Das war die Meldung der Woche aus der Festspielwelt: Die Festspiele Burgrieden haben offiziell Insolvenz angemeldet und die Saison 2027 abgesagt.
Das hat Geschäftsführerin Claudia Huitz am 26. Oktober auf den Social Media-Kanälen der Karl-May-Bühne bekannt gegeben. In dem Posting schreibt sie unter anderem:
„2026 war eine Saison, auf die wir stolz sind: rund 22.000 Besucherinnen und Besucher, eine neue Regie, junge Leute im Team. Für 2027 standen der neue Hauptdarsteller und das Plakat schon fest. […] Dann hat uns das Wetter vier Vorstellungen gekostet, und der Versicherungsschutz, auf den wir uns verlassen haben, hat nicht gegriffen. Ich bin überzeugt, dass der Fehler nicht bei uns liegt. Das klären jetzt die Anwälte und die Gerichte. So lange kann eine GmbH aber nicht warten. Ohne diesen Schutz darf ich die Saison 2027 nicht verantworten, und das Gesetz lässt mir als Geschäftsführerin in dieser Lage nur drei Wochen Zeit. Bis zuletzt habe ich verhandelt, um ein langes Gerichtsverfahren zu vermeiden. Es ist nicht gelungen. Deshalb habe ich am Sonntag für die Festspiele Burgrieden GmbH Insolvenz beantragt. Es war der einzige rechtlich mögliche Weg.“
Die Karl-May-Festspiele in Burgrieden standen gerade an einem Wendepunkt, hatte doch soeben erst das künstlerische Team gewechselt und auch die Winnetou-Rolle war neu besetzt worden. In ihrem offenen Brief schreibt Claudia Huitz: „Ich wünsche mir von Herzen, dass auf dieser Bühne weitergespielt wird und hier weiter so unfassbar schöne Feste gefeiert werden. Ich werde dabei helfen, wo ich kann.“

