung am Montag berichtete, enthüllte der Dresdner Literaturwissenschaftler Klaus Hoffmann die Fälschungssensation: Die Bücher des erfolgreichsten deutschen Abenteuerschriftstellers (100 Millionen Auflage) seien an 11 000 Stellen verändert worden. Einen echten Karl May hätten viele vermutlich nie gelesen.

Besonders fleißig waren die Umschreiber demnach unter Hitler und Honecker. Besonders beliebt sei die Winnetou-Trilogie gewesen: ‚Schamlos strich man Stellen, dichtete hinzu, schrieb in Nazi- oder SED-Jargon um‘, fand Hoffmann heraus. Allein von dem ersten Roman des Apachenhäuptlings existierten inzwischen acht Versionen.

Im Original küsst eine junge Indianerin Old Shatterhand ehrfurchtsvoll den Steigbügel. In der Nazi-Bearbeitung heißt es: ‚Sie reckt zackig die rechte Hand zum Hitlergruß‘. Im Original sagt Old Shatterhand: ‚Ich aber war nicht nach dem Wilden Westen gekommen, um mir eine rote Squaw zu nehmen.‘ In der Bearbeitung wurde er zum Rassenfanatiker: ‚Ich aber war nicht in den Wilden Westen gekommen, um eine Mischehe zu schließen…‘

1981 erkannte die DDR Karl Mays Werke als lohnendes Geschäft und ließ die Genossen dichten. Die Winnetou-Trilogie begann im Original mit den Worten: ‚Ja, die rote Nation liegt im Sterben.‘ In der SED-Bearbeitung wurde daraus ‚Der rote Mann liegt im Sterben‘. Auch von ‚Vereinigung‘ wollten die SED-Oberen im Winnetou nichts lesen. Der Satz ‚Ein Deutscher? Da heiße ich sie willkommen, Landsmann! Wenn es doch nur endlich einmal ein einiges Volk werden wollte!‘ wurde in ‚Ein Deutscher? Er hob erstaunt den Kopf. Dann heiße ich Euch willkommen.‘, abgewandelt.

Den ganzen Artikel mit einem Photo gibt es hier.

Winnetou Cover-Star

Autor: Nicolas Finke
Seite(n): 29
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 136

Winnetou auf neuem Speichermedium

In einem der grün-goldenen Optik der Gesammelten Werke Karl Mays aus dem Bamberger Karl-May-Verlag nachempfundenen Design erscheint am 15. Januar 2010 der erste Karl-May-Film mit Pierre Brice und Lex Barker ‚Der Schatz im Silbersee‘ (1962, Regie: Harald Reinl) auf Blu-ray Disc (siehe unsere Abbildung). Die Blu-ray Disc ist ein High-Definition-Nachfolger der DVD und bietet eine deutlich gesteigerte Bildqualität, Datenrate und Speicherkapazität gegenüber der DVD.

Wie schon bei der Herausgabe der opulenten DVD-Boxen der Winnetou-Filme der Rialto-Film im Jahr 2005 wird die erste Karl-May-Blu-ray von der Münchner Universum Film GmbH veröffentlicht. Als Specials (u.a. 36 Minuten Bonusmaterial) sind vorgesehen:

– Wochenschau-Interview mit Horst Wendlandt
– Interview-Dokumentation mit Götz George, Pierre Brice, Martin Böttcher u.a.
– Wochenschau: ‚Der Schatz vom Wannsee‘
– 4 x Filmfehlerquiz
– Fotogalerie
– Trailer (dt. Trailer; engl. Trailer; Wiederaufführungstrailer)

nf
Abbildung: Universum Film

Winnetou an der Uni

In diesen Tagen beginnt das neue Wintersemester an den Universitäten. In Siegen gibt es die Mittwochsakademie, eine Erwachsenenbildungseinrichtung der Universität. Ab dem 24. Oktober (bis zum 13. Februar) steht dort an jedem Mittwoch auch Karl May auf dem Lehrplan, berichtete nun die Siegener Zeitung:

’16 bis 17.30 Uhr Literaturwissenschaft: Dr. Dieter H. Stündel beschäftigt sich mit dem ‚Kosmos Karl May – von A nach O‘. Anfangs- und Ausgangspunkt bildet die Biografie Karl Mays, die im Mittelpunkt der Analyse seiner Werke stehen wird. Dabei interessieren vor allem die verschiedenen Figuren, wie der Edel-Indianer Winnetou oder die ‚Oldies‘ Old Shurehand oder Old Shatterhand.‘

sm / Quelle: Siegener Zeitung

Winnetou 2013 – Das Wagnis, Kindern heutzutage Karl May vorzulesen

Autor: Arne Ulbricht
Seite(n): 32-34
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 136

Winnetou 1. Teil‘ im Kino

Am 19. und 20. Februar 2005 findet in Luxemburg zu Ehren von Marie Versini und ihrem Mann Pierre Viallet eine Festveranstaltung mit Filmvorführungen statt.

In der Buchhandlung Ernster ist für den 19. Februar zunächst eine Lesung und Signierstunde mit Marie Versini vorgesehen. Zu diesem Anlass haben sich einige lokale Prominente angesagt, so etwa der ehemalige Premierminister Gaston Thorn sowie der Europaabgeordnete, Ex-Präsident der EU-Kommission und bekennende Karl-May-Fan Jacques Santer.

Am 20. Februar folgt ab 15 Uhr in der Kinemathek eine kleine Filmreihe. Zunächst wird ‚Robert Schumann‘ gezeigt, ein Film von Pierre Viallet, in der Marie Versini die Klara spielt, anschließend dann der Karl-May-Klassiker ‚Winnetou 1. Teil‘. Weitere Informationen folgen.

Winne…who? – Die internationale Vermarktung der Karl-May-Filme (Teil 3) – USA

Autor: Stefan von der Heiden
Seite(n): 6-10
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 139

Winne…who? – Die internationale Vermarktung der Karl-May-Filme (Teil 2) – Italien

Autor: Stefan von der Heiden
Seite(n): 78-82
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 137

Winne… who? – Die internationale Vermarktung der Karl-May-Filme (Teil 12) – DDR

Wildwest, Mexiko und Osmanisches Reich in acht Tagen

Wie bereits in KARL MAY & Co. Nr. 151 berichtet, werden Michael Petzel und Mitstreiter 2018 kein Karl-May-Fest veranstalten, dafür gibt es eine Wiederauflage der Montenegro-Tour (siehe auch die früheren KARL MAY & Co.-News sowie KARL MAY & Co. Nr. 143, S. 22–24). Die Reise führt an die Drehorte von Western wie „Old Shatterhand“, Mexiko-Filmen („Der Schatz der Azteken“) und dem Orient-Balkan-Abenteuer „Der Schut“. Ausgangspunkt ist die kroatische Stadt Dubrovnik, wo das Hotel Argentina mit der Villa Sheherezade (siehe Foto), Lex Barkers Unterkunft während diverser Dreharbeiten, auf dem Programm steht.
Beginn der Tour ist der 29. September mit Abflug in Frankfurt/M., der Rückflug findet am 7. Oktober statt. Der Preis im Doppelzimmer mit Halbpension beträgt pro Person 1.945 Euro, Einzelzimmerzuschlag: 460 Euro. Anmeldung unter Soeren.Felsch@wikinger.de.

Wildwest in Westfalen – „Winnetou 2. Teil“ im Cineplex Hamm

Autor: Rolf Dernen
Seite(n): 25
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 139

Wildwest im Sauerland

Das detailierte Programm zum Karl-May-Fest „Scharlih im Wilden Westen von Elspe“ von Donnerstag, 25. bis Sonntag 28. Juli steht. Einige Highlights der Veranstaltung: Neue Drehortefilme, Podiumsdiskussion mit Vertretern dreier Bühnen von KARL MAY & Co., Open Air Movie Night, der Film „Klara May reist durch die USA“, Vorführung eines Karl-May-Films in einem nostalgischen Kino und der Galaabend zu Ehren von Jochen Bludau. Als Stargäste werden Demeter Bitenc („Dick Stone“ in „Winnetou 1. Teil) und „Nscho-tschi“ Marie Versini (Foto) Autogrammwünsche der Fans erfüllen. Selbstverständlich kann auch die diesjährige Elsper Aufführung „Der Ölprinz“ besucht werden. Passend zum Fest in Elspe erscheint auch eine neue Sonderausgabe von KARL MAY & Co. über die Karl-May-Festspiele Elspe im Zeitraum 1976 bis 1986, die über den KARL MAY & Co.-Service zu bestellen ist.

Eine PDF mit dem kompletten Karl-May-Fest-Programm finden Sie hier.

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Foto: KARL MAY & Co./Dernen

Wildwest im Lößnitzgrund

Karl-May-Festtage Radebeul vom 10. bis 12. Mai 2002

Freitag

Westernstadt “Little Tombstone”

19.00 Uhr: Line Dance Workshop mit Dieter Brand

20.00 Uhr: Feierliche Eröffnung der XI. Karl-May-Festtage Radebeul mit einem traditionellen indianischen Ritual mit Chief Larry D. Nichols vom Stamm der Blackwater Band of the Lower Muskokees (USA) und mit Wanbli Isna-la (Einsamer Adler) vom Stamm der Lakota-Indianer (Kanada)

20.30 Uhr: Die große Line Dance Night mit „The Queen of the Country Dance Floor“ Scooter Lee (USA) & DJ Funky Cowboy

Dazwischen: Show-Dance mit „The Cadillac Ranch Dancer“(D)

Zu jeder halben Stunde:
Das Westernkino „Nikelodeon“ zeigt „The very best from Hollywood“, die besten Szenen der Stummfilmzeit, mit wilden Schießereien, Verfolgungsjagden und gewagten Stunts.
23.00 Uhr: „Der Überfall auf den Goldexpress“ – Der Originalfilm, vorgeführt mit historischer Filmapparatur!

Nonstop: Stimmung im Saloon mit den „Fünf Patronenhülsen“, Schießerei im Sheriff-Office mit den Halunken Eddy und Locci, Originale aus dem Wilden Westen: Hufschmied, Sattler, Barbier, Fotograf

Samstag und Sonntag

Pow Wow – indianisches Tanzfest- am „Hohen Stein“
Chief Larry D. Nichols, Repräsentant des Stammes Blackwater Band of Lower Muskokees (Nordwest Florida, USA) und der Choctawhatchee Cree Indian Nation (USA) und Native American von den Stämmen der Dakota, Lakota, Arapaho, Cherokee, Crow, Apache, Cherokawa und Eskimo zeigen, begleitet von einer Trommelgruppe aus Deutschland, traditionelle Tänze ihrer Völker.
Samstag: 15.00 / 17.00 / 19.00 Uhr
Sonntag: 12.00 / 14.00 / 16.00 Uhr

Wanbli Isna-la (Einsamer Adler) vom Stamm der Lakota-Indianer aus Kanada präsentiert traditionelles indianisches Kunsthandwerk (Musikinstrumente, Schmuck, Skulpturen), zeigt die alte Erdtanz-Zeremonie und erzählt in seinem Tipi alte indianische Märchen.
Samstag: 16.30 / 17.30 / 18.30 Uhr
Sonntag: 11.30 / 13.30 / 15.30 Uhr

Aus Mexiko begrüßen wir Häuptling Xokonoschtletl mit seinen Tänzern von den Stämmen der Azteken, Mayas und Yaki. Totonaken – bekannt als die „Fliegenden Menschen“ aus Mexiko – zelebrieren das Sonnenbaumritual von einem 32 Meter hohen heiligen Baum.
Samstag: 14.00 / 16.00 / 18.00 Uhr
Sonntag: 13.00 / 15.00 / 17.00 Uhr

„Kultur und Tradition der Indianer zwischen Gestern und Heute“ – Begegnung mit den indianischen Gästen am Lagerfeuer – Chief Larry D. Nichols spricht über die Geschichte seines Volkes.
Samstag: 21.00 Uhr
Moderation: Wolfgang Zimmermann

„Play Art“ – Indianerspielplatz mit Muriel Cornejo (Chile) und Cesar Olhagaray: Maskenbau, Spielobjekte, Scherenschnitte, Körperbemalung, Trommeln und Tanzen.
Samstag: 14.00 – 20.00 Uhr
Sonntag: 11.00- 18.00 Uhr

Westernstadt „Little Tombstone“
Wildes Leben wie in der legendären Westernstadt Tombstone in Arizona.

Die Landesbühnen Sachsen spielen Szenen aus ihrer Inszenierung „Winnetou III“
Samstag: 15.00 / 16.30 / 18.00 Uhr
Sonntag: 13.00 / 14.30 / 16.30 Uhr

Nikelodeon , das Westernkino zeigt zu jeder halben Stunde „The very best from Hollywood“, die besten Szenen der Stummfilmzeit, mit wilden Schießereien, Verfolgungsjagden und gewagten Stunts.
Samstag: 14.00 – 20.00 Uhr
Sonntag: 11.00- 18.00 Uhr
Täglich 17.00 Uhr: „Der Überfall auf den Goldexpress“, der Originalfilm, vorgeführt mit historischer Filmapparatur!

6. Bluegrass- und Country-Festival
Für den Originalensound des „blauen“ Grases der Prärie sorgen Bands aus Europa und den USA.
Mitwirkende:
„The Moonlighters“ (USA)
Samstag: 19.30 Uhr
Sonntag: 13.30 / 15.00 Uhr
„Matching Ties“ (USA, UK, D)
Samstag: 15.30 / 18.30 / 22.30 Uhr
Sonntag: 11.00 Uhr
„Lusatian Grass” (CZ)
Samstag: 14.00 / 17.00 Uhr
Mark Merritt – Band (USA, D)
Samstag: 21.00 Uhr
Sonntag: 15.30 / 17.00 Uhr
Jam Session mit allen Bands: nur Samstag, 23.30 Uhr

„Fort Virginia“
Die Bahnstation „Lößnitzgrund“ wird von den „Virginia Volunteers“ aus Radebeul überwacht, die sich auch mit Exerzieren und Salutschießen die Ehre geben, aber können sie einen Bahnüberfall verhindern?
Trapper und Marketender haben vor dem Fort ihr Lager aufgeschlagen, und hoffen manch guten Schluck Whisky oder ein edles Fell an den Mann bringen zu können. Auch im Saloon geht es hoch her. Vor dem Saloon messen die Männer ihre Geschicklichkeit beim Messewerfen und Lassodrehen.
Zwischen Fort Virginia und der Westernstadt „Little Tombstone“ verkehrt regelmäßig eine Postkutsche. Doch düstere Hallunken warten nur darauf, die Fahrgäste auszurauben.
Attacke auf „Fort Virginia“
Sanmstag:14.00 Uhr
Sonntag: 15.00 Uhr
Exerzieren der Virginia Volunteers
Samstag: 16.00 Uhr
Sonntag: 13.00 Uhr
Gefecht um „Fort Virginia“
Samstag: 18.00 Uhr
Sonntag: 17.00 Uhr
Abendappell
Samstag: 20.00 Uhr

Country-live mit „PICK UP“
Samstag: 14.00-19.00 Uhr
Sonntag: 11.00-18.00 Uhr

Abfahrt der Postkutsche
Samstag: 14.00 – 19.00 Uhr (zu jeder halben Stunde)
Sonntag: 11.00 – 18.00 Uhr (zu jeder halben Stunde)

Goldwäsche und Abenteuerspielplatz
Samstag: 14.00-19.00 Uhr
Sonntag: 11.00-18.00 Uhr

Bilz`sche Natur- und Gesundheitsfarm an der „Meierei“
Friedrich Eduard Bilz und Karl May, waren sehr gut miteinander bekannt. Das legendäre Bilz-Bad liegt nur ein paar duzend Meter von der Meierei entfernt. Was liegt näher als die traditionellen Naturheilverfahren des Eduard Bilz auch einmal während der Karl-May-Festtage darzustellen?
Samstag: 14.00- 19.00 Uhr
Sonntag: 11.00 – 18.00 Uhr

Sternreitercamp Altwahnsdorf
„4. Jens-Pinther-Gedenkturnier“, Westernreitturnier für Freizeitreiter und Einsteiger in den Disziplinen: Pleasure, Trail, Barrel Race, Boots-Race, Flag Race u.a. mit der J.L. Nature Horse Ranch.
Samstag: 10.00 – ca. 19.00 Uhr

Reiterspiele und Westernreitshow mit der J.L. Nature Horse Ranch
Sonntag: 13.00 – ca. 18.00 Uhr

„Kampf um Fort West“
Eine Geschichte wie sie im Buche steht: Zornige Indianer, wortbrüchige Siedler, brutale Militärs und eine schöne, unschuldige Frau, die in einer Postkutsche versucht, unversehrt davon zukommen… Diese neue Inszenierung der „Apache Live Show“ verblüfft mit gewagten Stunts, raffinierten Tricks und tollen Effekten.
Samstag: 14.00 / 16.30 / 19.00 Uhr
Sonntag: 13.00 / 15.30 Uhr

Sternreiterparty mit der Gruppe „Hideaway“
nur Samstag: 20.00 Uhr

Große Sternreiterparade
Sonntag: 10.00 Uhr, Meißner Straße am „Weißen Ross“

Der „Winnetou“ der Landesbühnen Sachsen überreicht die Friedenspfeife dem Reiter, der den weitesten Ritt nach Radebeul zurückgelegt hat.

Änderungen & Ergänzungen vorbehalten, Stand: 10.04.2002

weitere Infos & Kontakt: www.karl-may-fest.de

Wiener May-Wochenende mit Marie Versini, Kino-Aufführung und breitgefächertem Programm

Unter dem Motto "May-nungsaustausch – DAS Wiener Karl-May-Wochenende?" lädt der Karl-May-Club Österreich vom 21. bis 23. September 2018 zu einem Treffen ins Hotel Ibis in Wien-Mariahilf. Das vorläufige Tagungsprogramm, das der Club kürzlich vorstellte, hat es in sich: Es enthält Beiträge nahezu aus dem gesamten Karl-May-Kosmos: So sind sowohl Karl Mays Werk als auch Film und Bühne vertrteten. Aus Frankreich hat Film-Nscho-tschi Marie Versini ihr Kommen angekündigt. "Ein Vortrag würdigt ihr Wirken in Film und Theater, und vielleicht noch unbekannte Details aus ihrem Leben werden wir im Rahmen eines Interviews, das der bekannte ORF-Journalist Walter Gellert mit ihr führen wird, erfahren", so Elisabeth Kolb und Hubert Havlicek aus dem Vorstand des Karl-May-Clubs. "Natürlich darf auch ein Film nicht fehlen", verraten die beiden, "wir werden am Freitag, 21.9.2018, im ältesten Kino Wiens – in den Breitenseer Lichtspielen – ‚Winnetou 1. Teil" mit Marie Versini in der Rolle von Winnetous Schwester erleben".
Darüber hinaus sind Vorträge zu den noch frischen Karl-May-Freilichtspielen in Engelberg (Schweiz) von Elmar Elbs, zu Marie Versini (Referent: Peter Baldia), "Exlibris und Karl May" (Joachim Klarner), "konfuzianische Spuren bei Karl May" (Volker Zotz) und ein Heurigenabend geplant. Weitere Themen: "Wie ‚Karl May‘ auf die Ikone kam" (Sr. Mirjam Dinkelbach) und "Den Tod der meisten verschuldete der bekannte Buffalo Bill" (Lorenz Hunziker). Den Eröffnungsvortrag hält Katharina Maier: „Von Grünen Männern und Wildweibchen – Mensch und Natur bei Karl May“.
Weitere Informationen und eine Anmeldungsmöglichkeit sind unter www.kmcoe.at zu finden.

Wiedereröffnung des Karl-May-Hauses

Am 31. August 2014 hatten Karl-May-Freunde die vorerst letzte Chance, das schmale Weberhaus in Hohenstein-Ernstthal, in dem der Autor 1842 geboren war, zu besichtigen. Anschließend begannen die aufwendigen Umbau- und Restaurierungsarbeiten am Karl-May-Haus. Neben der Sanierung des Gebäudes fand auch eine komplette Überarbeitung der Ausstellung zu Karl Mays Leben und Werk statt. Am 29./30. Mai 2015 findet nun die Wiedereröffnung zu freiem Eintritt statt.

