‚Winnetou ist so falsch wie meine Steuererklärung‘ – dieser Ausspruch von Joshy Peters als ‚Großer Wolf‘ war nur einer der zahlreichen Gags aus der diesjährigen Abschlussvorstellung der Bad Segeberger Karl-May-Spiele, die mit einem deutlichen Zuschauerplus von 18,2 % gestern zu Ende gingen.

284.599 Zuschauer hatten die Inszenierung von ‚Der Schatz im Silbersee‘ in 72 Vorstellungen gesehen – damit wurden mit einem originalgetreuen Karl-May-Stück zwei der bisher unerreichten Zuschauerrekorde aus den Zeiten von Pierre Brice geknackt.

In der etwas verregneten Sonntagnachmittagsvorstellung taten sich neben Joshy Peters Frank Schröder (‚Lord Castlepool‘) und Horst Janson (‚Old Firehand‘) als diejenigen hervor, denen der Schalk am meisten im Nacken saß. Auch die Statisten trugen wieder dazu bei, dass das tapfer ausharrende Publikum auf seine Kosten kam.

Einen Tag nach dem Saisonende gab die Kalkberg GmbH nun auch das Stück für das Jahr 2002 bekannt: ‚Im Tal des Todes‘ wird im nächsten Jahr vom 22.06. bis zum 01.09. gespielt. ‚Karl Mays Roman, der den Kampf um eine giftige Quecksilbermine im sagenumwobenen Tal des Todes schildert, ist eine gute Grundlage für eine actionreiche und humorvolle Inszenierung‘, so Ute Thienel. ‚Im Tal des Todes‘ wurde bisher erst einmal im Jahr 1980 gespielt, damals waren Claus Wilcke und Chris Howland Stargäste der Spiele.

kcs, nf, tg, sm