Er zählt zu den bemerkenswertesten Streifen der Karl-May-Filmwelle der 1960er-Jahre: „Der Ölprinz“ (1965), eine Produktion, die mit Pierre Brice, Harald Leipnitz, Heinz Erhardt, Mario Girotti (Terence Hill) und nicht zuletzt Stewart Granger zahlreiche Stars versammelte und erstmals dem zwielichtigen Oberschurken Grinley aus Karl Mays berühmter Romanvorlage auf der Kinoleinwand Leben einhauchte.

56 Jahre nach der Premiere dieses farbenprächtigen Leinwandabenteuers bringt KARL MAY & Co. in diesem Jahr ein Sonderheft heraus, das die schönsten und seltensten Fotos vom Geschehen vor und hinter der Kamera präsentieren sowie erstmals umfassend die „Ölprinz“-Entstehungsgeschichte dokumentieren wird. Das Heft entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Karl-May-Archiv Göttingen und dem Karl-May-Filmexperten Michael Petzel, aus dessen Feder der Großteil der Texte des Heftes stammt.

„Die ‚Ölprinz‘-Dreharbeiten gehören zu den abenteuerlichsten der Karl-May-Filmgeschichte.“

„Das Jahr 1965 markiert den Höhepunkt der Karl-May-Begeisterung in Deutschland. Zu keinem anderen Zeitpunkt erlebten so viele Karl-May-Filme ihre Uraufführung in den Lichtspieltheatern wie in diesem Jahr. Der erste Film, mit dem die Karl-May-Dreharbeiten im Jahr 1965 starteten, war ‚Der Ölprinz‘. Die Dreharbeiten hierzu gehören zu den abenteuerlichsten der Karl-May-Filmgeschichte der Rialto Film, übertroffen nur noch von ‚Halbblut‘ im Jahr 1966. Harald Philipp konnte sich rühmen, in beiden Filmen der Regisseur gewesen zu sein. Und noch aus einem weiteren Grund ist der neunte Film der Karl-May-Serie erwähnenswert. Sein Titelheld wurde von einem Schauspieler verkörpert, der wie sonst nur noch Mario Adorf mit seiner Schurkenrolle identifiziert wurde: Harald Leipnitz. Wie für Adorf wurde der Karl-May-Bösewicht auch für Leipnitz zu einem ikonographischen Markenzeichen, das ihn sein ganzes Schauspielerleben hindurch begleiten sollte“, so Petzel über „Der Ölprinz“. Ergänzt werden Michael Petzels Beiträge durch Texte von Karl Ebner, Henning Franke und Rolf Dernen, die sich unter anderem den Drehorten, Mays Romanvorlage und den Rahmenbedingungen der Entstehungsgeschichte des „Ölprinzen“ widmen.

Bereits 2008 gab KARL MAY & Co. ein Sonderheft mit seltenen Fotos zum 1960er-Jahre-Film „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ heraus. Das Heft war nach kurzer Zeit restlos vergriffen und ist heute ein begehrtes Sammelobjekt. Schon 1995 hatte das Magazin, das regulär vier Mal im Jahr erscheint und sich allen Themenbereichen des Karl-May-Kosmos widmet, die Broschüre „Karl-May-Filmstars im Blickfeld“ veröffentlicht. Nach dem „Tal der Toten“-Erfolg folgte 2013 ein weiteres Sonderheft zu den Karl-May-Festspielen Elspe. Auch hier war die Nachfrage so groß, dass inzwischen eine zweite Auflage vorliegt. Die KARL MAY & Co.-Sonderhefte erschienen jeweils in reizvoller Gestaltung und hochwertiger Ausstattung.

Das neue „Ölprinz“-Sonderheft wird in der Tradition der bei Sammlern beliebten Karl-May-Filmbildbände in zwei Versionen erscheinen, die sich durch das Covermotiv unterscheiden. Der genaue Veröffentlichungstermin mit weiteren Details zu Umfang, Verkaufspreis und Bezugsmöglichkeiten wird im Verlauf der nächsten Wochen bekannt gegeben.