Wieder 92 Seiten voller Informationen rund um Karl May

Der Karl-May-Spiel-Sommer läuft trotz eher mäßigen Wetters auf vollen Touren, und auch die neueste Ausgabe von KARL MAY & Co. (Heft 3/07) widmet sich in mehreren Berichten den Umsetzungen von Karl Mays Werken auf den deutschsprachigen Freilichtbühnen. Im Focus steht eine Premiere der besonderen Art: In Bad Segeberg gab nach dem Ende des 15-jährigen Engagements von Gojko Mitic der 38-jährige Erol Sander in ‚Winnetou I‘ einen erfolgreichen Einstand als Deutschlands berühmtester Apache.
Darüber hinaus berichtet das Karl-May-Magazin von der diesjährigen Inszenierung von ‚Der Ölprinz‘ in Elspe und vom 20-jährigen Jubiläum der Karl-May-Spiele im österreichischen Gföhl.
Von besonderem Interesse für die Fans der Karl-May-Verfilmungen dürfte ein umfangreicher Bericht über die an den Original-Drehorten in Kroatien veranstaltete erste „Winnetou-Convention“ sein. Dass diese Filme auch nach über 40 Jahren noch so populär sind, verdanken sie wohl auch den Kompositionen Martin Böttchers, dessen 80. Geburtstag in der aktuellen Ausgabe gewürdigt wird.
Mit der bereits fünften Folge wird die Reihe über tschechische Karl-May-Ausgaben fortgeführt. Highlights sind zwei reizvolle Reproduktionen von Original-Gemälden des großartigen Illustrators Zdenek Burian aus dem Archiv des Karl-May-Verlags.
Außerdem werden die Artikel über „Groschenhefte und Karl May in der DDR“ sowie über Karl Mays Aufenthalt im Mena House Hotel in Kairo fortgesetzt – mit erstmals veröffentlichten Original-Dokumenten.

KARL MAY & Co. Nr. 109 (August 2007) enthält auf 92 Seiten u. a. Texte von Ekkehard Bartsch, Karl-Heinz Becker, Reiner Boller, Rolf Dernen, Peter Essenwein, Nicolas Finke, Werner Fleischer, Jenny Florstedt, Christian Heermann, Wolfgang Hermesmeier, Michael Kunz, Sven Margref, Reinhard Marheinecke, Ulrich Neumann, Gordon Piedesack, Stefan Schmatz, Hartmut Schmidt, Thomas Vogt und Rüdiger Wick.

Die neue KARL MAY & Co.-Ausgabe kann ab sofort über ‚KARL MAY & Co. Service‘ bestellt werden.

Wie Kara und Halef auf Sherlock Holmes trafen

Crossover-Projekte sind populär, Live-Hörspiele werden es auch immer mehr. Im Rahmen des Begleitprogramms zur Osnabrücker „Blutsbrüder“-Ausstellung gibt es am Samstag, 6. April, gleich beides auf einmal. Das Hörspielkollektiv PuzzleCat Entertainment präsentiert dort um 19 Uhr (Akzisehaus im Museumsquartier Osnabrück, Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro) seine Produktion „Der persische Pantoffel“ und erzählt darin, wie Arthur Conan Doyles legendärer Detektiv Sherlock Holmes dazu kam, seinen Tabak in einer solchen exotischen Fußbekleidung aufzubewahren: Als nämlich der verschrobene englische Lord Sir David Lindsay den guten Holmes in der Bakerstreet aufsucht, um ihn in einem recht exotischen Fall zu konsultieren, wird der Meisterdetektiv durch die Ausführungen des Lords an eine Begebenheit während seines unfreiwilligen Exils erinnert. 1893 trifft er in Persien am Hof des Schah-in-Schah auf den deutschen Reiseschriftsteller Kara Ben Nemsi und dessen Freund und Begleiter Hadschi Halef Omar. Gemeinsam kommen sie einer üblen Verschwörung auf die Spur, begegnen dem rätselhaften Geheimbund der Sillan und ein persischer Pantoffel liefert den entscheidenden Hinweis.
Nachdem die Autoren des „Magischen Orient“ Kara und Halef mit Jules Vernes Kapitän Nemo oder Rider Haggards Ayesha in Verbindung bringen, folgt hier nun die Begegnung mit einer anderen Ikone der internationalen Phantastik. Begleitend dazu ist eine Sonderpublikation der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft angekündigt – ein Beilagenheft zum The Baker Street Chronicle, der regelmäßig erscheinenden Hauptpublikation der DSHG – in der die zugrundeliegende Geschichte des Hörspiels als Erzählung abgedruckt sein wird, außerdem eine Hörspiel-CD-Publikation im selben Format wie die 2017 produzierte „Babel und Bibel“-CD. Initiator Peter Wayand: „Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Projekt als gemeinsame Kooperation/Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften nach außen darstellen können.“
Bereits am Mittwoch, 3. April 2019, findet zwischen 18 und 20 Uhr im Akzisehaus des Museumsquartiers Osnabrück ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Neuhaus (Universität Köln) unter dem Titel „Old Kara Ben Sherlock – Zur Geburt zweier Mythen aus den Niederungen der Rivialliteratur“ statt.

Weststaatler‘ treffen sich

Nach dem Ende der Festspiel-Saison wollen sich die ‚Weststaatler‘ wieder einmal in Köln treffen, und zwar am Samstag, den 26. Oktober 2002, um 19 Uhr. Wer Interesse hat, bei dem Treffen dabei zu sein, meldet sich bitte bis zum 21. Oktober bei der Redaktion an: redaktion@karl-may-magazin.de.

westernwelt.at mit Infos zur aktuellen Spielzeit

‚Karl Mays Westernwelt‘ Winzendorf, eine der drei österreichischen Karl-May-Festspielbühnen, präsentiert sich neuerdings auf einer neuen Website: westernwelt.at.

Neben Informationen zum Stück, Spielterminen und Preisen werden auch neue Attraktionen angekündigt, so zum Beispiel unter der Rubrik ‚Westernwelt on tour‘: ‚Der wilde Westen bei McDonald’s – Restaurant Breitenleerstraße im Gewerbepark Stadlau, 8. Juni 2002 von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Geplant ist weiterhin ein ‚KMWW-Internet-Club‘, in dem alle Fans und Interessierten der Festspiele regelmäßig mit Informationen und speziellen Angeboten versorgt werden sollen.

Die Premiere des ‚Schatz im Silbersee‘ (Buch: Hannes Graf) mit ‚Winnetou‘ Thomas Koziol (auch Regie) findet am 26. Juli 2002 statt.

nf

Western ohne Karl May

Mit viel Applaus endete am 17.02.2011 die lang erwartete Premiere von ‚Billy the Kid‘ in der Komödie im Schnoor in Bremen. Die beiden Schauspieler Joshy Peters (spielt in diesem Sommer in Bad Segeberg erneut den Old Shatterhand) und Götz Otto (spielte am Kalkberg in der Inszenierung ‚Die Felsenburg‘) verarbeiteten Michael Ondaatjes ‚Die gesammelten Werke von Billy the Kid‘ und eigene Texte auf einer im Western-Ambiente hergerichteten Bühne mit Hintergrundprojektionen zu einer szenischen Lesung. Sie präsentierten dabei keine klassische Handlung, sondern eine Collage aus Erzählungen von Zeitzeugen, Poesie, Mythen und historischen Texten. Gespielt wird noch bis zum 06. März 2011. Zum Abschluss bedankte sich die Theaterleitung bei den beiden Schauspielern mit Blumen und Steckenpferdchen, die sie zu einem zünftigen Abritt von der Bühne nutzten.

CH, CS
Foto: KARL MAY & Co./Hünseler

Werkbänke und Verletzungspech – Mörschied: „Der Geist des Llano Estacado“

Autor: Ines Nada
Seite(n): 67
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 146

Werbung für den Weg zum Glück – Unbekannte May-Abdrucke entdeckt (XXI)

Autor: Wolfgang Hermesmeier und Stefan Schmatz
Seite(n): 78-80
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 136

Werbung für Bad Segeberg

Der Filmpark Babelsberg in Potsdam widmet den Bad Segeberger Karl-May-Spielen zu ihrer 50. Saison eine umfangreiche Ausstellung. Gojko Mitic eröffnete die Ausstellung hoch zu Ross. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern wird mit Indianerzelten, Planwagen, Kutschen und historischen Waffen etwas Segeberger Wild-West-Atmosphäre geboten. Technisches Equipment aus den 60er-Jahren soll an die Geburtsstunde der Babelsberger Indianerfilme erinnern. Die Ausstellung ist bis 19. August täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
nf

Wer steckt hinter dem neuen Vorstand der Karl-May-Stiftung?

Die Karl-May-Stiftung ist seit Wochen für Schlagzeilen und Überraschungen gut – so auch an diesem Wochenende, an dem am vergangenen Samstag die Krisensitzung von Kuratorium und Vorstand der Stiftung stattfand. Und die Ergebnisse dieser Sitzung, die deutschlandweit mit Spannung erwartet und beobachtet wurde, haben es in sich: Fast der gesamte bisherige Vorstand wurde ausgetauscht, neue Kräfte stoßen auf alte Hasen. Dabei ist der Überraschungscoup vor allem die Verpflichtung von Léontine Meijer-van Mensch als Neuzugang im Vorstand, einer angesehenen, erfahrenen und gut vernetzten Museologin, die in den Vorstand das dringend benötigte Expertenwissen einbringt. Sehen wir uns die einzelnen Personen, die allesamt ehrenamtlich für die Stiftung im Einsatz sind bzw. sein werden, im Folgenden etwas genauer an. (mehr …)

Wer entscheidet am 27. Juni über die Zukunft der Karl-May-Stiftung?

Nach den Querelen um Karl-May-Stiftung und Karl-May-Museum soll eine Sitzung des Stiftungskuratoriums am 27. Juni in Radebeul Klarheit schaffen, welche Maßnahmen aus der derzeitigen Krise führen können. Der bisherige Museumsdirektor Dr. Christian Wacker hatte gekündigt und dies mit schwerwiegender Kritik am Vorstand der Stiftung verbunden. In Folge dessen hatte der Stiftungsvorstand Wacker wenige Wochen vor dessen Ausscheiden noch fristlos entlassen und an seine Stelle ausgerechnet den stasi-belasteten Vorvorgänger Wackers, René Wagner, gesetzt. Wagner war 2013 selbst gekündigt worden – unter anderem wegen fehlerhafter Geschäftsführung. Umso größer sind Irritation und Verwunderung in Karl-May-Szene und Belegschaft des Karl-May-Museums gleichermaßen. Zahlreiche Medien griffen die Radebeuler Krise auf, zuletzt forderte etwa der Kunstwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Brenne in einem Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung grundlegende Veränderungen der Struktur der Karl-May-Stiftung; Veränderungen, die aus seiner Sicht nötig seien, das Museum zukunftsfähig zu machen.

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Wer bietet mehr?

Nun scheint sich die jahrelange Diskussion um den literarischen Nachlass Karl Mays (KARL MAY & Co. berichtete) einigermaßen festgefahren zu haben. Man erinnert sich: Lothar Schmid, Seniorchef des Bamberger Karl-May-Verlages (KMV), hatte sich in der Vergangenheit bemüht, einen Käufer für die umfangreiche Sammlung von Manuskripten, Briefen und Notizen Mays zu finden. Es war Schmids Anliegen, den Nachlass nicht zu zerstückeln, sondern en bloc einer öffentlichen Institution zukommen zu lassen. Das letzte Gespräch mit dem Land Sachsen im Februar 2011scheiterte allerdings, genau so wie die vorangegangenen Verhandlungen, an den unterschiedliche Vorstellungen über den Wert der Sammlung. Jetzt wird von Karl-May-Freunden und -Institutionen befürchtet, dass das u.a. aus 10.000 Manuskriptseiten bestehende Konvolut, darunter der handschriftliche Text von „Winnetou IV“, auseinandergerissen und objektweise versteigert wird.

Die schon seit längerer Zeit befürchtete Zerstückelung des Nachlasses erhielt durch den Bericht „Karl Mays Nachlass wird aufgelöst“ der „Sächsischen Zeitung“ vom 22. Februar neue Nahrung. Das letzte Wort scheint aber noch nicht gesprochen zu sein. Gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) bezeichnete Schmid es nach wie vor als sein Lebensziel, dass der Nachlass nach Radebeul kommt.

rd / Foto: Karl-May-Verlag

Wenn der Vulkan ausbricht – Pressekonferenz in Elspe

Meterhohe Flammensäulen, Explosionen und durch die Luft fliegende Ölfässer – mit einem feuerstarken Finale haben die Karl-May-Spiele Elspe heute (23.06.2016) Pressevertretern einen Einblick in die neue Inszenierung gewährt. Zuvor konnten die Journalisten rund 20 Minuten aus dem Stück sehen, in dem mit Cheryl Baulig und Alexander Hanfland auch zwei neue Darsteller zum Einsatz kommen. Jean-Marc Birkholz reitet bereits in seine fünfte Winnetou-Saison in Elspe, diesmal erneut mit RTL-Unter uns-Darsteller Kai Noll als Old Shatterhand an seiner Seite. Moritz Bürkner spielt in seiner zweiten Spielzeit den indianischen Gegenspieler und darf dabei ein besonders interessantes, neues Kostüm tragen.
Besonders für langjährige Elspe-Fans dürfte die Vorankündigung der nächsten drei Stücke sein. So wird 2017 "Winnetou I" zu sehen sein (24. Juni bis 10. September), 2018 und 2019 folgen dann "Winnetou II" und "Winnetou III". "Winnetou II" stand zuletzt 1985 auf dem Programm und war seitdem nicht mehr zu sehen.
Premiere von "Im Tal des Todes" ist am 25. Juni, die Spielzeit geht bis zum 11. September. Hier gibt es eine Fotogalerie mit einigen Bilder aus der Pressevorführung.

Wenn der May im Regal verstaubt

Für ihr Zeitungsfeature ‚Winnetou lässt sich nicht unterkriegen, Karl May frisst Staub‘ erhalten die beiden Ulmer Journalisten Annika Völk (19) und Bernhard Hügler (33) den Dietrich Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen für junge Journalisten. Der mit 5000 Mark dotierte Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Die beiden hatten im Kulturteil der Südwest Presse ein Feature über Karl Mays Autobiographie und andere Bücher geschrieben, die seit zehn Jahren in der Neu-Ulmer Stadtbücherei darauf warten, auch einmal entliehen zu werden. Nach Ansicht der Juroren ist den Autoren das ‚paradoxe Kunststück‘ gelungen, mit Titeln, die bislang niemand lesen wollte, die Neugier auf Bücher zu wecken – und nicht zuletzt auch auf den Lese-Ort Bibliothek.

Den Preis werden die beiden Journalisten aus prominenter Hand erhalten – Bundespräsident Johannes Rau, als Schirmherr der Stiftung Lesen, wird der Verleihung beiwohnen. Diese findet am 14. Dezember im Haus der Presse in Berlin statt.

Der Preis für Print- und Online-Medien, der zusammen mit der Stiftung Presse-Haus NRZ erstmals ausgeschrieben wurde, ist mit insgesamt 10000 Mark dotiert. Benannt ist er nach dem im Jahr 2000 verstorbenen Publizisten Dietrich Oppenberg, dem Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen.

Quelle: Südwestpresse / eb
sm

Wenn bis Mitte Oktober kein Ausgleich gelingt, dann sind die Spiele gestorben‘

Die Karl-May-Festspiele in Weitensfeld/Gurktal (Kärnten/Österreich), die in diesem Jahr nach dem grundlegenden Wechsel der Intendanz, des Geschäftsführers und des Ensembles mit dem Stück ‚Old Shatterhand I‘ einen Neuanfang starteten, scheinen erneut vor dem Aus zu stehen. Unter dem Titel ‚Winnetou reitet in den finanziellen Untergang‘ veröffentlichte die ‚Kleine Zeitung‘ einen Artikel, der von einem Minus von 6 Millionen Schilling in der Festspielkasse berichtet.

‚Derzeit stellt sich für die Karl May Festspiel GmbH die Frage: Ausgleich oder Konkurs?‘, heißt es dort, weiterhin ist von ‚wahnwitzigen Managementfehlern‘ die Rede. Der Geschäftsführer Wolfgang Schlick hafte – wie weitere zehn Hauptgesellschafter und zwölf stille Gesellschafter – für insgesamt sechs Millionen Schilling an Außenständen. 3,8 Millionen Schilling seien in der vergangenen Saison eingespielt worden, derzeit warteten dennoch über 100 Lieferanten und Akteure auf ihr Geld. ‚Old Shatterhand‘ alias Charles Elkins habe als Hauptdarsteller keine Gage bekommen, Julia Kent denke zurzeit an eine Klage, Intendant Adi Peichl sei für seine Regie nur teilweise entlohnt worden. ‚Anscheinend sahen nur die Geld, die sich frühzeitig darum kümmerten‘, berichtete Monika Elkins, die für die Werbung der Spiele verantwortlich war.

Aus der Reihe der Gesellschafter sind deutliche Schuldzuweisungen zu hören: ‚Aus Schlamperei und Dummheit wurde Geld ausgegeben, das nicht da war. Mittlerweile haben wir die Buchhaltung in Ordnung gebracht. Strafrechtlich liegt nichts vor, bestätigt uns ein Sachverständiger‘. Der Geschäftsführer Wolfgang Schlick sei zudem ‚voll haftbar‘. Dieser hätte vor den Gesellschaftern immer behauptet, dass bereits 90 Prozent aller Forderungen abgedeckt seien. Deshalb fliege das Missmanagement erst jetzt auf.

Der Geschäftsführer Schlick sei weder für die Gesellschafter noch für die ‚Kleine Zeitung‘ erreichbar. Die Gesellschafter fordern Schlick jetzt auf, mindestens eine Million Schilling aus seinem Privatvermögen zu zahlen. Er soll so mithelfen, wenigstens einen Ausgleich zu schaffen. Es wäre der zweite seit Bestehen der Spiele. Mit Landesmitteln und einem weiteren Bankkredit hofft Gesellschafter Stark die Spiele retten zu können. ‚Wenn bis Mitte Oktober kein Ausgleich gelingt, dann sind die Spiele gestorben‘, so Stark.

nf/sw
Quelle: ‚Kleine Zeitung’/Philip Novak

Wenn aus dem Bösewicht ein Guter wird

Da Hauptdarsteller Norbert Braun (‚Old Firehand‘) zum zweiten Mal in dieser Saison wegen Dreharbeiten verhindert war, drehte sich am vergangenen Mittwoch erneut das Elsper Besetzungskarussell. Für Braun sprang der sonstige ‚Leflor‘ alias Rolf Schauerte (Foto ganz rechts, neben ‚Winnetou‘ Benjamin Armbruster) ein, den ‚Leflor‘ gab Geschäftsführer Jochen Bludau (64, Foto links). Bludau war 1958 der erste Elsper Winnetou und avancierte später zum langjährigen Old-Shatterhand-Darsteller an der Seite von ‚Winnetou‘ Pierre Brice. Bereits 1981 hatte sich Bludau in seiner ‚Im Tal des Todes‘-Inszenierung in der Rolle des Bösewichts ‚Leflor‘ versucht.

nf (Fotos: Finke)

Welturaufführung nach Karl May in Brandenburg

Ein etwas außergewöhnliches Bühnenstück nach Karl May feiert am 23. Juni 2005 vor den Toren Berlins seine Welturaufführung: Im Hof der erst kürzlich rekonstruierten Burg Ziesar (Brandenburg, siehe Abbildung) will ein neu gegründeter Theaterverein die Erzählung ‚Wildwasser‘ (enthalten in Band 69 der ‚Gesammelten Werke Karl Mays‘, ‚Ritter und Rebellen‘, was ein bearbeiteter Stoff aus Karl Mays ‚Der beiden Quitzows letzte Fahrten‘ ist) als Historienspektakel unter freiem Himmel auf die Bühne bringen. Insgesamt sind vier Vorstellungen (weitere am 24., 25. und 26. Juni) geplant.

