Nun liegt er endlich vor, der lange erwartete Band II der kritischen Ausgabe nach den Manuskripten von Karl Mays bedeutendstem Altersroman. Aber die Freude der Karl-May-Freunde über dieses ebenso schöne wie inhaltsreiche Buch wird vom Tod von Hans Wollschläger getrübt, der in dieses Werk ‚bis zuletzt viel Zeit, Wissen und Energie investiert hat‘, so die Würdigung des Karl-May-Verlages am Schluss des Bandes. Wollschläger verstarb am 19. Mai 2007 und hat das Erscheinen des Bandes nicht mehr erleben dürfen. Besonders gespannt war man auf Wollschlägers editorischen Bericht, und man wird nicht enttäuscht. Wie der Herausgeber die Entstehungsgeschichte von ‚Ardistan und Dschinnistan‘ schildert und sie mit Mays Lebensumständen zur Zeit der Niederschrift und der Herausgabe des Werkes verknüpft, lohnt alleine die Anschaffung dieses Bandes. Nach diesem ebenso spannenden wie informativen Text folgt der von Wollschlägers Mitarbeiterin Franziska Schmitt akribisch zusammengestellte Apparat mit den zahlreichen Textvarianten vom Manuskript über die Zeitschriftenfassung im ‚Deutschen Hausschatz‘ bis zur ersten Buchausgabe im Verlag Fehsenfeld.
Wie Band I ist auch dieses Buch im Stil der blauen, illustrierten Fehsenfeld-Ausgabe gestaltet und mit einem Frontispiz von Gustav Krum versehen. Erschienen ist es im Karl May-Verlag Bamberg · Radebeul, der Preis beträgt 49 Euro, und die ISBN lautet 978-3-7802-0651-0.
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