Bevor am 16. Dezember im Leipziger Centraltheater Rainald Grebes ‚Karl-May-Festspiele‘ ihre Premiere feiern (ein aktuelles Gespräch mit dem Kleinkünstler und Liedermacher ist in der neuen Ausgabe von KARL MAY & Co. zu lesen), kommt Karl May auch noch in Hamburg und Wiesbaden auf die Theaterbühne.

‚Karl-May-Bücher auf die Bühne!‘

Im Hamburger Thalia-Theater steht am 21. November 2009 um 20 Uhr im Rahmen des Thalia-Wochenendes ‚American Dreams!?‘ ein ‚Karl-May-Spezial‘ mit dem Titel ‚Winnetou I-III oder Rauchzeichen aus Radebeul‘ auf dem Spielplan, eine szenische Lesung, eingerichtet von Jonas Zipf. In der Ankündigung heißt es: ‚Der sächsische Schriftsteller Karl May träumte im vergangenen Jahrhundert in den Gestalten Winnetou und Old Shatterhand den ultimativen deutsch-amerikanischen Verbrüderungstraum und schuf ein Universum, in dessen grenzenlose Weiten Wolf-Dietrich Sprenger und viele weitere Mitglieder des Thalia-Ensembles aufbrechen werden und Winnetou I-III oder Rauchzeichen aus Radebeul erzählen.‘

Zurzeit sind die Theaterleute auf der Suche nach Grünen Bänden – für die Bühnenbildgestaltung: ‚Karl-May-Bücher auf die Bühne! Sollten Sie ein oder mehrere Exemplare dieses Bandes besitzen und nicht mehr benötigen, freut sich der Bühnenbildner dieses Abends über Rohstoff. Gönnen Sie ihren Dachbodenschätzen ein zweites Leben auf der Bühne des Thalia Theaters! Die Bücher können an der Pforte des Bühneneingangs des Thalia Theaters (Raboisen 67) abgegeben oder eine Abholung unter christoph.rufer@thalia-theater.de vereinbart werden‘, heißt es in einem Aufruf auf der Thalia-Webseite.

‚Ein Schuss, ein Schrei, es war Karl May‘

Das Wiesbadener Scheunentheater zeigt vom 18. bis 21. November 2009 in der ‚Pfarrscheune‘ (Altmünsterstraße 8, Wiesbaden-Igstadt) die Inszenierung ‚Karl May‘. Das Wiesbadener Tagblatt, das die Proben besuchte, berichtete in seiner Ausgabe vom 13.11., es handele sich um ‚den Lebensweg von Karl May in 38 Szenen, spannend für Alt und Jung‘. Und weiter: ‚Kennen Sie Karl May? Natürlich, werden Sie denken – wer kennt ihn schließlich nicht. Generationen von Kindern und Jugendlichen hat May mit seinen Geschichten und Abenteuern aus fernen Ländern mit auf phantastischen Reisen genommen (…) Weniger verbreitet ist jedoch die Lebensgeschichte des gebürtigen Sachsen. Unter der Überschrift ‚Ein Schuss, ein Schrei, es war Karl May‘ beschäftigt sich das Igstadter Scheunentheater in seiner Herbstproduktion mit dem berühmten Sachsen.‘ Dabei nehme das Ensemble in 38 Szenen das Publikum mit auf den Lebensweg Mays – ‚mit Lesungen, Spielszenen und Rezitationen‘. Auf einen Karl-May-Darsteller habe man bewusst verzichtet, berichtet das Wiesbadener Tagblatt, das das Ensemblemitglied Ingrid Dahl zitiert: ‚Dadurch, dass mehrere Schauspieler als Karl May auftreten, tragen wir der multiplen Persönlichkeit Mays Rechnung‘.

nf