Eine Geschichte um ‚kriegerische Auseinandersetzungen um Macht und Herrschaftsanspruch, Kriegslist und Gefangennahme, Hochmut und Kerker‘ solle in einer Theaterfassung des Autor und Comedian Michael Sens aufgeführt werden, kündigt der Verein an, ‚und zwischen all dem ein junges Paar, das sich zu guter Letzt mit der Kraft seiner Liebe über alle Intrigen und Ränkespiele hinwegsetzt‘.

Karl May hatte ‚das Städtchen Ziesar‘ und ‚dessen Schloß‘ ausdrücklich erwähnt, nachzulesen ist dies im elften Kapitel ‚Ein Leu im Käfige‘ des Bandes ‚Der beiden Quitzows letzte Fahrten‘.

Im Ensemble wirken u.a. Otto Kuhnle, Mario Ecard, Ulli Lohr, Lutz von Rosenberg-Lipinsky, Vincent Klisch, Gernot Frischling, Kai Eickermann, Sammy Tavalis und Nils Heinrich mit. Die weibliche Hauptrolle der ‚Marie‘ wird von Katharina Marquard gespielt. Der schon seit vielen Jahren auf Burg Ziesar ansässige Minnesänger Nikolai de Treskow soll das Spektakel präsentieren. Martin Debus (Hans-Otto-Theater Potsdam) führt Regie. Den Soundtrack des Stückes liefert Manne Pokrandt (Engerling Bluesband). Weitere Informationen: www.burgtheater-ziesar.de

nf
(Abbildung: Stadt Ziesar)

Weitere Absagen

In den letzten Tagen hatten bereits die Karl-May-Spiele Bad Segeberg und das Elspe Festival ihre Aufführungen von "Der Ölprinz" für 2020 abgesagt und auf das nächste Jahr verschoben. Mittlerweile kommen immer mehr Absagen von Veranstaltern. Daher sammeln wir diese Absagen und Verschiebungen rund um Karl May in diesem Artikel.
Karl-May-Spiele

  • Karl-May-Spiele Bad Segeberg
    verschoben auf 2021
  • Karl-May-Spiele Elspe
    verschoben auf 2021
  • Karl-May-Spiele Bischofswerda
    Absage der Saison 2020
  • Winnetou-Spiele Wagram
    verschoben auf 2021
  • tbc

Weitere Veranstaltungen

  • Karl-May-Festtage Radebeul
    verschoben auf 14. bis 16. Mai 2021
  • Der Lößnitzgrund ruft
    verschoben auf 2021, kein Termin bekannt
  • tbc

Wechsel am Kalkberg: Jochen Horst statt Karsten Speck

Aufkommende Rückenbeschwerden beim Reittraining haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht: Karsten Speck kann in diesem Sommer nicht am Kalkberg reiten. Der 57-jährige hat sein Engagement noch vor Probenbeginn gecancelt. Stattdessen hat die Kalkberg GmbH nun den früheren "Balko"-Darsteller Jochen Horst (56) als Gangster Harry Melton geholt. 
„Eine skrupellose Figur wie den Harry Melton zu spielen, macht besonders großen Spaß“, wird Horst in einer Pressemitteilung zitiert. „Eins kann ich versprechen: Ich werde Winnetou und Old Shatterhand das Leben so schwer wie möglich machen.“

Was lief denn da? Karl Mays Helden im Anzeigenteil – Werbung für die Karl-May-Filme in Tageszeitungen, Teil 3

Autor: Dirk Brüderle
Seite(n): 92-95
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 159

Was lief denn da? – Karl Mays Helden im Anzeigenteil – Werbung für die Karl-May-Filme in Tageszeitungen, Teil 4

Was haben Tokio Hotel und Winnetou gemeinsam?‘

Die Jugendzeitschrift ‚BRAVO‘ feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag (KARL MAY & Co. berichtete). Wie der offiziellen Internet-Präsentation zum ‚BRAVO‘-Jubiläum zu entnehmen ist, findet am 21. Oktober 2006 in der Hamburger Color Line Arena eine große TV-Gala ’50 Jahre BRAVO‘ statt, zu der ‚hochkarätige Talkgäste‘ erwartet werden. Im Vorfeld der Gala wird ProSieben die gleichnamige fünfteilige Dokumentation (ab September 2006) zeigen.

Nachdem bereits das Berliner Archiv für Jugendkulturen ein Buch zum ‚BRAVO‘-Jubiläum vorgelegt hat (siehe KARL MAY & Co. Nr. 102; der Band enthält den Beitrag ‚Goldader Winnetou: BRAVO und die Karl-May-Filmwelle‘ von KARL MAY & Co.-Autor Karl-Heinz Becker), folgt am 26. August 2006 in der ‚Collection Rolf Heyne‘ ‚BRAVO 1956 – 2006. 50 Jahre BRAVO – Der offizielle Bildband zum 50. Geburtstag von Europas größter Jugendzeitschrift‘ (siehe Abbildung), herausgegeben von Teddy Hoersch. Unter dem Motto ‚Was haben Tokio Hotel und Winnetou gemeinsam?‘ sollen in dem großzügig ausgestatteten Band (784 Seiten, 25 x 29 cm, gebunden, mit Schutzumschlag, durchgehend vierfarbig, ISBN 3-89910-307-6, 58,00 Euro/60,00 Euro in Österreich/98,00 sFr) ‚Geschichten von Elvis, den Beatles und den Stones, von Winnetou, den Starschnitten und der Fotolovestory, von ABBA und Nena, Madonna und Take That, von Rock’n’Roll, Beat und Pop, von Mini-Rock, Schlaghosen und Popper-Look, von freier Liebe und Verhütung nach Dr. Sommer-Anleitung‘ erzählt werden, ergänzt um ‚berühmte Bilder, bisher unveröffentlichte Raritäten, Anekdoten, Analysen und Erinnerungen aus erster Hand von all jenen, die als Künstler ihre Zeit geprägt haben‘.

Die erfolgreiche Karl-May-Filmwelle der Sechzigerjahre wurde von der ‚BRAVO‘ mit umfangreichen Berichten zu den so genannten ‚Karl-May-Stars‘ – vor allem Pierre Brice und Lex Barker, Marie Versini und Götz George – begleitet. Winnetou war in dem populären Blatt auch dann noch ein Thema, als Karl May die Kinokassen schon längst nicht mehr klingeln ließ. So hielt die Berichterstattung zu Pierre Brice und Lex Barker bis in die Siebzigerjahre an. Als Pierre Brice 1976 sein Comeback bei den Karl-May-Festspielen in Elspe feierte und drei Jahre später die Fernsehserie ‚Mein Freund Winnetou‘ entstand, war ‚BRAVO‘ mit dabei. Selbst der gescheiterten ‚Winnetou‘-Tournee, die ein großes Ensemble 1982 und 1983 in europäische Städte führen sollte, widmete die BRAVO noch ein Titelbild, über die Karl-May-Bühne in Elspe wurde noch 1984 berichtet.

34 Mal zierte Pierre Brice die Titelseite der ‚BRAVO‘ – nur Britney Spears und die Beatles, die Backstreet Boys, Elvis Presley und David Hasselhoff gab es häufiger. Die ‚BRAVO‘-Leser bedachten in den Sechziger- und Siebzigerjahren Pierre Brice mit neun ‚Goldenen Ottos‘ (‚BRAVO‘-Rekord bis heute), zwölf ‚Ottos‘ erhielt der Franzose insgesamt.

Veranstaltungshinweise: Noch bis zum 14. September 2006 ist die Ausstellung ’50 Jahre BRAVO‘ des Archivs für Jugendkulturen im Westfalenpark Dortmund zu besichtigen. Vom 2. September bis zum 29. Oktober 2006 wird die Schau (400 qm Ausstellungsfläche auf zwei Etagen, ca. 300 Exponate aus der Zeit von 1956 bis 2006) im Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen gezeigt.

KARL MAY & Co. wird in seiner nächsten Ausgabe das ‚BRAVO‘-Jubiläum und das Thema “Karl-May-Stars‘ in der BRAVO‘ noch einmal aufgreifen (siehe hierzu auch KARL MAY & Co. Nr. 41, 55, 101 und 102).

Weiterführende Links:

nf

Warum geht man hin?‘

Doktorarbeiten zu Karl Mays Leben und Werk sind inzwischen nichts mehr Neues (Heinz Stolte war der erste, der – 1936 – eine Dissertation über Karl May schrieb), jene über Karl-May-Festspiele hingegen schon. Dana Weber, die zurzeit an der Indiana University in Bloomington im US-Bundesstaat Illinois Germanistik und Folklore studiert, möchte über die deutschen Karl-May-Festivals promovieren. Der Arbeitstitel ihres ungewöhnlichen Themas: ‚Retrieving Germany Via the Wild West: The German Karl-May-Festivals‘.

‚In erster Linie interessiert mich, was das Publikum der Festivals denkt und fühlt‘, sagt die in Rumänien geborene 35-Jährige und fragt: ‚Warum geht man hin? Welchen persönlichen Interessen oder Sehnsüchten kommen diese Festivals entgegen? Verursachen Sie eine gewisse Form von temporärem Identitätsgefühl?‘. Was die Festspiele betrifft, möchte Weber in erster Linie ‚die Gründe für ihren Erfolg – aus der Sicht des Publikums – eruieren‘. Aus amerikanischer Sicht wäre es, so die Studentin, ‚interessant herauszufinden, was Indianer von hier über die Vorgänge in Deutschland denken‘.

Dabei hat Weber offenbar das Interesse eines ihrer Professoren geweckt: Wesley Thomas ist Navajo und kennt die Festspiele in Elspe oder Bad Segeberg (‚Er weiß es nicht mehr genau‘) von einem eigenen Besuch. Derzeit bewerbe sich Weber parallel zu ihren Recherchen um ein Stipendium, um vor Ort so genanntes ‚fieldwork‘ realisieren zu können.

Bereits im August 2006 berichtete KARL MAY & Co. (siehe die News-Meldung vom 31.08.2006) von dem umfangreichen Forschungsvorhaben der in Italien lebenden US-amerikanischen Schriftstellerin und Journalistin Ruth Ellen Gruber, die 2006 von der namhaften ‚John Simon Guggenheim Memorial Foundation‘ ein Forschungsstipendium erhalten hatte. Grubers Thema: ‚Sauerkraut Cowboys, Indian Dreams: Imaginary Wild Wests in Contemporary Europe‘, die Erforschung der Vorstellung des amerikanischen Wilden Westens im zeitgenössischen Europa.

Foto: Wildwest-Romantik auf Freilichtbühnen – wie hier bei den Karl-May-Festspielen in Weitensfeld (Kärnten, Österreich; Szene aus dem Stück ‚Der Schatz im Silbersee‘ mit Winnetou und Old Shatterhand, dargestellt von Okitay Duanay und Kurt Allmer) oder in mehr als zehn weiteren Orten im deutschsprachigen Raum.

sm/nf
Foto: Karl-May-Festspiele Weitensfeld

Wanted: Banditen gesucht

Die Landesbühnen Sachsen, die am 9. Juni 2001 auf der Felsenbühne Rathen mit ‚Winnetou III‘ eine neue Uraufführung feiern, suchen noch dringend Komparsen für Banditenrollen.

Männer, die sportlich gut trainiert sind und im Sommer viel Zeit haben, werden für die Komparserie der Landesbühnen Sachsen gesucht. Im Stück sind vor allem einige Positionen als Banditen noch offen, da einige Mitspieler ausscheiden mussten.

Die Bewerber sollten über 18 Jahre alt sein und eventuell schon einige Erfahrungen mit dem Theater gesammelt haben.

Die Interessenten sollen sich schriftlich (formlos) beim Leiter der Komparserie, Falk Schneider, Landesbühnen Sachsen, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, melden. Die Proben haben bereits begonnen. nic

Mittlerweile wurde die genaue Besetzungsliste von Olaf Hörbes ‚Winnetou III‘ bekannt gegeben:

Winnetou: Jean-Marc Birkholz
Old Shatterhand: Jürgen Haase
Sam Hawkens: Holger Fuchs
Santer: Thomas Förster
Capitano: Tom Hantschel
Gates: Matthias Noell
Don Fernando: Stefan Bergel
Senora Eulalia: Ursula Schucht
Senorita Alma: Astrid Maus
Colonel Rudge: Peter Mohr
Fred Walker, ein Scout: Alexander Klepzig
Ohlers: Michael Heuser
Tangua, Kiowa-Häupling: Matthias Henkel
Pida, sein Sohn: Marco Schiedt
Hillmann, Helldorf-Siedler: Michael Heuser

Wann die Bühne endlich ihre Premiere erlebt, bleibt ungewiss

Einmal jährlich ist es soweit: Dann ändert der Webmaster von karl-may-buehne.de die Datierung der ‚geplanten Erstaufführung‘ dahingehend, dass zur aktuellen Jahreszahl eine eins addiert wird. Im Moment wird die geplante Erstaufführung für das Jahr 2003 angekündigt – doch das muss nichts heißen. Denn die ‚Karl-May-Bühne am Silbersee‘ wird mittlerweile seit Beginn der 90er-Jahre nach den großen Vorbildern Bad Segeberg oder Ralswiek geplant. Wird, was lange währt, endlich gut?

Interessierten bietet die Website seit kurzer Zeit zusätzlich die Möglichkeit, den genauen Plan des Bühnengeländes am Stausee Oberwald in Hohenstein-Ernstthal zu betrachten.

Wann die ersten Indianer über die Bühne am ‚Silbersee‘ reiten werden, bleibt nach wie vor ungewiss.

nf / Quelle: karl-may-buehne.de

Waldröschen & Co.

Erneut bringt Weltbild Karl Mays Kolportage-Romane im Neusatz, der heutigen Rechtschreibung angepasst, heraus. Erneut deswegen, weil ebenso wie die bisherige Weltbild-Ausgabe der frühen Fortsetzungsromane von Karl May auch diese Edition leider nicht auf der Erstausgabe basiert, sondern auf der zwischen 1901 und 1906 erschienenen Münchmeyer/Fischer-Ausgabe, der auch die Illustrationen der Bände entnommen sind. Diese ursprünglich schwarzweißen Bilder wurden für die neue Ausgabe nachkoloriert. Die Reihe beginnt mit dem ersten Band der Erzählung ‚Waldröschen‘ mit dem Titel ‚Die Tochter des Granden‘. Zur Edition gehört ein Materialienband mit Beiträgen von Siegried Augustin und Heinrich Pleticha, die auch an früheren Weltbild-Ausgaben beteiligt waren. Genauere Informationen finden sich auf weltbild.de.

rd / Abbildungen: Weltbild

Vorstellung der neuen Segeberger Gaststars

Die Karl-May-Spiele Bad Segeberg stellten heute mittag bei strahlend-schönem Wetter ihre diesjährigen Gaststars der Inszenierung ‚Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers‘ vor. Hoch zu Ross ritten Patrick Bach (35) und Tanja Szewczenko (26) vor den Augen zahlreich erschienener Medienvertreter ins ‚Indian Village‘ am Rande des Freilichttheaters am Kalkberg.

Patrick Bach, der zu Beginn der 80er-Jahre als ‚Silas‘ und ‚Jack Holborn‘ in ZDF-Serien begeisterte und nun als Sohn des Bärenjägers auftritt, betonte, dass er schon immer Theater spielen wollte und mit den Karl-May-Filmen groß geworden sei (‚Bei ‚Winnetou III‘ habe ich geheult‘). Karl May selbst habe er noch nicht gelesen, dafür sei er mit 5 Jahren bereits einmal als Zuschauer bei den Karl-May-Spielen gewesen. Er freue sich auf den direkten Kontakt mit dem Publikum und auf körperliche Herausforderungen, die er sich von den Karl-May-Spielen verspreche.

Auch Tanja Szewczenko, die eigens für den Segeberger Sommer aus der RTL-Sopa ‚Unter uns‘ ‚herausgeschrieben‘ wird, freut sich nach eigenen Angaben auf einen schönen Sommer. Für Bad Segeberg nehme sie nun Reitstunden, außerdem habe sie das Buch ‚Unter Geiern‘ verschlungen, als ihre Verpflichtung feststand. Szewczenko spielt in Bad Segeberg die ‚attraktive Wildwest-Reporterin‘ Mary-Lou Carson, bei der es sich, wie Autor Michael Stamp am Rande der Pressekonferenz unterstrich, um keine Komikerin handele.

Die diesjährigen Karl-May-Spiele starten am 26. Juni. Bis zum 5. September sind wieder 72 Vorstellungen vorgesehen.

nf/rm (Foto & Text)

Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft starb mit 65

Wie der Geschäftsführer der Karl-May-Gesellschaft Hans Grunert mitteilte, ist der Vorsitzende der Karl-May-Gesellschaft, Prof. Dr. Reinhold Wolff, am 10. November 2006 infolge eines Herzinfarkts im 65. Lebensjahr verstorben.

Wolff (Foto), geboren 1941, studierte Altphilologie, Romanistik, Germanistik und Komparatistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Bordeaux. Er promovierte 1970 über ‚Die Ästhetisierung aufklärerischer Tabukritik bei Montesquieu und Rousseau‘. Seit 1982 lehrte er bis zu seinem Ruhestand Literaturwissenschaft (Schwerpunkt: ‚Theorie der Literatur‘) an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft (KMG) war er seit 1999.

In KARL MAY & Co. Nr. 96 (Mai 2004) erschien ein umfangreiches Interview mit Prof. Dr. Wolff, das Jenny Florstedt mit dem damaligen KMG-Vorsitzenden führte. Darin äußerte er sich über Karl May: ‚Er ist mir ein Autor, den ich in verschiedenen Lebensphasen aus immer anderen Gründen immer wieder gelesen habe, und der mich, je älter ich werde, umso mehr fasziniert‘.

Ein Online-Kondolenzbuch ist unter www.reinhold-wolff.de/kondolenzbuch.html zu finden.

nf
Foto: Heermann

Vorschau: 35 Jahre KARL MAY & Co.

2019 feiert KARL MAY & Co. 35-jähriges Bestehen, außerdem wird der Herausgeber des Magazins, der Mescalero e.V., 25 Jahre alt. Aus diesem Anlass veranstaltet KARL MAY & Co. nach den Jubiläumsfesten der Jahre 2004, 2009 und 2014 abermals eine Feier: Am Samstagabend, 7. September 2019 (nicht 2018), findet sie im legendären Saloon des Elspe Festivals statt. Es handelt sich um das vorletzte Spielwochenende der Inszenierung „Winnetous letzter Kampf“, die die Karl-May-Festspiele Elspe 2019 zeigen. Die Details zur Jubiläumsveranstaltung geben wir im Herbst bekannt, dann startet auch der Kartenvorverkauf. Bitte vormerken!

Vorleser der Nation‘ gestorben

Der Schauspieler und Sprecher Gert Westphal ist tot. Der ‚Vorleser der Nation‘, wie er oft genannt wurde, starb im Alter von 82 Jahren in einer Züricher Klinik an Krebs. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seiner Interpretationsfähigkeit nahm er seit den 60er Jahren mehr als 200 Texte der Weltliteratur auf. Mit sonorer, wandlungsfähiger Stimme, mit eigenem Rhythmus machte er Bilder hörbar und faszinierte über Stunden große Auditorien.

Noch im hohen Alter veranstaltete Westphal viele Lesungen. Die Palette seiner zahlreichen Rundfunklesungen und Plattenaufnahmen sucht ihresgleichen. Westphal las alle deutschen Klassiker wie Theodor Fontane, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Hermann Hesse und die Mann-Brüder. Seine große Liebe galt dabei dem Schriftsteller Thomas Mann. Weiter bearbeitete er Rainer-Maria Rilke, Oscar Wilde, Tolstoi, John Steinbeck und Jean Anouilh für den Hörfunk.

