Seit über zehn Jahren ist sie in Planung, doch bisher verschob sich der geplante Aufführungsbeginn von Karl-May-Stücken auf der Karl-May-Bühne am Stausee Oberwald in Hohenstein Ernstthal regelmäßig um ein weiteres Jahr. Immer wieder hieß es, es seien noch nicht alle ‚bürokratischen Hürden‘ bewältigt, um mit dem Bau des groß angelegten Freilichttheaters (einen Übersichtsplan bietet die Website karl-may-buehne.de) zu beginnen. So auch diesmal.
In einem Artikel der ‚Freien Presse‘ vom 2. April 2003 vermeldet zwar der Initiator des Projekts, Wolfgang Hallmann, Leiter des Kulturamtes Hohenstein-Ernstthal und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Karl-May-Hauses, die Planungen seien ‚jetzt abgeschlossen‘, und es sei nun insofern ‚endlich Land in Sicht‘, als ‚eine Hamburger Firma ein abschließendes, sehr positives Gutachten vorgelegt‘ habe, ‚das optimistisch stimmt‘. Die Finanzierung – natürlich Voraussetzung für den Bau des Theaters – scheint allerdings immer noch nicht gesichert, denn: ‚So steht die Bürgschaft der Sächsischen Aufbaubank zurzeit noch aus‘, heißt es in der ‚Freien Presse‘. So nah kann das Land, das in Sicht ist, also nicht sein.
Dabei hat Hallmann weiterhin Visionen: Er träumt von ‚qualitativ hochwertigen (Theater-) Produktionen‘, die ‚im ganzen Bundesgebiet und auch darüber hinaus Karl May mit seiner Geburtsstadt verknüpfen und deren Bekanntheitsgrad steigern‘ sollen. ‚Was zählt, ist Leistung‘, sagte er gegenüber der ‚Freien Presse‘, und ‚das ist die beste Werbung‘ für Karl Mays Geburtsstadt Hohenstein Ernstthal.
Während der Bau des Freilichttheaters weiterhin eine Vision bleibt, soll im Mai dieses Jahres an der ‚Karl-May-Erlebniswelt am Silbersee‘ zunächst das Indianerdorf, das im letzten Jahr abbrannte, wiedereröffnet werden. Auf den kleinen Saloon und das Westernmuseum müssen die Besucher jedoch verzichten. ‚Ob diese neu aufgebaut werden, steht momentan nicht fest. Denkbar sei eventuell eine Errichtung an anderer Stelle‘ (Freie Presse).
Informationen zum Karl-May-Vorhaben am Stausee Oberwald gibt es auf der Website www.karl-may-buehne.de.
nf (Quelle: ‚Freie Presse‘)