Wie bereits berichtet, endeten die diesjährigen Karl-May-Festspiele in Weitensfeld/Gurktal (Kärnten/Österreich) in einem finanziellen Desaster. Doch das Weitensfelder Karl-May-Team 2001 ist wild entschlossen, auch im Jahr 2002 wieder Karl May im Gurktal spielen zu können.

Allerdings sieht es nicht allzu gut aus für Österreichs jüngste Karl-May-Bühne: 3,8 Millionen Schilling seien in der vergangenen Saison eingespielt worden, dennoch warteten über 100 Lieferanten und Akteure auf ihr Geld. 6 Millionen Schilling stünden aus.

Zurzeit wird versucht, die Spiele mit einem Zwangsausgleich am Leben zu halten. Ob dies gelingt oder ob Konkurs angemeldet werden muss, ist derzeit noch unklar.

Fest steht jedoch: Das Team der Saison 2001 ist hochmotiviert, im Jahr 2002 weiter zu machen. Peter Kowal, Journalist bei der Kleinen Zeitung und der Sam Hawkens dieser Saison, glaubt an ein Fortbestehen der Spiele. Nach einem Gespräch mit den Gesellschaftern sei er zuversichtlich, dass es 2002 trotz der derzeitigen finanziellen Schwierigkeiten weitergehe. Regisseur Adolf Peichl bereite schon das neue Stück vor. ‚Und die Crew steht voll hinter ihm‘, so Kowal, der dann wieder den Sam Hawkens spielen möchte.

Von Adolf Peichl ist zu hören: ‚Es wäre traurig, wenn man nach einem Erfolg (immerhin 26.000 Zusschauer) aufhören müsste‘. Unverwüstlich plant er die neue Saison und hofft ebenfalls auf ein Fortbestehen. ‚Sollte es weitergehen, was alle hoffen‘, so Peichl, ’steht im nächsten Jahr ‚Unter Geiern‘ auf dem Spielplan‘. Das Buch von Jean-Jacques Pascal (bekannt aus Gföhl und Winzendorf) sei bereits fertig. Große Teile des diesjährigen Teams stünden auch 2002 wieder zur Verfügung.

nf