Den Karl-May-Fans ist er vor allem durch seine 1992 bei der Deutschen Grammophon erschienene und hochgelobte Hörbuch-Adaption von ‚Der Schatz im Silbersee‘ bekannt geworden.

Westphal wurde am 5. Oktober 1920 als Sohn eines Direktors einer Treibriemenfabrik in Dresden geboren. Seine Laufbahn als Schauspieler und Regisseur begann er nach dem Krieg bei den Bremer Kammerspielen. Ab 1948 leitete er die Hörspielabteilung bei Radio Bremen. Parallel inszenierte er an Theatern in Hamburg, Stuttgart und Zürich.

Beim Südwestfunk in Baden-Baden, wo er von 1953 bis 1959 tätig war, stellte eine Begegnung mit Filmregisseur Max Ophüls die Weichen für seine weitere Karriere. Dieser regte ihn zur Aufnahme jener epischen Hörspielproduktionen an, die zu Westphals Markenzeichen wurden. Zum vielbeachteten Vorleser wurde Westphal 1963. An 28 Abenden trug er im Norddeutschen Rundfunk die Josefsromane von Thomas Mann vor. Der Erfolg war so durchschlagend, dass der Verlag daraufhin eine Taschenbuchausgabe der Bücher herausgab.

Westphals Werk wurde vielfach mit Auszeichnungen gewürdigt, darunter mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Deutschen Schallplattenpreis. Der Schweizer Kanton Zürich, wo er seit den 60er Jahren lebte, ehrte ihn mit seinem Literaturpreis. Westphal hatte auch die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen.

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Quelle: www.tagesschau.de

Vorgesehene Neuerscheinungen zu Karl May in den nächsten Monaten

KARL MAY & Co. hat im Folgenden eine Übersicht über ausgewählte Buch-Neuerscheinungen der nächsten Monate zusammengestellt. Dies erwartet die Karl-May-Freunde 2007 unter anderem:

  • ‚Alles über Karl May. Ein Sammelsurium von A bis Z‘ heißt ein für Februar 2007 angekündigter Titel von Rolf-Bernhard Essig und Gudrun Schury (Aufbau Taschenbuch, ISBN 3-7466-2313-8, 7,95 Euro, 288 Seiten, Broschur). Dabei handelt es sich, wie der Aufbau-Verlag jetzt mitteilte, um eine überarbeitete Neuauflage des 1999 bei Reclam veröffentlichten ‚Karl-May-ABC‘. In der aktuellen Ankündigung des Verlags heißt es: ‚In Stichwörtern wie Autogrammkarten, Blutvergießen, Haschisch, Jägermeister, Kurdistan, Martern aller Art, Notdurft und Winnetou V entwirft dieses amüsante Buch ein höchst schillerndes Panorama der Karl Mayschen Welten‘. Weitere Informationen (und das vorgesehene Deckelbild) unter: http://www.aufbau-verlag.de/index.php4?page=28&&show=16763
  • Für 2007 ist die Veröffentlichung von Gustavo Rojos Biografie ‚Abenteuer von Tarzan bis Winnetou‘ von Reiner Boller geplant. Rojo wirkte in zahlreichen Karl-May-Filmen der 1960er-Jahre mit (u. a. Ahmed El Corda in ‚Durchs wilde Kurdistan‘) und stand 1966 und 1968 bei zwei Karl-May-Festivals als Winnetou auf der Bühne der Berliner Deutschlandhalle (siehe hierzu den Beitrag in KARL MAY & Co. Nr. 101 und das Interview mit Gustavo Rojo in Nr. 98). Zurzeit steht der 83-Jährige übrigens im Westen Mexikos für die Telenovela ‚Destilando Amor‘ vor der Kamera.
  • ‚Spurensuche‘ lautet der Arbeitstitel eines Sammelbandes mit drei neuen Winnetou- und Kara-Ben-Nemsi-Geschichten von Jutta Laroche, Rolf Dernen und Reinhard Marheinecke. Das Buch soll im Frühjahr 2007 im Hamburger Verlag von Reinhard Marheinecke erscheinen. In Jutta Laroches Geschichte mit dem Titel ‚Der Fall Henry Wheeler‘ soll es um einen unschuldig Verurteilten und um ein gleichnamiges Buch gehen – ‚wenn man so will, eine Kriminal- bzw. eine Familiengeschichte‘, so die Autorin. Old Shatterhand und Winnetou kommen dem Fall getrennt auf die Spur und lösen das Rätsel gemeinsam; die Autorin hat ihren Text dabei so konzipiert, dass beide Helden abwechselnd aus der jeweiligen Ich-Perspektive heraus erzählen. In Marheineckes Winnetou-Story rettet der Apache ein Indianer-Mädchen aus den Händen von weißen Halunken und will einen Krieg zwischen den Piegan und den Snake verhindern, und Rolf Dernen will den Leser in einer Geschichte mit Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar und Emery Bothwell in den Sudan entführen. Dabei soll es unter anderem um die Großwildjagd und die Sklaverei gehen.

    2007 soll in Marheineckes Verlag auch eine Neuauflage von ‚Winnetous Testament, Band 1: ‚Winnetous Kindheit“ in einer verbesserten, leicht erweiterten Fassung und neuer Rechtschreibung erscheinen, zudem in der ‚Roten Reihe‘ der Titel ‚Entscheidung am Silbersee‘ (Herbst 2007) sowie für Freunde der Karl-May-Spiele der Band ‚Am Fuße des Kalkberges – Das Bad Segeberger Karl-May-Spektakel in den 1980er-Jahren. Eine Retrospektive‘ von Nicolas Finke und Reinhard Marheinecke (KARL MAY & Co. berichtete). Weitere Informationen: http://www.marheinecke-verlag.de

  • Der Karl-May-Verlag Bamberg · Radebeul kündigte für 2007 die Veröffentlichung dieser neuen Titel an:
    – ‚Ardistan und Dschinnistan II. Kritische Ausgabe nach den Manuskripten‘ (ISBN 3-7802-0651-X, 49,00 Euro; erscheint voraussichtlich März 2007), herausgegeben von Hans Wollschläger,
    ‚An der Quelle des Löwen. Jagdgeschichten von Karl May‘ (480 Seiten, ISBN 378020178X, erscheint voraussichtlich im März 2007), herausgegeben von Karlheinz Eckardt,
    – ‚Traumwelten – Bilder zum Werk Karl Mays. Band II: Illustratoren und ihre Arbeiten 1913 bis 1930′ (ISBN 3780201674, 39,90 Euro, erscheint voraussichtlich im März 2007) von Wolfgang Hermesmeier und Stefan Schmatz.

    Letztgenannter Band soll die viel beachtete ‚Traumwelten‘-Reihe nicht abschließen. Vorgesehen ist ‚ein Kompendium der Karl-May-Illustratoren in drei Bänden‘, der dritte Band soll Künstler ab 1931 bis in die Gegenwart berücksichtigen. Weitere Informationen zu den Veröffentlichungen des Karl-May-Verlags: http://www.karl-may.de

  • Bei dtv soll im August 2007 der Titel ‚Vorsicht ist in keiner Lage überflüssig. Lebensweisheiten. Von Karl May‘ erscheinen (broschiert, 160 Seiten, ISBN 3423135883, 7,50 Euro).
  • Im Hansa-Verlag, Husum, wo 2007 natürlich auch ein neues Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft erscheinen wird, soll im kommenden Frühjahr auch der Titel ‚Der Traum eines Gefangenen. Justizgeschichten im Werk Karl Mays‘ (ISBN 3-920421-95-7, 14,95 Euro, 272 Seiten broschiert) veröffentlicht werden. In der Ankündigung heißt es: ‚Karl May kannte die Enge, die Dunkelheit und das Eingemauertsein in einer Zelle, denn er verbrachte wegen zahlreicher Eigentumsdelikte lange Jahre in Gefängnissen. Nicht von ungefähr kommt es in seinem Werk zu einer Vielzahl von Betrügereien und Diebstählen, von skurrilen Gerichtsverhandlungen und Gefangennahmen, in denen sich die eigenen leidvollen Erfahrungen widerspiegeln. Es wimmelt von Spurenelementen des eigenen kriminellen Vorlebens. Damit unterscheidet sich die literarische Verarbeitung in Mays Romanwerk von seinen autobiografischen Schriften‘. Weitere Informationen (und die Titel-Abbildung) unter: http://www.hansa-verlag.de

nf

Voraussetzungen seien nicht gegeben

Das Karl-May-Filmfest findet auch 2009 nicht statt. Dies teilte jetzt auf Anfrage Thomas Winkler, langjähriger Co-Organisator des zuletzt 2007 veranstalteten Fan-Treffens, mit. Im vergangenen Sommer, als sich einige hartgesottene Fans und treue Besucher der langjährigen Veranstaltungsreihe in Bad Segeberg getroffen hatten, hatte es noch geheißen, ein Fest solle es geben, sofern gewisse Voraussetzungen gegeben seien. Dies sei allerdings nicht der Fall, so Winkler – ‚wir basteln jedoch an einem Archivtag‘. Thomas Winkler gehört zum Team des Göttinger Karl-May-Archivs und hatte die Feste zwischen 1993 und 2007 stets im Duo mit Archiv-Geschäftsführer Michael Petzel durchgeführt.

Zum Hintergrund: Eine Voraussetzung zur Fortführung der Veranstaltungsreihe wäre das intensive Engagement weiterer Karl-May-Freunde bei der Planung, Finanzierung und Durchführung eines neuen Festes gewesen. Hier konnte offenbar an erste Absichtserklärungen nicht angeknüpft werden.

Veranstaltungen und Treffpunkte wird es aber auch 2009 wieder für Karl-May-Fans jeglicher Couleur geben – so u.a. die Fest-Veranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens von KARL MAY & Co. am 23. Mai 2009 in Radebeul. Erste ausführlichere Informationen hierzu werden in der nächsten Ausgabe von KARL MAY & Co. veröffentlicht.

nf
Foto: KARL MAY & Co./Finke

Vor 50 Jahren fanden die ersten Karl-May-Festspiele in Elspe statt

Das Elspe Festival feiert mit der diesjährigen Spielzeit sein Jubiläum ’50 Jahre Karl-May-Spiele Elspe‘. Dies ist nicht ganz richtig: Zwar fanden vor 50 Jahren die ersten Karl-May-Aufführungen im sauerländischen Elspe statt, doch nach drei Karl-May-Spielzeiten ‚Winnetou‘ (1958), ‚Der Schatz im Silbersee‘ (1959) und ‚In den Schluchten des Balkan‘ (1960) legten die Elsper eine dreijährige Karl-May-Pause ein. Erst seit 1964 spielt man in Elspe Jahr für Jahr Karl-May-Stücke, in diesem Jahr ‚Unter Geiern‘ (Premiere: 18. Juni 2008). Eine Attraktion ist der im Stück mitwirkende Geier ‚Leonardo da Vinci‘, der Sir David Lindsay (Detlef Heydorn) aus den Händen der Ganoven befreien wird, indem er sich auf zwei Gangster stürzt.

Wie das Elspe Festival mitteilte, gibt es im diesjährigen ‚Jubiläumsjahr‘ auf dem Gelände eine große Ausstellung zur Geschichte der Festspiele. So wurden dort zum Beispiel Kulissen aus Inszenierungen wie ‚Der Ölprinz‘ oder ‚Im Tal des Todes‘ aufgebaut. Auf acht Bildschirmen sollen Szenen aus vergangenen Jahren gezeigt werden. Und: ‚Allein die Auffahrt zu den Spielen wird zum Erlebnisparcours. Der Eingangsbereich wird völlig neu gestaltet‘, heißt es.

KARL MAY & Co. widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe Nr. 112, die in Kürze erscheint, mit einer Titelgeschichte den Elsper Karl-May-Festspielen und nimmt die 50 Jahre zurückliegenden ersten Karl-May-Aufführungen in Elspe zum Anlass für einen 12-seitigen Rückblick. Das Titelbild der 112. KARL MAY & Co.-Ausgabe ziert erstmals wieder seit dem Jahr 2000 Benjamin Armbruster, der den Elsper Winnetou seit 1990 spielt und eventuell in diesem Jahr seine letzte Spielzeit als Apachenhäuptling absolvieren könnte.

nf
Abbildung: Winnetou (Benjamin Armbruster), Old Surehand (Rolf Schauerte) und eine Falknerin mit dem Geier ‚Leonardo da Vinci‘ – eine aktuelle Aufnahme von den Vorbereitungen der Karl-May-Festspiele Elspe (Foto: Elspe Festival)

Von Störtbeker zu Winnetou

Das Elspe Festival überrascht mit einem neuen Schauspieler im Team: Den Old Firehand in der diesjährigen ‚Im Tal des Todes‘-Inszenierung von Jochen Bludau spielt Norbert Braun, der von 1993 bis 2001 bei den Störtbeker-Festspielen auf Rügen die Haupt- und Titelrolle verkörperte. Doch zuvor sammelte Braun schon 1990 auf der Felsenbühne Rathen als Gast der Landesbühnen Sachsen als Old Shatterhand erste Karl-May-Erfahrung.

In der Elsper ‚Tal des Todes‘-Inzenierung gab es zuletzt 1981 einen Old Firehand, der damals von Claus Wilcke dargestellt wurde. Bei den Wiederholungsinszenierungen 1991 und 1998 war stets ein Old Shatterhand mit von der Partie. ‚Dieses Jahr‘, so Jochen Bludau, Geschäftsführer des Elspe Festival, ‚hat Old Shatterhand einmal Urlaub. Das gibt der Inszenierung eine ganz andere Farbe. Wenn Shatterhand die Fäuste fliegen lässt, dann schießt Firehand zum Beispiel einen fliegenden Speer in zwei Stücke oder er trifft mit einer Kugel eine geworfene Dynamitladung, bevor sie im Siedlertreck explodieren kann.‘

Norbert Braun, den Bludau als eine Idealbesetzung in der Rolle des Old Firehand bezeichnet, wird an der Seite des langjährigen Winnetou-Darstellers Benjamin Armbruster reiten (siehe Foto).

nf, Foto: Elspe Festival

Von Shatterhand bis Schut – neue Drehortreise geplant

Rund drei Jahre nach seiner ersten Drehortreise in diese Regionen führt der Reiseveranstalter Wikinger Reisen zusammen mit dem Karl-May-Archiv Ende September 2018 erneut eine Tour zu den Filmmotiven in Montenegro, im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina und auch in Kroatien.
Geplante Ziele der Reise sind „Fort Grant“, die „Northern Ranch“ und „Golden Hill“ aus „Old Shatterhand“, das „Schlangental“ und das „Wasserloch“ aus „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“, der Postkutschenüberfall aus „Der Schatz der Azteken“, die Aztekenpyramide aus „Die Pyramide des Sonnengottes“, die Schut-Residenz, die Hängebrücke aus „Der Schut“, die „Mübarek-Klippe“, den Bärenkampfplatz und die Floßszene aus dem „Schut“ oder die Kraterlandschaft aus dem „Schatz der Azteken“.
Die Reise findet statt vom 29. September 2018 bis zum 7. Oktober 2018 und soll voraussichtlich rund 1700,– Euro kosten. Informationen gibt es bei Wikinger Reisen oder beim Karl-May-Fest im Juli 2017 in Berlin.

Von Kairo nach Taos – „Klara May als Fotografin“ – Sonderausstellung in Radebeul

Autor: Henning Franke
Seite(n): 72-73
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 136

Von Bagdad zum Silbersee

Der Berliner Maler und Zeichner Michael Sowa (Foto) kam am 28. Mai ins hannoversche Theatermuseum und besuchte dort seine aktuelle Ausstellung ‚Von Bagdad zum Silbersee – Michael Sowas Cover-Illustrationen zu Karl May‘. Diese wird im Rahmen einer Karl-May-Ausstellung dort gezeigt (KARL MAY & Co. berichtete).

Bilder von der Aussstellung gibt es auch in der Online-Galerie von KARL MAY & Co.

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Abbildung: Kein & Aber

Von ‚Silas‘ zum ‚Sohn des Bärenjägers‘

Nachdem auf der Hamburger Reisemesse bereits erste Mitwirkende am Stück ‚Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers‘ vorgestellt wurden, gab die Kalkberg GmbH heute morgen die Namen der beiden Gaststars bekannt.

Die Titelrolle des Martin Baumann, der Sohn des Bärenjägers Baumann, spielt Patrick Bach. Der heute 35-jährige Schauspieler wurde 1981 mit dem ZDF-Weihnachts-Vierteiler ‚Silas‘ schlagartig bekannt. Seine weiteren Auftritte als Jack Holborn im gleichnamigen Mehrteiler sowie ‚Anna‘ oder ‚Laura und Luis‘ waren ebenfalls erfolgreich. Später folgten Serien wie ‚SK-Babies‘, ‚Gegen den Wind‘, ‚Die Strandclique‘ und ‚Die Wache‘.

Nachdem Vanida Karun in der neuen Inszenierung die zwielichtige Indianerin Peshewa spielt, wollte die Kalkberg GmbH offensichtlich noch eine positive Frauenrolle besetzen. Da es diese im Roman nicht gibt, hat man die Wildwest-Reporterin Mary-Lou Carson ins Script eingefügt. Gespielt wird sie von der 27-jährigen Tanja Szewczenko. In der 90-er Jahren war sie eine erfolgreiche Eiskunstläuferin, heute ist sie als Schauspielerin im Fernsehen aktiv. Zu sehen war sie in ‚Polizeiruf 110‘, ‚Hinter Gittern‘ und ‚Küstenwache‘, sowie in der erfolgreichen RTL-Soap ‚Unter uns‘.

Beide Gaststars werden am 4. März in Bad Segeberg vorgestellt.

tg

Vom Wetter verwöhnt – Abschlusswochenende am Kalkberg

Die Karl-May-Spiele Bad Segeberg haben die Saison 2004 mit dem fünftbesten Ergebnis in ihrer Geschichte abgeschlossen. 264.021 Menschen haben ‚Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers‘ gesehen. Vor allem das schlechte Wetter im Juli habe den Spielen ein besseres Ergebnis verwehrt, sagte Geschäftsführerin Ute Thienel vor Beginn der Abschlussvorstellung. Die wurde traditionell von den Schauspielern und Komparsen mit unterschiedlichsten Gags und Wortwitzen gespickt. Dabei taten sich vor allem Ben D. Bremer und Anderson Farah heraus. Stargast Patrick Bach hatte gleich mehrfach Probleme sich das Lachen zu unterdrücken.

Welches Stück es im kommenden Jahr geben wird, und wie das künstlerische Team zusammengesetzt sein wird, will die Kalkberg GmbH im Oktober bekannt geben.

sm (Foto: Margref)

Vom Verletzungspech geplagt

Harald Wieczorek ist scheinbar vom Verletzungspech verfolgt. Schon 1999 musste er durch Joshy Peters ersetzt werden. Und jetzt ist es erneut passiert. Am Sonntag stürzte der Darsteller in der Vorstellung von der ‚Sheridan‘-Treppe und verletzte sich dabei an Schulter und Knie.

Von Donnerstag, den 23. August, an wird sein Kollege Uli Pleßmann die vier Rollen von Wieczorek übernehmen.
Pleßmann spielte bereits 1998 und im letzten Jahr am Kalkberg. Im Stück ‚Der Ölprinz‘ war er als Dick Stone zu sehen. Nun muss er einen Unterhäuptling, den Rafter Rusty, den Eisenbahner Charoy und den Farmer Butler spielen.

