Zugriff verweigert!‘, heißt es seit einigen Tagen, wenn das Internetangebot der Karl-May-Festspiele im österreichischen Weitensfeld (Gurktal/Kärnten) aufgerufen wird. Die Webseite der ‚Gurktaler Karl May Festspiele GmbH‘ scheint vom Netz genommen worden zu sein. Ob die Weitensfelder Karl-May-Festspiele in diesem Jahr stattfinden, ist ungewiss. Dies bestätigte jetzt auf Anfrage auch der Geschäftsführer der ‚Gurktaler Karl May Festspiele GmbH‘, Dietmar Schaub. ‚Das ist in der Schwebe‘, so Schaub, der auf eine laufende Anfrage bei der Kärntner Landesregierung wegen finanzieller Unterstützung verweist. Erst wenn darüber entschieden sei – voraussichtlich Ende März -, sei absehbar, ob und wie es mit den Karl-May-Festspielen weitergehe.

Die Karl-May-Festspiele im Gurktal, die seit ihrem Premierenjahr 1995 immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, weswegen gleich mehrmals die Betreibergesellschaft wechselte, sollten in diesem Jahr mit der Inszenierung ‚Winnetou I‘ eigentlich zu einem künstlerischen Neuanfang unter dem Schauspieler und Regisseur Thomas Koziol geführt werden. Koziol hatte im vergangenen Jahr bei ‚Der Ölprinz‘ sein Winnetou-Comeback gefeiert (er war der erste Winnetou-Darsteller der Bühne und gehört zu ihren Initiatoren). Sein Konzept für die Jubiläumssaison der Karl-May-Festspiele Weitensfeld sah unter anderem vor, die Freilichtbühne umzubauen und auch den ersten Old-Shatterhand-Darsteller der Weitensfelder Bühne, den Schauspieler Michael Thomas, für dessen Paraderolle zu verpflichten.

Die Festspiele hatten zuletzt bei der Gesamtbesucherzahl ein deutliches Minus hinnehmen müssen. So kamen in der Spielzeit 2008 insgesamt nur 11.000 Besucher – 5.000 Zuschauer weniger als 2007.

nf
Foto: Die leere Zuschauertribüne der Weitensfelder Freilichtbühne in der Spielzeit 2008 sowie ein Hinweisschild auf die Karl-May-Festspiele in Weitensfeld/Gurktal (KARL MAY & Co./Finke)