Die Karl-May-Spiele Bad Segeberg präsentierten heute im Freilichttheater am Kalkberg erste Szenen ihrer neuen Inszenierung ‚Winnetou I‘ und gleichzeitig den neuen Winnetou-Darsteller Erol Sander in Aktion. Trotz kalter Temperaturen spielte dieser weitestgehend mit nahezu freiem Oberkörper; er wusste darüber hinaus mit seiner Spielfreude und körperlichem Einsatz zu überzeugen. Auch die Neuzugänge Peter Kremer (Santer) und Thorsten Nindel (Old Shatterhand) hinterließen bei der knapp einstündigen Kostprobe einen guten Eindruck. Unter den alten Hasen sind besonders Joshy Peters (erstmals in der Rolle des Intschu-tschuna), Vanida Karun (Nscho-tschi) und Dirc Simpson (Rattler) hervorzuheben. Für die komischen Szenen in ‚Winnetou I‘ sind in diesem Jahr vor allem Frank Schröder (‚Jacques LeClou‘), Uli Kinalzik (Sam Hawkens) und Rainer König (Juggle Fred) zuständig. Während man mit der Darstellung des Sam Hawkens und des Juggle-Freds auch als Karl-May-Freund noch gut leben könnte, scheint der französische Parfümfabrikant Jacques LeClou doch zu viel des Guten zu sein.
Die ersten ‚Winnetou I‘-Szenen wurden in Freilichttheater am Kalkberg vor einer erfreulich unaufdringlichen Kulisse präsentiert: Der rechte Bühnenrand wurde komplett umgestaltet und bietet neue Auftrittsmöglichkeiten für Personen und die Eisenbahn. Zudem wird das bislang unansehnliche Schiebetor zur Hinterbühne kaschiert. Lediglich das Pueblo auf der linken Bühnenseite wirkt nicht authentisch, aber vielleicht wird hier bis zur Premiere am 23. Juni noch nachgebessert.
Die Segeberger Karl-May-Saison rückt in greifbare Nähe, und man darf gespannt sein, wie das vollständige Stück und die neuen Blutsbrüder angenommen werden.
Informationen und Bildmaterial hat KARL MAY & Co. in seiner Galerie und im Blog zusammengestellt.
tg
Foto: KARL MAY & Co.