Ob und wann Wieczorek wieder seine Rolle aufnehmen wird, ist zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht zu sagen.

sm/nf

Volles Haus und gutes Wetter

Vor rund 7.500 Zuschauern fand am Samstag Abend die Premiere von ‚Winnetou II‘ bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg statt. Unter den Besuchern befanden sich auch einge Prominente, wie Dieter Wedel oder Martin Böttcher, sowie einige ehemalige Darsteller. Sie alle verfolgten die Geschichten des alten Scouts Old Death und des ausgenutzen Bankiersohns William Ohlert, die im Finale in einer großen Goldmine zusammenfanden.

Mit großem Szenenapplaus wurden vor allem die Publiklumslieblinge Joshy Peters und Nicolas König begrüßt. Gemeinsam spielen sie mit den Stargästen Timothy Peach, Dunja Rajter und Mola Adebisi noch bis Anfang September jeweils Donnerstag bis Sonntag.

Mehr zur Premiere in der kommenden Ausgabe von KARL MAY & Co.

sm / Foto: KARL MAY & Co./Margref

Vladimir Tadej gestorben

Im Alter von 92 Jahren verstarb am 1. März 2017 der 1925 in Novska, Kroatien, geborenen Filmausstatter Vladimir Tadej. Einige der bekanntesten Kulissen der Karl-May-Filme stammen von ihm, etwa das Pueblo aus "Winnetou 1. Teil" oder die Stadt Roswell aus dem gleichen Film. In den Berliner CCC-Studios baute er die Kulissen für die Roswell-Saloon-Innenaufnahmen und war damit der erste jugoslawische Szenenbildner, der im Ausland arbeitete.
Mit dem Buch "Auf den Spuren Winnetous in Kroatien" erschien 2007 eine 270-seitige Dokumentation über Tadejs Arbeit für die deutsche Produktionsgesellschaften Rialto und CCC und deren jugoslawische Partnerfirma Jadran.

Vier Sterne für May-Ensemble – Neu- und Umbesetzungen von „Old Surehand“ auf der Felsenbühne Rathen

Autor: Christine Hünseler
Seite(n): 20-21
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 138

Vertrag wurde verlängert

Erol Sander wird auch in den kommenden Jahren die Rolle des Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg übernehmen. Darauf haben sich die Kalkberg GmbH und der Schauspieler geeinigt. Sein Vertrag läuft laut der Geschäftsführerin der Karl-May-Spiele, Ute Thienel, bis 2012 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Sander selbst wird mit den Worten ‚Die Rolle des Winnetou in Bad Segeberg gehört zu den schönsten Erfahrungen meiner Karriere‘ zitiert.

Gleichzeitig wurde auch das Stück für 2011 bekannt gegeben. Im Jubiläumsjahr (60 Jahre Karl-May-Spiele) wird ‚Der Ölprinz‘ gespielt. Das Stück wurde zuletzt 2000 in der Version von Michael Stamp aufgeführt, damals mit Mathieu Carrière in der Titelrolle.

sm / Foto: KARL MAY & Co.

Versöhnliche Gespräche‘ über den ‚Schuh des Manitu‘

Wie bereits im Forum von KARL MAY & Co. angekündigt wurde, sind für die kommende Ausgabe der ZDF-Show ‚Wetten, dass…?‘ am Samstag, den 13. Oktober 2001, als Gäste unter anderem Ex-Winnetou Pierre Brice und Michael ‚Bully-Abahachi‘ Herbig vorgesehen.

Ob es aber letztendlich zur Ausstrahlung der Live-Show kommen wird, ist angesichts der beunruhigenden politischen Situation in der Welt noch ungewiss. Es kann also durchaus kurzfristig eine Absage erfolgen. Doch darüber wird das ZDF am Samstag entscheiden.

Moderator Thomas Gottschalk zur gegenwärtigen Situation: ‚Ich will mich auf das rückbesinnen, was ich am besten kann, nämlich Unterhaltung ohne Aggression zu machen. Ich bin imstande, auf einer Glatze Locken zu drehen. Bei mir soll nicht von Kriegen die Rede sein – ich möchte versöhnliche Gespräche, diesmal zwischen Michael ‚Bully‘ Herbig und Pierre Brice über den ‚Schuh des Manitu‘. Zumal ich selbst, als erklärter Old-Shatterhand-Fan, mit meinen Kindern Diskussionen ausfechten musste, ob Winnetou schwul sein darf und ob Pierre Brice schöner als ‚Bully‘ Herbig ist.‘

Sollte die Sendung stattfinden, kann sicher mit interessanten Statements von Brice und Bully gerechnet werden. Brice hatte sich nach Anlaufen von Herbigs Erfolgsfilm ‚Der Schuh des Manitu‘ äußerst kritisch über die Karl-May-Film-Parodie geäußert – und stand damit ziemlich allein.

Infos zu ‚Wetten, dass…?‘ unter: wettendass.de

nf
Quelle: OÖNachrichten

Verregnete Karl-May-Premieren

Dieser Sommer wird den Festspiel-Machern wohl in Erinnerung bleiben. Bereits am Freitag Abend musste die Premiere beim Piraten-Open-Air in Grevesmühlen abgebrochen werden – kein gutes Vorzeichen für die großen Karl-May-Bühnen. Am Samstag Nachmittag hieß es dann "Bühne frei" für das Elspe Festival. Bei starkem Regen konnte die Premiere von "Im Tal des Todes" jedoch nahezu Fehlerfrei begangen werden. Am Abend sag es in Bad Segeberg dann anders aus. Die ersten rund 50 Minuten blieben trocken – dann öffneten sich die Wolken und es regnete ohne Unterbrechnung. Schnell bildete sich im Kalkbergrund ein "Silbersee", so dass sich die Kalkberg GmbH genötigt sah die Premiere von "Der Schatz im Silbersee" abzubrechen. Die Zuschauer können mit ihrer Eintrittskarte eine andere Vorstellung in der Platzgruppe 2 besuchen (nach Absprache). Die zweite Vorstellung am Sonntag ging dann jedoch bei strahlendem Sonnenschein über die Bühne.

Veröffentlichung eines Mitschnitts des außergewöhnlichen ‚lit.COLOGNE‘-Abends zu Karl May

Im März 2006 war er ein Highlight der ‚lit.COLOGNE‘: der Abend mit Christian Brückner, Götz Alsmann und Roger Willemsen zum Thema ‚Ich bin nicht Karl May‘. Man erinnere sich: Während Brückner im Kölner Theater am Tanzbrunnen Ausgewähltes aus den Werken Karl Mays las, trug Willemsen seine ‚Ein Schuss, ein Schrei‘-Reime zum sächsischen Schriftsteller vor, und Alsmann erzählte aus Mays Leben, wobei die Grundlage ein Text von Traudl Bünger bildete. Als Höhepunkt des kurzweiligen Abends gab das Trio ihre eigene Version des Pierre-Brice-Schlagers ‚Winnetou, du warst mein Freund‘ (1971 veröffentlicht und von May-Filmkomponist Martin Böttcher komponiert) zum Besten (KARL MAY & Co. berichtete in Heft 104/Juni 2006).

Im Februar 2007 soll der Mitschnitt dieses ‚Abends ohne rosa Brille‘ unter dem Titel ‚Götz Alsmann, Christian Brückner, Roger Willemsen: Ich bin nicht Karl May – Von Falschgeldfahndern, Geheimpolizisten und der Old-Shatterhand-Legende‘ bei Roof Music auf CD erscheinen (voraussichtlicher Preis der Einzel-CD: 17,90 Euro). Teile eines Mitschnitts, für den der WDR verantwortlich zeichnete, waren bereits Ende April 2006 auf WDR5 gesendet worden.

nf

Vernissage in Olsberg

Am Wochenende wurde in der Kurresidenz Anastoria in Olsberg eine Ausstellung des Malers Norbert Mühlhoff eröffnet, der in seinen Bildern die Welt der Indianer und ihren kulturellen Reichtum realistisch nachempfindet.

Bei der Vernissage sorgten nicht nur der ‚Indianer‘ Manuka, der auf der Terrasse des Hotels ein Tipi aufgebaut hatte, und der Country-Sänger Rio Carter für die passende Stimmung – auch Benjamin Armbruster, Winnetou-Darsteller aus Elspe, war als Stargast zugegen.
‚Mit seinem markanten Akzent outete sich Armbruster als Siebenbürger Sachse. Markus Flecke, der Eigentümer des Anastoria, strahlte, als der legendäre ‚Häuptling der Apachen‘ bei der Vorstellung sofort den Brückenschlag zur Begründerin der Aslan-Therapie, seiner rumänischen Landsmännin Dr. Ana Aslan, unternahm‘, berichtete am 5. März die Westfalenpost. ‚Armbruster wurde von zahlreichen Autogrammjägern – teilweise mit Cowboyhut und Federschmuck bekleidet – umlagert. Tinte statt Flinte war angesagt. Ihn freue es, ‚in einer Zeit der Computer den Kindern ein Stück Karl May zurückschenken zu können‘. Dies erkläre auch die ungebrochene Faszination und Beliebtheit der Elsper Karl-May-Spiele‘, so heißt es dort weiter.

Die Ausstellung von Norbert Mühlhoff in der Kurresidenz Anastoria in Olsberg wird noch bis Ende April gezeigt.

Verlosung des ‚Karl-May-Boten‘

Liebe Besucherinnen und Besucher der Webseiten von KARL MAY & Co.!

Nun endlich ist es geschafft: Nach einigen turbulenten Zeiten in Folge eines Hacker-Angriffs ist nun auch der Umzug auf einen neuen Webserver über die Bühne gegangen.

Verlosung

Als kleine ‚Vielen Dank für euer Verständnis‘- und ‚Willkommen-auf-dem-neuen-Server‘-Aktion möchten wir unter allen Interessenten, die sich bis zum 20. Oktober 2005 per E-Mail bei der KARL MAY & Co.-Redaktion (redaktion@karl-may-magazin.de) melden, drei Exemplare des neuen ‚Karl-May-Boten‘ der Schweizer-Karl-May-Freunde (siehe die Rezension in der aktuellen KARL MAY & Co.-Ausgabe) verlosen. Herzlichen Dank an dieser Stelle den Schweizer-Karl-May-Freunden und insbesondere Herrn Michael Rudloff und Herrn Elmar Elbs, die die Exemplare freundlicherweise zur Verfügung stellten.

Weiterhin viel Spaß mit KARL MAY & Co.
wünscht
das KARL MAY & Co.-Team

Verleger Schmid traf sächsische Wissenschaftsministerin

Bereits seit Jahren laufen Verhandlungen zwischen Karl-May-Verleger Lothar Schmid (Foto) und öffentlichen Institutionen über eine Übernahme des im Besitz der Familie Schmid befindlichen schriftlichen Nachlasses von Karl May. Schmids Anliegen ist es, das Archiv vor der Zerstückelung zu bewahren, es möglichst komplett an eine Bibliothek, ein Archiv oder eine andere allgemein zugängliche Einrichtung zu übergeben, damit Mays Manuskripte, Notizen, Textentwürfe und anderes Schriftgut auch weiterhin für die Karl-May-Forschung zur Verfügung stehen. In den letzten Monaten hat Lothar Schmid seine Bemühungen intensiviert (KARL MAY & Co. berichtete). Auch private Sammler sind interessiert an Mays Nachlass, die ‚Bild‘-Zeitung malte bereits den May-Ausverkauf an reiche russische Sammler an die Wand, was Schmid allerdings dementierte (‚Sächsische Zeitung‘ vom 6. März 2008).

Am Montag, dem 17. März 2008, kam es laut der Chemnitzer ‚Neuen Presse‘ zu einem Treffen von Schmid mit Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange, das – so eine Sprecherin des Ministeriums – einem ersten Kennenlernen dienen sollte. Obwohl es schon langjährige Verhandlungen mit dem Freistaat Sachsen über den May-Nachlass gibt, war dies der erste persönliche Kontakt zwischen dem Verleger und der Ministerin. Die bisherigen Verhandlungen waren durch die höchst unterschiedlichen Preisvorstellungen zu keinem Ergebnis gekommen.

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Foto: Dernen

Veranstaltung in Berlin ‚mit Glamour und Präriesand‘

Unter dem Motto ‚Karl May trifft Artur Brauner‘ findet vom Freitag, dem 24. Juli, bis Sonntag, dem 26. Juli 2009, im Berliner ‚Hollywood Media Hotel‘ am Kurfürstendamm eine Veranstaltung zu Ehren des früheren May-Film-Produzenten Artur Brauner (Foto) statt. Die Organisatoren Joachim Giel, Michael Petzel, Ekkehard Sieker, Thomas Winkler und Frank Zimmermann ‚möchten Artur Brauner, der deutschen Kinolegende, für all das danken, was er mit seinen Karl-May-Verfilmungen bei uns bewirkt und – im positiven Sinne – ‚angerichtet‘ hat‘, heißt es in einem aktuellen Rundschreiben.

Die Fest-Veranstaltung sei ‚eine Hommage für Deutschlands Produzentenlegende mit Glamour und Präriesand und vielen Stargästen‘. Zu den Programmpunkten sollen unter anderem die erstmalige Vorführung von neu entdeckten Dreharbeitenfilmen, ein Galaabend sowie eine Filmpräsentation in Deutschlands schönstem Kino, dem legendären Zoo-Palast an der Gedächtniskirche, zählen. Für Fans ist eine Sammlerbörse und eine Karl-May-Auktion geplant. Die Teilnahme soll nur nach Anmeldung möglich sein; über die Anmeldeformalitäten sowie das genaue Programm wollen die Organisatoren demnächst informieren (Kontakt: Karl-May-Archiv).

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Foto: Archiv

Veranstaltung im ‚Winnetou-Dorf Kroatien‘

Die Veranstalter des ‚Winnetou-Dorfes Kroatien‘ (in Crna Punta/bei Obrovac; KARL MAY & Co. berichtete) haben die Aufführung einer ca. 20-minütigen Show ‚Auf der Suche nach Winnetou in Kroatien‘ angekündigt, das in der Zeit vom 18. Juli bis zum 22. August 2008 (täglich außer montags um 20.00 Uhr) auf einer kleinen Bühne im ‚Winnetou-Dorf‘ in deutscher Sprache aufgeführt werden soll – das Buch hierzu hat Heinrich Hubertus Koziol geschrieben.

Heinrich Koziol (Foto oben) ist der Vater von Thomas Koziol, der in diesem Sommer bei den österreichischen Karl-May-Festspielen in Weitensfeld sein Winnetou-Comeback feiert (KARL MAY & Co. berichtete). Beide gehören zu den Initiatoren der Karl-May-Festspiele in Gföhl und Weitensfeld, Heinrich Hubertus Koziol zeichnete von 1988 bis einschließlich 1994 in Gföhl, im Winter 1994 in der Wiener Stadthalle und von 1995 bis einschließlich 2000 in Weitensfeld für die Intendanz, Regie und das Textbuch der Karl-May-Stücke verantwortlich.

Als Mitwirkende der Show wurden Michael Thomas und Wolfgang Berger verpflichtet – zwei in der Karl-May-Festspiellandschaft nicht Unbekannte. Michael Thomas (Foto unten) spielte von Ende der 1980er-Jahre bis Anfang der 2000er-Jahre auf den Karl-May-Bühnen in Staatz, Gföhl, Weitensfeld und Dasing den Old Shatterhand, so vor allem 1995 bis 1999 in Weitensfeld an der Seite des Winnetou-Darstellers Thomas Koziol. Wolfgang Berger war u.a. bereits bei den Karl-May-Festspielen in Winzendorf und auch in Weitensfeld zu sehen und wirkte darüber hinaus in dem Fan-Film ‚Winnetou und das Geheimnis der Geisterschlucht‘ (2006) mit.

Den Informationen des Veranstalters zufolge sollen darüber hinaus im Sommer ‚einige Schauspieler aus den Winnetou-Filmen‘ in der neuen Show ‚ihren Kurzauftritt haben‘.

Im Jahr 2009 sollen im ‚Winnetou-Dorf Kroatien‘ die ersten Winnetou-Festspiele stattfinden.

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Abbildungen: Oben: Heinrich Koziol hat die 20-minütige Show ‚Auf der Suche nach Winnetou in Kroatien‘ geschrieben. Unten: Michael Thomas als Old Shatterhand 2003 bei den Karl-May-Festspielen in Weitensfeld/Gurktal (Fotos: Karl-May-Festspiele Weitensfeld)

Veranstalter in Gföhl suchen Nachfolger

‚Veranstalter gesucht‘, steht seit einigen Tagen auf der Website der Karl-May-Spiele in Gföhl (Waldviertel / Österreich). Seit 1988 wurde dort unter verschiedenen Veranstaltern und Regisseuren Karl May auf die Bühne gebracht, zuletzt stand ‚Der Ölprinz‘ (Buch und Regie: Rochus Millauer) auf dem Programm. Die Initiatoren der Winzendorfer und auch Weitensfelder Karl-May-Spiele begannen ihre ‚Karl-May-Karriere‘ in Gföhl, wo vor fast 20 Jahren ein Team um Heinrich H. Koziol, Thomas Koziol und Peter Görlach (heute Regisseur in Dasing) nach einem Elspe-Besuch voller Enthusiasmus ihre eigenen Karl-May-Festspiele aus der Taufe hoben (KARL MAY & Co. berichtete).

Seitdem der bisherige Veranstalter und Bühnenbesitzer Adolf Blauensteiner jr. sich dazu entschlossen hat, ‚in Zukunft […] aus beruflichen Gründen nicht mehr als Veranstalter der Karl-May-Spiele Gföhl zur Verfügung [zu] stehen‘, ist der Fortbestand der Festspiele ungewiss.

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Abbildung: Karl-May-Spiele Gföhl

Uraufführung des Bochumer Schauspielhauses

Karl May trifft auf den talentierten Mr. Ripley – dieses interessante Konzept steckt hinter der Uraufführung des Stückes ‚Bermudadreieck‘ des Bochumer Schauspielhauses im ‚Theater unter Tage‘. Das 2-Mann-plus-Stimme-Stück bringt den sächsischen Autor mit seiner Großmutter (einer Handpuppe), seinen Romanfiguren und Patricia Highsmiths Figur des talentierten Mr. Ripley zusammen. Das Theater beschreibt das Stück folgendermaßen: ‚Der junge Autor John Birke erschafft in seinem ersten Stück für das Schauspielhaus Bochum eine abenteuerliche Konstruktion: die historischen Figuren Karl May und Tom Ripley treffen sich in einem Nirgendwo, jenseits von Zeit und Raum, um ihre wahre Identität zu entdecken. ‚

Gespielt wird ‚Bermudadreieck‘ am 7./11./18. und 22.12.2009 jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es unter schauspielhausbochum.de

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Foto: Schauspielhaus Bochum / Birgit Hupfeld Fotodesign

Unterwegs mit dem Feuerross

Die Eisenbahn spielt speziell in Karl Mays Wildwestromanen eine bedeutende Rolle, man denke etwa an Old Shatterhand als Landvermesser in ‚Winnetou I‘. Nun ist im Karl- May-Verlag eine Sammlung von Abenteuergeschichten rund um die Eisenbahn mit dem Titel ‚Unter Volldampf‘ (ISBN 978-3-7802-0189-8, Euro 17,90) erschienen, herausgegeben und kommentiert von Siegfried Augustin und Wilhelm Brauneder. Der Band umfasst 496 Seiten und ist mit 40 Illustrationen ausgestattet.

In der kommenden Ausgabe von KARL MAY & Co. (Nr. 122) gibt es passend zur Neuerscheinung ein ‚Lagerfeuergespräch‘ mit Herausgeber Siegfried Augustin. Eine Buchrezension folgt dann im übernächsten Magazin (Ausgabe 123).

rd / Abbildung: Karl-May-Verlag

Unter Geiern‘ feiert am 22. Juni Premiere

Wie die Westfälische Rundschau berichtete, haben in den letzten Monaten auf der Naturbühne der Karl-May-Festspiele Elspe (Sauerland) umfangreiche Bauarbeiten stattgefunden.

‚Wenn Winnetou und Old Shatterhand beim Elspe Festival in diesem Jahr ‚Unter Geier‘ geraten, werden die Blutsbrüder ihre Kulisse nicht mehr wiedererkennen: Vier Wochen vor der Premiere der Karl-May-Festspiele (…) ist der Neubau des Bühnenbildes auf der Naturbühne abgeschlossen‘, heißt es dort. Blickfang der Kulisse sei nach zweimonatigem Umbau ein Westerndorf mit vier Gebäuden und ‚Helmers‘ Farm‘ im Mittelpunkt.

Der Dauer-Saloon, der (mit Unterbrechungen) mehr als 15 Jahre lang das Erscheinungsbild der Bühne prägte, ist, wie auch die anderen Gebäude der bisherigen Westernstadt, dem Bagger zum Opfer gefallen. Das neue Westerndorf mit ‚Helmers‘ Farm‘ im Mittelpunkt sei nicht aus Pappe, sondern aus Holz gebaut worden, und verfüge über viele technische Raffinessen. Das Gebäude könne in hellen Flammen stehen, ohne in Gefahr zu geraten, abzubrennen. Es verfüge zudem über eine Selbstschutzeinrichtung mit ‚automatischen Maschinengewehren‘. Hinzu kommen eine ebenfalls automatische Löscheinrichtung.

Auch die restliche Kulisse der Elsper Bühne wurde modernisiert. 300 Meter Gasleitungen für pyrotechnische Effekte wurden neu verlegt. Unterirdische Gänge mussten gegraben werden, damit die Schauspieler – wenn es das Buch zum Stück verlangt – unauffällig von der Bildfläche verschwinden können. Über ein Kilometer Elektroleitung und mehrere Kilometer Lautsprecher-Kabel wurden unauffällig auf dem Gelände untergebracht.

Den Wasserfall überspannt jetzt eine zwölf Meter lange, hölzerne Hängebrücke. In der finalen Schlussszene soll die Konstruktion, und mit ihr ein Stuntman, in die Tiefe stürzen. Das neue Bühnenbild wurde von Przemyslaw Rozbicki entworfen.

Das Elspe Festival startet am Samstag, den 22. Juni 2002. Infos unter elspe.de.

Fotomotiv: ein Ausschnitt der neuen Kulisse (Elspe Festival)

nf / Quellen: WR & WAZ

Unter Geiern‘ fällt aus

Im Naturtheater Greifensteine nahe Annaberg-Buchholz wird es in diesem Jahr nun doch kein Karl-May-Stück geben. Die vorgesehene neue Inszenierung ‚Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers‘ (Buch: Wulf Leisner) wurde kurzfristig ‚aus wirtschaftlichen Gründen‘ abgesetzt, teilte das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz, das die Naturbühne bespielt, heute mit.

Vorgesehen waren in dieser Spielzeit lediglich sechs Aufführungen des Karl-May-Stücks, das als Gast der Regisseur Marcus Lachmann inszenieren sollte. Die Rolle des Old Shatterhand hätte das Ensemblemitglied Tim Osten spielen sollen; einen Darsteller für den Winnetou hatte man bis zuletzt offensichtlich händeringend gesucht.

nf

Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers‘

Die Karl-May-Spiele Bad Segeberg präsentierten heute erste Szenen aus der diesjährigen Inszenierung ‚Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers‘, die am übernächsten Samstag im Freilichttheater am Kalkberg ihre Premiere feiert.

Den Medienvertretern bot das Team um Regisseur Norbert Schultze jr., der zum 7. Mal bei den Karl-May-Spiele Regie führt, einen insgesamt ca. halbstündigen Ausschnitt aus ‚Unter Geiern‘, darunter einen spektakulären Sturz aus zwanzig Metern Höhe, eine Segeberger Massenszene und der Auftritt der so genannten ‚Komiker‘ Hobble Frank (Jörg Bundschuh), Dicker Jemmy (Jochen Baumert) und Langer Davy (Frank Wieczorek). Die diesjährigen Gaststars Patrick Bach (in der Rolle des Martin Baumann) und Tanja Szewczenko (Mary-Lou Carson) durften sich vor – wenn auch noch übersichtlichem – Publikum küssen.

Das neue Segeberger Ensemble ist eine gute Mischung aus überzeugenden Neuzugängen wie Dirc Simpson (Der Schwere Mokassin) und Patrick Bach sowie erfahrenen Kalkberg-Mimen wie Joshy Peters (Old Shatterhand), Frank Wieczorek (in einer Doppelrolle: Langer Davy und Colonel Walker), Vanida Karun (Pashewa) oder Jörg Bundschuh (Hobble Frank).

Foto oben: v.l.n.r.: Uli Kinalzik (Bärenjäger), Patrick Bach (Martin Baumann), Gojko Mitic (Winnetou), Tanja Szewczenko (Mary-Lou Carson).

Weiteres in Kürze bei KARL MAY & Co.


Martin Baumann (Patrick Bach) und sein Vater (Uli Kinalzik)


Die Blutsbrüder: Joshy Peters (Old Shatterhand) und Gojko Mitic (Winnetou)


Wokadeh (Andreson Farah), Martin Baumann (Patrick Bach)


Getummel im Schatten des Kalkberges…


Lächeln für die Kameras: hinten: Ben Bremer, Anderson Farah; vorne: Patrick Bach, Vanida Karun, Dirc Simpson und Joshy Peters


Uli Kinalzik als Bärenjäger (hier samt Geier)


Spektakulärer Sturz aus 20 m Höhe

(Fotos: Nicolas Finke/KARL MAY & Co.)

Und noch mehr Fotos gibt es in einer kleinen Fotoschau. In unserer Service-Rubrik (unter ‚Festspielkarte‘) finden sich noch weitere Fotoschauen.

Ungewohntes am Kalkberg

Wie die Kalkberg GmbH mitteilte, zeigen die Karl-May-Spiele Bad Segeberg in der kommenden Saison vom 25. Juni bis 4. September 2005 das Stück ‚Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg‘. Die Vorlage bildet Mays Roman ‚Die Felsenburg‘ (‚Satan und Ischariot I‘). Die Premiere ist am 25. Juni 2005 um 20.30 Uhr.

‚Vergessen von der Welt, weitab der Zivilisation, steht in den Bergen Mexikos eine Felsenburg. Sie birgt ein uraltes Geheimnis, das den teuflischen Harry Melton in diese einsame Gegend lockt. Er führt einen deutschen Auswanderertreck durch die Jagdgründe der Mimbrenjo-Apachen und Yumas hinauf in die Berge – und nur er und seine eiskalte Verbündete Judith Steinberger wissen, dass die Deutschen nie zurückkehren sollen. Doch dann kommt Old Shatterhand den düsteren Plänen auf die Spur. Gemeinsam mit seinem Blutsbruder Winnetou, dem Häuptling aller Apachen, wagt er etwas, das seit Generationen als unmöglich gilt: einen Sturm auf die uneinnehmbare Felsenburg…‘

Mit Regisseur Norbert Schultze jr. (62), Produktions- und Spielleiter Stefan Tietgen (34) und Autor Michael Stamp (34) vertraut die Geschäftsleitung dem gleichen künstlerischen Team, das auch in den vergangenen fünf Spielzeiten die Fäden in der Hand hatte.

Erst einmal in der 53-jährigen Geschichte der Segeberger Karl-May-Spiele, 1969, stand ‚Die Felsenburg‘ bisher auf dem Spielplan. In den Hauptrollen agierten damals Heinz Ingo Hilgers als Winnetou und Jochen Henschke als Old Shatterhand. Und auch der Darsteller des Winnetou in der Saison 2005 ist ein alter Bekannter: Zum 14. Mal in Folge wird Gojko Mitic (64) in das Lederkostüm schlüpfen. Weitere Rollen wurden noch nicht besetzt. Ein Teil des Ensembles soll Anfang Februar bei der Messe ‚Reisen 2005‘ in Hamburg vorgestellt werden.

fun (Quelle: Kalkberg GmbH Bad Segeberg)

Unfreiwilliger Abschied?

Nach einem Bericht der Deutschen Presse Agentur steht Erol Sander am kommenden Wochenende wohl zum letzten Mal als Winnetou auf der Freilichtbühne. Diverse Online-Medien beziehen sich auf eine dpa-Meldung, in der Sander mit den Worten ‚Ich hätte gerne weitergemacht.‘ zitiert wird. Die Kalkberg GmbH hat sich dem Bericht zufolge noch nicht geäußert.

sm / Foto: KARL MAY & Co./Hünseler

Umstrittene Wahl im ZDF

Unsere Besten‘ heisst die neue ZDF-Show die nach den besten Deutschen fragt. In der Vorschlagsliste findet sich auch Karl May wieder. Die Liste von von 300 Namen reicht von Adenauer bis Zeppelin. Und in der Mitte – zwischen Masur, Kurt und Melanchthon, Philipp findet sich der Sachse wieder.

An der Wahl kann jeder per Postkarte, SMS oder Internet teilnehmen. In fünf Sendungen im November werden dann die Top 10 vorgestellt. Der 28. November ist der Abend der Entscheidung: In der Final-Show wird ‚Unser Bester‘ ermittelt.

Eine Abstimmung ist über die Seite www.unserebesten.zdf.de möglich.

sm

Umfangreiches May-Jubiläumsprogramm im TV

Anlässlich von Karl Mays 90. Todestag beglücken TV-Sender wie 3sat die Fangemeinde mit zum Teil interessanten Beiträgen:

Mittwoch, 27.03.2002, 20.15 Uhr, MDR:
MDR regional/Sachsenspiegel extra: ‚Starb Winnetou in seinen Armen? – Die Karl May Story‘

Donnerstag, 28.03.2002, 14.30 Uhr, 3sat:
Ich, Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi
Ein Karl-May-Porträt von Arthur Müller (ARD 1962, 48 min)

Donnerstag, 28.03.2002, 15.15 Uhr, 3sat:
Ja uff erst mal!
Winnetou unter Comedy-Geiern. Making of…wie alles begann (ARD/WDR 2001, 29 min)

Samstag, 30.03.2002, 9.30 Uhr, ARD:
‚WinneToons‘
Pilotfilm der 26-teiligen Zeichentrickreihe, die ab dem 24. April im Kinderkanal zu sehen ist.

Samstag, 30.03.2002, 1.45 Uhr und Sonntag, 31.03.2002, 1.55 Uhr, 3sat:
Ja uff erstmal!
Winnetou unter Comedy-Geiern (2 Teile à 180 min)

Montag, 01.04.2002, 13.35 Uhr, 3sat:
Karl May reist zu den lieben Haddedihn
(ZDF 1998, 53 min)

Montag, 01.04.2002, 15.15 Uhr, 3sat:
Präriejäger in Mexiko
(DDR 1988, 165 min)

Montag, 01.04.2002, 16.50 Uhr, ZDF:
‚Old Shatterhand‘
Western nach Karl May aus dem Jahr 1963

fun

Umfangreiche Informationen online verfügbar

Jenny Florstedt vom Karl-May-Freundeskreis in Leipzig hat ein Karl-May-Hörspielverzeichnis realisiert, das im Internet umfangreiche Informationen bereitstellt.

Mit der Hilfe einiger Hörspiel-Experten hat sie alle ihr bekannten Karl-May-Hörspiele in eine Datenbank eingetragen. Zu jedem Hörspiel wurden detaillierte Informationen unter anderem zu den Sprechern, dem Label, der Spieldauer, dem Produktionsdatum und -ort erfasst. Damit die Benutzer schnellstmöglich an die gewünschten Informationen gelangen, kann das Karl-May-Hörspielverzeichnis im Internet nach den Bereichen Produktionen, Personen, Label oder Firmen sortiert und abgefragt werden.

Die Seite ist noch im Aufbau, weitere Informationen und eine grafische Aufbereitung sind geplant.

Dass das Thema ‚Karl-May-Hörspiele‘ zurzeit wieder aktuell ist, zeigt nicht zuletzt auch die Veröffentlichung zweier außergewöhnlicher Hörspielproduktionen: ‚Weihnacht‘ (Karl-May-Verlag, Juni 2002, 3 CDs) und ‚Herr May kommt zu Besuch‘ (Atrium Akustik, Mai 2002, 1 CD) sind beide über den KARL MAY & Co.-Fanshop erhältlich.

Zur Karl-May-Hörspielverzeichnis!

nf

Umbesetzung in Bad Segeberg

Eine Umbesetzung wurde bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg notwendig. Bei einem unglücklichen Sturz in der Abendvorstellung am Donnerstag, 8. August, hat sich der 56-jährige Berliner Schauspieler Uwe Karpa in der Rolle des Quacksalbers Dr. Jefferson Hartley den linken Arm gebrochen. Uwe Karpa fällt damit für die letzten 26 Vorstellungen der Saison aus.

In der Nacht zum Freitag übernahm der 51 Jahre alte Hamburger Schauspieler Fried Wolff die Rolle von Uwe Karpa. Im vergangenen Jahr war Wolff als Diener ‚Smedley“ auf der Bühne zu sehen. Am Freitagmorgen probte das Ensemble mit dem Neueinsteiger, damit die Vorstellungen reibungslos weiterlaufen können.

Fotos: Torsten Greis

Ulli Kinalzik spielt den Bärenjäger

Neben den Gaststars Tanja Szewczenko und Patrick Bach werden in diesem Jahr auch Ulli Kinalzik (65) als Bärenjäger und Dirc Simpson (38) als Häuptling Schwerer Mokassin, sowie Anderson Farah (35) als Wokadeh reiten.

Kinalzik übernimmt die Rolle des Bärenjägers und ist damit Bühnenvater von Patrick Bach. 1982 spielte Ulli Kinalzik in Bad Segeberg in dem Stück ‚Winnetou – Der rote Gentleman‘ den skrupellosen Mörder ‚Santer‘ und beging die schlimmste aller Taten: Er erschoss Winnetou. Nun wechselt er die Fronten und ist als Bärenjäger einer der Helden. Er hat in zahlreichen Episoden von ‚Derrick‘, ‚Der Alte‘ und ‚Ein Fall für zwei‘ mitgewirkt. Auch in ‚Der Kommissar‘ war er schon dabei. Weitere Stationen waren ‚Tatort‘, ‚SOKO 5113‘, ‚Die Wache‘, ‚Der König‘ und ‚Sonderdezernat K1‘. Außerdem war Kinalzik in der Fortsetzung von ‚Die unendliche Geschichte‘ zu sehen. Zuletzt spielte er für den TV-Film ‚Das Bernstein-Amulett‘ einen Stasi-Mitarbeiter.

Die Rolle des ‚Schweren Mokassin‘, des kriegerischen Häuptlings der Sioux-Ogellallah, übernimmt der 38-jährige Schauspieler Dirc Simpson aus Berlin. Rollen in Serien wie ‚SOKO 5113‘, ‚Unser Charly‘, ‚Neues vom Bülowbogen‘, ‚Die Wache‘, ‚Wolffs Revier‘ und ‚Alarm für Cobra 11‘ sind in seinem Lebenslauf zu finden. Dirc Simpson ist ein guter Reiter und hat als weitere Hobbies Boxen, Kampfsport und Segeln, so die Karl-May-Spiele.

Im dritten Jahr dabei ist Anderson Farah. Der 35-Jährige spielt in diesem Jahr Wokadeh, der letzte Indianer vom Stamme der Mandan, der bei den Sioux-Ogellallah lebt. Anderson Farah wurde in Rio de Janeiro geboren und lebt seit einigen Jahren in Hamburg. Er ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Musiker und Maler. So hat er schon internationale Ausstellungen bestückt.

Das Photo zeigt die drei Schauspieler in der Reihenfolge: Kinalzik, Simpson, Farah.
sm

Überraschung!

Wie man an dem Zähler unten links sehen kann, stehen wir kurz davor, den 100.000sten Besucher auf unseren Internetseiten begrüßen zu können! Das ist schon etwas Besonderes, daher möchten wir die/den Glücklichen mit einer Überraschung belohnen. Wer nachweisen kann, der 100.000ste Besucher zu sein (am besten durch ein Bildschirmfoto, auch Screenshot genannt), möge sich bitte mit der Redaktion in Verbindung setzen: torsten@karl-may-magazin.de

Überraschende Wende am Kalkberg

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht hat der/die ein/e oder andere von euch ja über unseren April-Scherz schmunzeln können! ;-)

Einen schönen April wünscht
das KARL MAY & Co.-Team

Meldung vom 1. (!) April 2001:

Nachdem in der vergangenen Woche die Hauptdarsteller der diesjährigen Bad Segeberger Karl-May-Spiele bekannt gegeben wurden, musste nun überraschend umdisponiert werden. Wie am Samstag bekannt wurde, wird der langjährige Winnetou-Darsteller Gojko Mitic in diesem Jahr nicht den Winnetou spielen können.
Grund ist ein überraschendes Engagement als Hauptdarsteller einer großen Kinoproduktion (Arbeitstitel ‚Rückkehr der großen Schlange‘) im Stile der alten DEFA-Western. Der Film wird in einer internationalen Co-Produktion, unter Federführung der deutschen Midlight Media AG, ab Juli realisiert.

Die Rolle des Winnetou wird in der 50. Saison der Karl-May-Spiele erstmals Publikumsliebling Nicolas König übernehmen, der als Segeberg-Veteran gerne bereit war, kurzfristig zuzusagen. Nico König spontan: ‚Ich freue mich auf diese neue Herausforderung – für mich geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung‘. ntsc

Überlegungen zu einer Neuauflage der beliebten Fan-Veranstaltung

Im Rahmen des inoffiziellen kleinen Treffens von Karl-May-Freunden am 26. Juli 2008 im Hotel ‚Vitalia‘ in Bad Segeberg gab der bisherige Co-Organisator der von 1992 bis 2007 stattfindenden Karl-May-Feste, Thomas Winkler (Karl-May-Sammlung Hamburg), bekannt, dass es unter bestimmten Voraussetzungen 2009 am letzten Juli-Wochenende noch einmal ein Karl-May-Fest in Bad Segeberg geben solle. Sein Co-Organisator Michael Petzel und er würden sich mit dem Bad Segeberger Mike Dietrich (‚Karl-May-Treff‘) zusammensetzen, hieß es. Dieser hatte seine Unterstützung angeboten. Wenn sie sich einig würden, so Winkler, könne man die Veranstaltung gemeinsam durchführen. Außerdem hänge das Stattfinden davon ab, ob man einen geeigneten Stargast gewinnen könne.

ch

Über das Zählen von Auflagen

TV-Star spielt Ribanna

Anja Kruse übernimmt die Rolle der Ribanna bei den diesjährigen Karl-May-Festspielen im österreichischen Weitensfeld (Gurktal/Kärnten). Die 54-jährige Schauspielerin spielt damit zum dritten Mal in einer Karl-May-Inszenierung an der Seite von Winnetou-Darsteller, Regisseur, Produktionschef und Buchautor der Festspiele Thomas Koziol. Bereits 1994 bei ‚Winnetou und Old Shatterhand‘ in der Wiener Stadthalle und 1995 in der Weitensfelder ‚Winnetou I‘-Inszenierung sammelte Kruse, die 1984 in dem ZDF-Mehrteiler ‚Die schöne Wilhelmine‘ bekannt wurde, Karl-May-Erfahrung, als sie neben Koziol Winnetous Schwester Nscho-tschi verkörperte. Nach Winnetous Schwester folgt bei den 2011er Festspielen im kärntnerischen Gurktal nun des Apachen große Liebe Ribanna. Gespielt wird vom 22. Juli bis 27. August 2011 ‚Winnetou II‘. Thomas Koziol spielt darin – wie bereits 2006 bei den Festspielen in Winzendorf – sowohl die Rolle des Winnetou als auch die des Parranoh.

Anja Kruse stand unter anderem bereits am Thalia Theater in Hamburg, am Theater des Westens in Berlin und am Theater am Dom in Köln auf der Bühne. Nach der ‚Schönen Wilhelmine‘ folgten zahlreiche weitere TV-Verpflichtungen, darunter Rollen in der ‚Schwarzwaldklinik‘, in ‚Der Alte‘, ‚Das Traumschiff‘ und ‚Forsthaus Falkenau‘. 2011 feierte sie nach mehrjähriger TV-Pause ihr Fernsehcomeback in der RTL-Produktion ‚Countdown – Die Jagd beginnt‘.

nf
Foto: Koziol und Kruse backstage 1994 in Wien (Archiv Koziol)

TV-Prominenz auch in Österreich

Die Weitensfelder Karl-May-Spiele haben Albert Fortell als Old Shatterhand verpflichtet. ‚Nachdem Fortell im letzten Jahr die Festspiele besucht hat, war er von der Show so begeistert, dass er das Angebot der Festspielleitung spontan angenommen hat.‘ heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Fortell ist vielen TV-Zuschauern aus Produktionen, wie ‚Schlosshotel Orth‘, ‚Rosamunde Pilcher‘ oder ‚SOKO‘ bekannt. Zusammen mit seiner Frau Barbara Wussow wolle er die Zeit im Sommer nutzen, um zum einen Urlaub in Kärnten und zum anderen die Rolle des Old Shatterhand zu spielen. Neben seinen Auftritten im TV ist Albert Fortell auch als Bühnenautor und Theaterschauspieler unterwegs. So führte er zum Beispiel sein Stück ‚Kurzschluss‘ mehr als 200 mal auf – wie so oft, gemeinsam mit seiner Frau. Im Sommer reitet statt ihr aber Thomas Koziol neben Fortell, er spielt die Rolle des Winnetou.

Alle Rollen im Überblick:

Old Shatterhand – Albert Fortell
Winnetou – Thomas Koziol
Cornel Brinkley – Wolfgang Lesky
Sam Hawkens – Helmut Pucher
Lord Castlepool – Wolfgang Berger
Ellen Patterson – Sabine Kranzelbinder
Tom Patterson – Max Spielmann

sm / Foto: Sam Madwar

Tschechischer Karl-May-Illustrator

Am 21. März 2011 starb der Maler und Buchillustrator Gustav Krum. Der 1924 geborene Künstler war Karl-May-Enthusiast von früher Jugend an. Krum, der zwischen 1949 und 1954 an der Akademie der bildenden Künste in Prag studierte, illustrierte Bücher ab 1953, meist Werke aus dem Bereich Abenteuer und Historie. 1970 kamen Karl-May-Illustrationen hinzu, quasi in der Nachfolge des legendären Zdeněk Burian (1905-1981), mit dem Krum befreundet war. 23 Karl-May-Bände des Prager Verlags Olympia erhielten Illustrationen von Gustav Krum, in den letzten Jahren kamen auch einige Bände des Karl-May-Verlages mit Deckelbildern und Illustrationen hinzu.

Zwischen Oktober 2006 und März 2007 konnte sich man sich im Karl-May-Museum, Radebeul, in einer Sonderausstellung von Gustav Krums Vielseitigkeit und künstlerischem Einfühlungsvermögen in Karl Mays Werk überzeugen.

rd

Trotz Corona: Karl-May-Spiele Pullman City wollen am 11. Juli starten

Eigentlich hätte das Stück „Winnetou und das Geheimnis um Old Surehand“ bereits am 11. Juni Premiere bei den neuen Karl-May-Spielen Pullman City Bayern in Eging am See feiern soll. Die Corona-Krise sorgte dann für eine längere Phase der Unsicherheit, wann und ob überhaupt an Karl-May-Aufführungen in dem Westernpark zu denken sind. Wenn diese Phase vor dem Hintergrund der unsicheren Situation, die die Pandemie mit sich bringt, auch noch nicht beendet ist, so haben die Festspiele nun die Entscheidung getroffen, die Premiere um einen Monat und damit auf den 11. Juli zu verschieben (19 Uhr). Das ist auch insofern bemerkenswert, als zahlreiche andere Karl-May-Festspiele, darunter Bad Segeberg, Elspe, Bischofswerda und Wagram, ihre Spielzeit bereits absagten und erst 2021 starten wollen.
Doch in Eging am See hieß es vor wenigen Tagen: „Endlich kann es wieder losgehen!“. Das heißt allerdings genauer: „Wir starten verspätet mit gesetzlichen Auflagen und besonderen Schutz- und Hygienemaßnahmen in die Saison 2020“. Damit gehe einher, dass alle Events unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften und „in einem reduzierteren Umfang als gewöhnlich“ durchgeführt würden. In Bezug auf die geplanten Karl-May-Aufführungen bedeutet dies auch, dass nur eine begrenzte Anzahl an Zuschauern auf der Freilichttribüne Platz nehmen darf, denn ein Mindestabstand von anderthalb Metern zu Mitmenschen ist auch hier einzuhalten. Fraglich ist, wie dies bei den Akteuren auf der Bühne realisiert wird – die Inszenierung von Zweikämpfen dürfte zumindest eine Herausforderung für Regisseur Mike Dietrich (zugleich Textbuchautor) darstellen.
Die Festspielbesucher müssen dann eine Mund-Nasenabdeckung (ab dem 6. Lebensjahr) tragen, wenn sie etwa „öffentlich geschlossene Räume“ aufsuchten, beispielsweise sanitäre Anlagen oder Shops. Pullman City weiß allerdings auch hier Rat: „Eine Mund-Nasenabdeckung im Westernstyle kann käuflich in unserem Westernstore erworben werden“.
In dem Stück „Winnetou und das Geheimnis um Old Surehand“ sollen Ivica Zdravkovic als Winnetou, Alexander Milz als Old Surehand, Farouk El-Khalili als Apanatschka, Claudia Jung als Kolma Puschi, Peter Bechtel als Tibo-Taka, Stefan Wimmer als General, Max Hartl als Old Wabble, Roman Strelzyk als Matto-Schahko, Georg Schlögl als Pit (sic!) Holbers und Michael Klute als Dick Hammerdull zu sehen sein. Als Erzähler engagierte man Gordon Piedesack, dessen Stimme nicht nur in der aktuellen Karl-May-Lesung von der KARL MAY & Co.-Jubiläumsfeier zu hören ist, sondern auch seit vielen Jahren bei den Kollegen der Festspiele in Mörschied.
Apropos Kollegen: Eine Entscheidung zu Verschiebung oder Absage der nahenden Sommersaison bei den Karl-May-Festspielen Burgrieden, Dasing und Winzendorf scheint noch nicht gefallen zu sein.

Treue Helden der Nacht – 30 Jahre KARL MAY & Co. – Gala in Radebeul

Autor: Marc Hairapetian
Seite(n): 14-17
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 137

Treffen in Malibu im Zeichen Karl Mays

Anlässlich einer USA-Reise traf May-Verleger Bernhard Schmid (Karl-May-Verlag, Bamberg · Radebeul) Entertainer und Showmaster Thomas Gottschalk (‚Wetten, dass…‘) an seinem Wohnsitz bei Malibu. Stolz zeigte er ‚von Franke zu Franke‘ (Gottschalk wurde 1950 in Bamberg geboren) die grün-goldene Abteilung seiner Büchersammlung (siehe unser Foto). Das Thema Karl May war somit auch Hauptgesprächsstoff bei dem rund zweieinhalbstündigen Besuch Schmids im Hause Gottschalk.

Schmid (‚Wir müssen es schaffen, dass wieder mehr junge Leute überhaupt ein May-Buch in die Hand nehmen‘, siehe KARL MAY & Co. Nr. 103, S. 34-37) traf während seines USA-Aufenthalts in Topanga, Kalifornien, auch Sabine Niederberghaus-Lesavoy, die sich seit Jahren intensiv um eine Neuverfilmung der Winnetou-Geschichten in Hollywood bemüht und unter anderem zu diesem Zweck seit 2006 auch eine Webseite betreibt. Niederberghaus-Lesavoy, die in Deutschland aufwuchs und seit ihrer Kindheit Karl-May-Fan ist, arrangierte auch einen Karl-May-Abend, an dem neben Schmid auch die SchauspielerInnen Elke Sommer (‚Unter Geiern‘), Christian Oliver (‚Alarm für Cobra 11‘) und Eric Braeden (‚Schatten der Leidenschaft‘) sowie einige Pressevertreter teilnahmen.

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(Foto: Karl-May-Verlag)

Treffen in gemütlicher Runde in Köln

Am Samstag, dem 19. April 2008, findet wieder ein KARL MAY & Co.-Treffen in Köln statt.. Wer Interesse hat, in gemütlicher Runde in einem Restaurant mit Karl-May-Freunden zusammen zu kommen, meldet sich bitte bis zum 11. April 2008 bei Christine Hünseler per E-Mail. Ort und Zeitpunkt werden dann noch bekannt gegeben.

Treffen im Juni

Die ‚Weststaatler‘ aus dem Ruhrgebiet und dem Bereich rund um Köln werden sich am 18. Juni wieder einmal in netter Runde in einem Kölner Restaurant treffen. Wer Interesse hat dabei zu sein, meldet sich bitte bis zum 13.6. bei Sven Margref unter sven@karl-may-magazin.de. Infos zum Treffpunkt und zur Uhrzeit folgen dann. sm

Treffen der Ex-Film-Stars im Westernpark bei Wien

Pierre-Brice- und Film-Fans haben am kommenden Wochenende die Möglichkeit, im neuen Westernpark ‚No Name City‘ in Wöllersdorf bei Wien in Österreich Pierre Brice und Marie Versini zu treffen.

Am Samstag, den 4. August, werden die beiden Ex-Film-Stars im Westernpark für Interviews und Autogrammstunden zu Gast sein.

Auch Michael Thomas und Peter Görlach, beide ehemalige Karl-May-Darsteller österreichischer Freilichtbühnen, werden mit von der Partie sein und innerhalb einer Stuntshow auftreten.

Vorläufiger Programmablauf:

11.00 Eintreffen von Pierre Brice und Marie Versini in der No Name City
12.00 offizielle Begrüßung unter anderem durch Herrn Landesrat Ernest Gabmann anschl. Verleihung der Ehrenbürgerschaft der No Name City an Pierre Brice und Marie Versini
14.00 Medientermin
15.00 Rundgang durch das Gelände, Autogrammstunde

Nähere Infos auch unter nonamecity.at nf
(Foto: Rialto Film, Karl-May-Filmarchiv Wien, Erich Hammerler, nonamecity.at)

Trauerfeier für Pierre Brice

Viele hundert Menschen trugen sich Donnerstag, 18. Juni 2015, in die Kondolenzbücher für Pierre Brice ein, die in der Münchner Kirche St. Michael auslagen. Am mit der französischen Trikolore bedeckten Sarg des Schauspielers, der am 6. Juni gestorben war, konnten seine Fans Abschied nehmen, bevor die Trauerfeier für Verwandte, Freunde und Weggefährten begann. Unter den Schauspielerkollegen, die Brice die letzte Ehre gaben, waren Marie Versini, Uschi Glas, Dunja Rajter, Ralf Wolter und Hermann Giefer. Auch Filmkomponist Martin Böttcher war gekommen; seine „Winnetou-Melodie“ gehörte zur musikalischen Untermalung des Trauerakts. Die Beerdigung des Mannes, der Winnetou wie kein anderer verkörpert hat, fand am folgenden Tag im engsten Freundes- und Familienkreis auf dem Friedhof von Gräfelfing statt. 

Trauer um Karl-May-Experten

Nach schwerer Krankheit ist Hans Wollschläger am 19. Mai 2007 im Alter von 72 Jahren gestorben. Der stellvertretende Vorsitzende der Karl-May-Gesellschaft hatte bis zuletzt am historisch-kritischen Kommentar zu ‚Ardistan und Dschinnistan‘ beim Karl-May-Verlag gearbeitet. Wollschlägers Monographie ‚Karl May. Grundriß eines gebrochenen Lebens‘ war in den 60er Jahren der Startschuss der modernen Karl-May-Forschung. Als herausragende Arbeit Wollschlägers gilt nach wie vor die Übersetzung des Romans ‚Ulysses‘ von James Joyce.

rd / Photo: Archiv

Trauer um Hörspiel-Winnetou

Die Hörspielwelt ist um eine ihrer Legenden ärmer: Am 30. November 2012 erlag der Schauspieler, Sprecher und Regisseur Konrad Halver im Alter von 68 Jahren einem schweren Krebsleiden.

In den letzten Jahren konnte Halver, um den es einige Zeit ruhig geworden war, wieder mit bemerkenswerten Hörspielrollen und Audioprojekten auf sich aufmerksam machen, darunter zwei inszenierte Lesungen, eine im Auftrag von KARL MAY & Co., 2005 zunächst die Geschichte „Blutrache“, ein Jahr später erschien „Der Kutb“. Im Mai 2009 war Konrad Halver einer der Rezitatoren anlässlich der 25-Jahr-Feier von KARL MAY & Co. in Radebeul bei Dresden.

Doch nahezu unsterblich machte er sich im Karl-May-Universum durch seine über Jahrzehnte hinweg prägende Darbietung des Winnetou, den er in fast 40 Hörspielen sprach. Halvers letzte Begegnung mit Karl May fand erst dieses Jahr statt: In der vom Brendow-Verlag herausgegebenen Hörspielfassung von „Old Cursing Dry“ sprach er die Titelrolle.

Halver war verwitwet und hinterlässt einen Bruder.

gp / Foto: KARL MAY & Co./Finke

Totgesagte leben länger

Bis kurz vor Saisonstart stand noch nicht fest, ob überhaupt gespielt werden kann. Nachdem der vorige Veranstalter in den Konkurs geschlittert war, übernahm bekanntlich Winnetou Thomas Koziol (Foto) die Spiele, die zur Finanzierung notwendige Landesförderung war jedoch von der zügigen Abwicklung des Insolvenzverfahrens abhängig. Mit hohem Engagement – selbst die Statisten hatten Probezeiten von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr Früh – schaffte man es, eine Produktion auf die Beine zu stellen, die sich sehen lassen kann.

In einer stringenten Geschichte frei nach May überzeugen Thomas Koziol als gewohnt kämpferischer Winnetou und Michael Thomas als Greenhorn Old Shatterhand. Wolfgang Lesky verleiht seinem Santer neben wunderbar lässigem Spiel auch eine perfide Sprache, und Christoph Steiner brilliert als höchst authentischer Tangua. Authentizität ist überhaupt das Stichwort dieser Produktion, bis in kleinste Gesten und minimale Textzeilen wird auf historische Plausibilität geachtet.

Gute Kämpfe und schöne Reiterszenen gehören zu einer Koziol-Produktion einfach dazu. Leider spielt Iltschi noch nicht so recht mit. Der optisch umwerfende schwarze Hengst (Koziols Zugeständnis an die Karl-May-Fans, ‚die Farbe ist normalerweise das Letzte, wonach ein Reiter ein Pferd wählt‘) steigt mitten auf der Bühne und lässt durch seine Nervosität erst einen Bruchteil der bekannten Stunts zu. Der Reitkunst tut das keinen Abbruch, blendet aber heuer leider die wildeste und aggressivste Facette des Koziol’schen Winnetou aus.

Das Sparbudget ist allenfalls an Kleinigkeiten bemerkbar: Billige Materialien können nicht über grundsätzlich schöne Kostümentwürfe hinwegtäuschen, Pyrotechnik kommt in einer einzigen Szene, hier dafür effektvoll zum Einsatz. Und die Bühne wirkt auch noch etwas provisorisch, was neben den knappen Finanzen auch dem engen Zeitplan geschuldet sein mag. Weitensfeld ist heuer bestimmt eine Reise wert, wenn ausgeglichen bilanziert werden kann, verspricht Koziol für das nächste Jahr eine aufwendige ‚Schatz im Silbersee‘-Produktion. Iltschi wird dann sicher spuren, die Komiker dürften da leider resistenter sein.

Die Online-Galerie von KARL MAY & Co. bietet einen Einblick in die diesjährige Weitensfelder Produktion.

bd
Foto: KARL MAY & Co./Finke

Till Demtrøder, Susan Sideropoulos und Oliver Stritzel im Sommer am Kalkberg

Nach Wayne Carpendale wird nun TV-Schauspieler Till Demtrøder (Großstadtrevier, Landarzt, Verbotene Liebe) die Rolle des Old Shatterhand am Kalkberg übernehmen. Er reitet im Sommer an der Seite von Jan Sosniok. Als junge Ingenieurin Ellen Patterson wird von Susan Sideropoulos (GZSZ, Let’s dance) verkörpert. Oliver Stritzel (Das Boot, Polizeiruf 110, Der Untergang) steht als Cornel Brinkley auf der Bühne am Kalkberg.
Die Kalkberg GmbH schreibt zu den drei Schauspielern und ihren Rollen:
Till Demtrøder übernimmt die Rolle des Westmanns Old Shatterhand. Er kämpft an der Seite des edlen Apachenhäuptlings Winnetou, der zum vierten Mal von Jan Sosniok gespielt wird, gegen eine skrupellose Gangsterbande, die einen sagenumwobenen Schatz heben will.
Die junge Ingenieurin Ellen Patterson wird von Susan Sideropoulos gespielt. Ellen will gemeinsam mit ihrem Vater in den Jagdgründen der Utahs ein Silberbergwerk errichten. Für Konflikte sorgt ihre Liebe zum „Kleinen Bären“, dem letzten Krieger vom Stamme der Tonkawa.
Oliver Stritzel reitet am Kalkberg als kaltblütiger Cornel Brinkley. Dem Deserteur ist jede Schandtat recht, um in den Besitz der legendären Schatzkarte zu kommen, die den Weg zum unermesslichen Reichtum in die Tiefen des Silbersees weist. 

Tiefschlag, Posse, immenser Schaden: Stimmen zur Radebeuler Krise

Der Abschied Christian Wackers vom Direktorenposten des Karl-May-Museums und die scharfe Kritik am Vorstand der Karl-May-Stiftung, dem Wacker problematischste Bedingungen bis hin zu Mobbing vorwirft, bewegt die Karl-May-Szene. Hört man sich dort um, spürt man das Entsetzen, das die Nachricht ausgelöst hat – bin hin zu größter Sorge um die Zukunft des Museums. Der Ruf nach weitreichenden Veränderungen personeller wie struktureller Natur in der Karl-May-Stiftung wird laut und: nach mehr Kommunikation.
„Der Rücktritt Dr. Christian Wackers vom Direktionsposten ist ein Verlust für das Karl-May-Museum“, sagt beispielsweise Hartmut Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Karl-May-Haus Hohenstein-Ernstthal und Geschäftsführer des Freundeskreises Karl May Berlin/Brandenburg. „Seine Gründe hat Dr. Wacker in einem offenen Brief dargelegt. Dabei geht es auch um die Verwendung von Spendengeldern. Die Öffentlichkeit, und besonders die Spender, haben ein Recht darauf zu erfahren, in welche Kanäle die Gelder fließen“, so Schmidt, der auch den Stiftungsvorstand kritisiert: Diesem missfalle diese Offenlegung, er dementiere „aber auch die genannten Fakten nicht“. Eine der wenigen kurzen Stellungnahmen wie „Reisende soll man nicht aufhalten“ seien laut Schmidt der Diskussion nicht förderlich und sprächen für sich.
Bei Bernhard Schmid, Geschäftsführer des Bamberger Karl-May-Verlags, löste die Nachricht von Christian Wackers Kündigung „große Bestürzung und ungläubiges Erstaunen“ aus. Schmid, der eine besondere Beziehung zum Museum hat, da sein Großvater an der Gründung der Institution 1928 beteiligt war, habe mit Wacker „ein sehr gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut, was für eine erfolgreiche Zukunft von Museum und Verlag zusammen mit weiteren Karl-May-Institutionen hätte förderlich sein können. Haben wir das doch lange Zeit vermissen müssen“, so Schmid, der „nur hoffen“ könne, „dass diese aktuelle Krisensituation keinen allzu großen Schaden für das von uns geschätzte Museum hinterlässt und schnellstens wieder eine professionelle Direktion etabliert wird“. Und: „Einschneidende Strukturänderungen, wie von Herrn Dr. Wacker angeregt, sollten unbedingt vorangetrieben werden.“
Auch Prof. Dr. Albrecht Götz von Olenhusen, ein renommierter Medien- und Arbeitsrechtler, der sich unter anderem in der Karl-May-Gesellschaft (KMG) engagiert, hätten die Radebeuler Nachrichten „bestürzt und erschreckt“, wie „viele aus der Karl-May-Szene“. Olenhusen: „Dabei ist nicht der Umstand, dass ein hochqualifizierter und erfolgreicher Direktor (…) aus den von ihm dargelegten Gründen ein anderes Angebot angenommen hat, so gravierend; sondern die besonderen Momente (und die) von ihm dargestellten Gründe machen den Fall zu einem Vorgang, der den an Karl May, seinen Institutionen und seinem Wirken und Nachwirken Interessierten nicht gleichgültig sein kann und darf. Der Schaden, der hier erneut der Sache selbst, dem Museum und dem Andenken Mays zugefügt worden ist, wiegt schwer, er wird schwer wieder gut zu machen sein.“
Olenhusen ist erstaunt, dass sich die Stiftung selbst „bisher in der Sache so gut wie gar nicht geäußert“ habe, und regt eine Untersuchung der von Wacker öffentlichkeitswirksam geäußerten Vorwürfe an: „Wenn sich dies bewahrheitet, und die bisherigen Informationen deuten in diese Richtung, wäre es doch wohl notwendig“, so Olenhusen, die Umstände „einmal gründlich und von unabhängiger Seite aus zu prüfen und der interessierten Öffentlichkeit zu berichten. Es müsste dabei auch gefragt werden, ob von Seiten des Vorstands der Stiftung die erforderlichen Schritte, die für die Planungen notwendig waren, getan oder verzögert oder behindert worden sind. Sollte sich das, was hier als ‚förderschädlich‘ benannt worden ist, herausstellen, wird es notwendig sein, dies aufzuklären und auch in Bezug auf die Stiftung auf Abhilfe zu dringen und auch die von Herrn Wacker geschilderten persönlichen Misshelligkeiten aufzuklären, die Versäumnisse zu beheben und für die Zukunft eine Situation herzustellen, die derartige Schäden und Nachteile fürs Museum, damit auch für die Stiftung, vermeidet“, so Olenhusen.
Olenhusen weiter: „Wenn eine unabhängige Prüfung ergeben sollte, dass die allseits sehr gelobte und geschätzte Arbeit von Herrn Wacker unter anderem dadurch behindert und jetzt zum Erliegen gebracht worden ist, dass aus dem Vorstand die Vorstellungen von Herrn Wacker, hier eine Stätte des Diskurses zu schaffen in einem modernen Museum und mit einer offenen, auch für kritische Meinungen geöffneten Bühne, nachhaltig behindert wurden mit der Tendenz, eine bestimmte Einschätzung als ‚Stiftungswahrheit‘ durchzudrücken, dann wäre das ein weiterer Umstand, der alle an Karl May interessierten Gremien, Institutionen und die KMG aufrufen müsste, um derartigen Vorgängen für die Zukunft den Boden zu entziehen.“
Ähnlich sieht es der Literaturwissenschaftler Dr. Ulrich Scheinhammer-Schmid, der sich in der Karl-May-Gesellschaft durch eigene Studien sowie als Herausgeber von Bänden der Historisch-kritischen Ausgabe von Mays Werken einen Namen gemacht hat, in einem Brief an die Mitglieder des Kuratoriums. Von Wackers Kündigung habe er „mit Entsetzen“ aus der Presse erfahren. „Erfreulicherweise“ habe Wacker aber seine Kündigung begründet und „mit der präzisen Darstellung der Sachverhalte“ auch irritierende Vorgänge der Vergangenheit erklärt: „Die unvermittelte und kaum nachvollziehbare Entlassung von Direktor René Wagner, kurz vor seiner Pensionierung, gehört dazu ebenso wie die noch weit dubiosere Entlassung von Frau Kaulfuß, die ich immer als sehr kompetent und tatkräftig erlebt habe“. Laut Scheinhammer-Schmid offenbart Wackers Schreiben „sehr präzise finanzielle Defizite in den Geschäftsführung der Karl-May-Stiftung, wirft andererseits aber auch ein Schlaglicht auf massive menschliche Schwächen in dieser Institution“. Als Konsequenz fordert Scheinhammer-Schmid eine Überprüfung dieser Sachverhalte „durch eine neutrale, außenstehende Instanz“; es sei aber auch „Aufgabe der Karl-May-Stiftung, von sich aus Aufklärung zu bieten“. Als Voraussetzung für einen Neuanfang fordert der Wissenschaftler einen kompletten Austausch des Stiftungsvorstands: „Unerlässlich scheint mir überdies, den bisherigen, von seinen Aufgaben überforderten Vorstand in Gänze abzuberufen und durch eine neue, kompetente Führungsmann-(und frau!)schaft zu ersetzen. Das ist die dringende Aufgabe der Kuratoriumskonferenz am kommenden Mittwoch, um schweren Schaden vom Museum und von der ganzen Karl-May-Szene abzuwenden.“
„Was ist mit der Karl-May-Stiftung los?“, fragt Lorenz Hunziker vom Schweizer Karl-May-Freundeskreis und verbindet seine Frage mit Kritik am Kuratorium der Stiftung: „Das Kuratorium macht nichts“. Wie in Verwaltungsräten seien die handelnden Personen anderweitig beschäftigt und „winken einfach alles durch“. „Nach Wagner und Kaulfuß wurde der Vorstand wohl durchgeschüttelt, die Amtsverteilung änderte sich, die Personen blieben aber dieselben“, so Hunziker, der beim Vorstand der Karl-May-Stiftung „keine Strategie“ sieht; vielmehr habe dieser die Geschäftsführung gezwungen, „die vom Vorstand vorgegebenen Massnahmen (…) auszuführen“, etwa den „viel zitierten Brunnenengel“, der laut Hunziker nichts mit Karl May zu tun habe, „sondern bei Klara lange nach dem Tod Karl Mays seinen Ursprung hat“. Zur Erklärung: Christian Wackers Vorgängern als Museumsdirektoren, René Wagner und Claudia Kaulfuß, wurde 2013 bzw. 2018 gekündigt. Die Nachbildung einer Brunnenengel-Skulptur wurde am 1. Dezember 2018 im Museumsgarten platziert; das Original hatte Klara May, die Witwe des Schriftstellers, viele Jahre nach dessen Tod aufstellen lassen.
Auch Hunziker sieht die Notwendigkeit von weitreichenden Veränderungen in der Struktur der Stiftung: „Über sechs Jahre ging so das Image der Stiftung und des zu ihm gehörenden Karl-May-Museums (den) Bach ab und das Kuratorium hat sich dazu nicht geäussert und den Vorstand mindestens zweimal wiedergewählt (…) und diesen bis heute gewähren lassen. Vielleicht ist nun die Zeit reif, die Stiftungsstatuten anzupassen und die Aufgaben klar zu definieren. Zudem darf die Frage gestellt werden, ob nicht auch die Personen, die diese Aufgaben ausführen sollen, getauscht werden müssen, um Karl May von diesem Possen-Theater-Image zu befreien.“
Prof. Dr. Holger Kuße (TU Dresden), Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Karl-May-Museums, erklärte auf Anfrage von KARL MAY & Co., er und seine Beiratskollegen seien „von dem Vorgang vollkommen überrascht“ worden. Kuße sieht eine „mehr als unerfreuliche Situation“, zumal der Weggang von Christian Wacker „für das Museum ein immenser Schaden“ sei. Der Weg, den Wacker eingeschlagen habe, „ließ alle Potentiale, die das Museum hat, zur Geltung kommen“, so Kuße, der bedauert, das Museum habe „mit dem Ruf einer gewissen Verstaubtheit, eines May-Tempels und Indianertümelei“ zu kämpfen, und die enormen Potentiale würden „leider oft unterschätzt“. Kuße: „Ich war sicher, dass sich das nun sehr schnell ändern würde“.
Kuße sei regelmäßig mit internationalen Gästen im Museum und habe „gerade in der letzten Zeit nur verblüffte Begeisterung erlebt“. Das Karl-May-Museum habe sich auf dem Weg zu einer „internationalen Größe in den literarischen, kulturgeschichtlichen und gesellschaftlichen Diskursen der Zeit“ befunden, „die alle zum namensgebenden Autor zurücklaufen und seine Bedeutung erst durch diesen umfassenden diskursiven Raum deutlich werden lassen“, so Kuße, der festellen musste: „Vollkommen unerwartet erleben wir nun einen echten Tiefschlag.“
Laut Kuße könne sich jedoch ein wissenschaftlicher Beirat „in die Belange und Entscheidungen von Stiftungsvorständen und Kuratorien nicht einmischen. Ob sich die Verantwortlichen für das Museum weiter auf den Weg zu einem modernen Museum machen, können wir nicht beeinflussen“. Der Beirat sei aber weiter bereit, „die Museumsmodernisierung zu begleiten und unterstützen. Wir hoffen, dass dies weiter möglich sein wird“, so Kuße.
Prof. Dr. Andreas Brenne (Universität Osnabrück), der die Karl-May-Szene seit Jahren beobachtet und sich umfassend mit dem Phänomen May befasst, bedauert Christian Wackers Abschied aus Radebeul sehr, habe der Direktor doch „ein innovatives kuratorisches Konzept und große Pläne der Umgestaltung der Sammlung inkl. Neubau“ entwickelt.
Brenne wirft darüber hinaus Fragen zur Weiterentwicklung des Museums und zu der Beschäftigung mit Karl May auf: „Unabhängig davon, wie man die Konstellation der Radebeuler Trias von Museum, Stiftung und Förderverein bewertet, gilt es doch grundsätzlich zu fragen, wohin sich der Kulminationspunkt der May-Szene entwickeln soll. Geht es um eine inhaltliche und programmatische Weiterentwicklung einer Bildungseinrichtung, die aktuelle Ergebnisse der Karl-May-Forschung didaktisch derart aufarbeitet, dass eine breite und interdisziplinäre Diskussion möglich wird? Geht es um eine rezipientenorientierte Vermittlung von Leben und Werk Karl Mays, die nicht allein eine elegische Nabelschau betreibt, sondern neue Kreise erschließt und an heutige gesellschaftlich relevante Diskurse anschließt? Oder spielt das alles keine Rolle, sondern setzt auf spektakuläre Events, die eine bestimmte Lesart des Mayschen Kosmos populär und vor allem spektakulär in Szene setzt – eine Art Disney-Land der dark and bloody Grounds sächsischer Prägung – etwa im Sinne der pointierten Reanimation des Italowesterns in den ehemaligen Filmkulissen von Almeria (Sergio Leone World)? Ich denke, es braucht beides, wobei ich den Aspekt der kulturellen Bildung für zentral erachte. Museen haben einen diesbezüglichen Auftrag und in dieser Hinsicht hat das Team von Christian Wacker Großartiges geleistet und einen guten Weg beschritten“, so Brenne.
Dazu gehöre laut Brenne nicht nur ein „Update der musealen Inszenierung, sondern auch eine forschungsorientierte Reflexion von Museumsgeschichte und Sammlung. Denn die Villa ‚Shatterhand.‘ stellt nicht nur die Wirkungsstätte eines großen Literaten aus, sondern beherbergt auch in der später erstellten Villa Bärenfett eine ‚völkerkundliche‘ indianistische Sammlung. Insofern ist Provenienzforschung unverzichtbar, aber auch eine Auseinandersetzung mit den Verstrickungen des Museums in totalitäre Systeme der jüngsten Vergangenheit. Ich denke an die unkommentiert gezeigten Arbeiten des aktiven Nationalsozialisten Elk Eber oder das Museum als Ort der Staatssicherheitsbehörde der DDR“, so Brenne.
Derweil berichtet die Sächsische Zeitung am heutigen Montag, der Oberbürgermeister von Radebeul, Bert Wendsche, zugleich Vorstandsmitglied der Karl-May-Stiftung, habe zum Krisengespräch am morgigen Dienstag geladen, bevor sich Vorstand und Kuratorium am Mittwoch in einer Videokonferenz beraten wollen. Auch die Bild-Zeitung Dresden griff das Thema in ihrer heutigen Ausgabe auf und fasste zusammen: „Geld weg, Chef weg, Besucher weg!“.

Thomas Koziol neuer Regisseur im Gurktal

Wie der Geschäftsführer der Weitensfelder Karl-May-Festspiele Dietmar Schaub bestätigte, stehen die Jubiläumsspiele 2009 unter dem Zeichen wichtiger Veränderungen. Das 15-jährige Bestehen sei ein schöner Anlass, auch wieder neue Wege zu beschreiten und frischen Wind in die Spiele zu bringen, so Schaub. Thomas Koziol wurde nicht nur als Winnetou-Darsteller engagiert, sondern auch mit der Regie betraut. Bis zum Sommer soll die Bühne nach seinen Vorstellungen umgebaut werden, um ein entsprechend professionelles Spektakel zu ermöglichen. Gespielt wird 2009 ‚Winnetou I‘.

Thomas Koziol ist nicht nur Österreichs Parade-Winnetou, er gehört auch zu den Gründungsmitgliedern der Weitensfelder Bühne, an der er von 1995 bis 1999, vor seinem Abgang nach Winzendorf, spielte. Im Sommer 2008 feierte er in Weitensfeld in ‚Der Ölprinz‘ nach seinem vorübergehenden Rückzug aus der Karl-May-Szene sein Winnetou-Comeback. Koziol steht für einen realistischen Regiestil, wenngleich sich Schaub im Hinblick auf das jugendliche Publikum wenig Brutalität wünscht. Man darf sich aber sicher auf sehr viel Action und hervorragende Kampfszenen freuen. Mit Koziols Kaskadeur- und Stuntausbildung im Hintergrund ist darüber hinaus wieder mit einem höchst agilen, kämpferischen Winnetou zu rechnen.

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Foto: KARL MAY & Co./Finke

Themenwoche bei MDR FIGARO

Der Kultursender MDR FIGARO widmet derzeit Karl May aus Anlass seines 100. Todestages eine Themenwoche unter dem Motto ‚Karl-May-Festspiele‘. Den Schwerpunkt bildet vor allem Mays Rolle als Erzieher und Weltverbesserer. Den Höhepunkt der ‚Festspiele‘ wird ein Thementag unter dem Titel ‚Sieg, großer Sieg! Ich sehe alles rosenrot.‘ bilden.

So wird vom 20. bis 24. Februar 2012 eine Serie über ‚Karl-May-Orte in Mitteldeutschland‘ gesendet, seit dem 12. Februar läuft eine Hörbilder-Serie ‚Empor ins Reich der Edelmenschen‘, die am 10. März 2012 noch einmal in einem Stück gesendet wird. Bis zum 30. März gibt es außerdem täglich um 9:05 Uhr bzw. 19:05 Uhr (Wiederholung) Erich Loests Karl-May-Romanbiografie ‚Swallow, mein wackerer Mustang‘ als 30-teilige Lesung. Alle Beiträge können bis zwei Wochen nach Ausstrahlung online nachgehört werden.

Alle Infos zu den ‚Karl-May-Festspielen‘ im Radio gibt es hier.

fun

Theatrale Karl-May-Expedition jenseits von Bad Segeberg‘

Allen Karl-May-Fans, die den Apatschen schon immer einmal auf der Bühne (jenseits von Bad Segeberg) mit Originaltext erleben wollten‘, bietet sich an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München nun eine besondere Gelegenheit: Im Rahmen des Bühnenpraktikums des Studiengangs Dramaturgie bzw. Theaterwissenschaft gelangt eine ‚theatrale Karl-May-Expedition‘ mit dem Titel ‚Winnetou V‘ zur Aufführung (Karl May selbst hatte bekanntlich die Bände Winnetou I bis IV vorgelegt).

Man darf gespannt sein. Angekündigt werden die Aufführungen lediglich mit einem Karl-May-Zitat:

‚Winnetou auf die Bühne zu bringen. Eine gewagte Idee? O nein! Der Farbe wegen? Hat nicht Shakespeare seinen Othello geschrieben, der ein vollständig schwarzer Mensch gewesen ist? Wie? Ich sei noch lange kein Shakespeare? Gewiß; das weiß ich wohl; aber dafür ist mein Winnetou auch viel heller als sein Mohr! Und wer Winnetou kennt, der gibt mir sicher recht, dass es keine edlere und ergreifendere Bühnengestalt geben kann, als diesen hochragenden Häuptling der Apatschen, der ganz desselben tragischen Todes sterben musste, welchem seine untergehende Nation verfallen ist. Mir klingt noch heute das Ave Maria in den Ohren, bei dessen Klängen er in meinen Armen die Augen schloss.‘

Die ‚theatrale Karl-May-Expedition‘ findet am 29., 30. und 31. Januar und am 1. und 2. Februar 2008 jeweils um 20 Uhr an der LMU München (Theaterwissenschaft/Studiobühne twm, Ludwigstraße 25/EG) statt. Karten: 7 Euro / 4 Euro (ermäßigt) / Reservierungen unter: Stefan.Frey@lrz.uni-muenchen.de

nf, Abbildung: LMU München

Theaterspektakel der Landesbühnen Sachsen feierte Premiere

Am Abend des 3. Mai feierte mit ‚Karl May total‘ ein ambitioniertes Projekt eines spartenübergreifenden Theaterspektakels rund um das Thema Karl May Premiere. Das Experiment kann als überaus gelungen eingeschätzt werden. Die zahlreichen Besucher hatten die Qual der Wahl zwischen einer Vielzahl im gesamten Radebeuler Stammhaus parallel ablaufender Programmpunkte, die sich hauptsächlich dem ‚anderen May‘ widmeten. Auf verklärte Wildwest-Romantik wurde bewusst verzichtet, das ‚hauseigene‘ Blutsbrüderpaar der Felsenbühne Rathen hatte dienstfrei.

Das Spektakel ist nochmals zu erleben am 4. Mai (19:00 Uhr) und zum Beginn der Karl-May-Festtage am 10. Mai (20:00 Uhr).

Das Programm im Einzelnen:

Teil 1
‚Am Silbersee‘ – Ein Karl-May-Roman als Oper von Othmar Schoeck
oder
‚Der Schatz im Silbersee‘ – Trialogisches Erzähltheater mit Beatboxer
oder
‚Karl May in E-Tüten‘ – Pantomime mit Ralf Herzog (am 4. Mai) bzw. ‚Der Schatz im Silbersee – Karl May entfesselt‘ – Puppentheater des theater junge generation (am 10. Mai)

Teil 2
‚Karl M.‘ – Tanztheater Performance

Teil 3
‚HimmelsGedanken‘ – Verse von Karl May im Klangraum
oder
‚SeelenSchmiede‘ – Ein Theaterstück mit Tanz
oder
‚KünstlerFreundschaft‘ – Der Briefwechsel zwischen Karl May und dem Maler Sascha Schneider mit Olaf Hörbe
oder
‚GesetzesMühle‘ – Eine juristische Richtigstellung
oder
‚StückWerk‘ – ‚Ich bin nicht Karl May‘ – Auszüge aus der Komödie von Christof Weigold über die Geburt des Schriftstellers
oder
‚RätselReise‘ – Quiz für Auskenner

Der Abend klingt ‚Am Lagerfeuer‘ mit Live-Musik aus. Optional kann auch noch ein Expertentalk besucht werden.

2014 soll ‚Karl May total 2‘ folgen.

fun

Test der Bühnen Elspe und Segeberg

In der Harald-Schmidt-Show (23.15 Uhr, Sat.1) soll es heute, am 29. August, einen Test der Bühne in Bad Segeberg gegen die Bühne in Elspe geben, das kündigte Harald Schmidt zum Ende der gestrigen Sendung an.

Also unbedingt anschauen, das kann nur lustig werden!

tg

Termine von September 2014 bis November 2015

Autor: Redaktion
Seite(n): 86-87
Magazin: KARL MAY & Co. Nr. 137