Neben ihren Dauerausstellungen zu Leben und Werk Karl Mays bieten die beiden sächsischen Karl-May-Museen – das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal (Bild oben) und das Karl-May-Museum in Radebeul bei Dresden (Bild unten) – auch in der Vorweihnachtszeit wieder mit Sonderausstellungen einen zusätzlichen Anreiz für einen Besuch.

In Hohenstein-Ernstthal, dem Geburtsort Karl Mays, wird am 29. November 2008 um 10 Uhr die Weihnachtsausstellung des Karl-May-Hauses eröffnet: Sie steht unter dem Motto ‚Atze, Frösi und Karl May – die Comicwelten des Jürgen Günther‘ und wird bis zum 4. Januar 2009 gezeigt. Im Februar 2009 folgt die nächste Sonderausstellung zum Thema ‚Klara May als Photographin‘. Der Vorsitzende der Karl-May-Gesellschaft (KMG), Johannes Zeilinger, zeigt siebzig unbekannte Aufnahmen von Karl und Klara Mays Orientreise, die Klara May fotografierte und zum Teil von ihr und Max Welte, einem Dresdner Bekannten der Mays, beschriftet wurden. Später im Jahr 2009 wird es dann in weiteren Ausstellungen um die Geschichte der DDR-Indianerspielfiguren gehen, 2010 lautet das Thema – anlässlich des 500. Bestehens von Hohenstein – ‚Karl-May-Stätten in Hohenstein-Ernstthal‘.

In der ‚Villa Bärenfett‘ des Karl-May-Museums in Radebeul bei Dresden werden im Rahmen einer Sonderausstellung vom 1. Dezember 2008 bis zum 3. Februar 2009 Gemälde zu Karl Mays Werken des Dresdner Künstlers Torsten Hermann präsentiert. Hermann, dessen May-Illustrationen in diesem Jahr bereits der Förderverein des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal ausstellte (KARL MAY & Co. berichtete), hat für die Radebeuler Ausstellung einige neue Figuren Karl Mays gemalt, so dass seine bereits in Hohenstein-Ernstthal gezeigten Bilder ergänzt werden. Übrigens: KARL MAY & Co. präsentiert in seiner nächsten Ausgabe den ersten Teil eines Beitrags zu den Werken des jungen Künstlers, u.a. wird dabei auch ein eigens für diesen Beitrag angefertigtes neues Gemälde abgedruckt.

Das Radebeuler Karl-May-Museum feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Am Montag, dem 1. Dezember 2008, dem Geburtstag, hat es daher von 10 bis 16 Uhr zusätzlich geöffnet – Besucher erhalten an diesem Tag ’80 % Geburtstagsrabatt‘ auf den regulären Eintrittspreis, wie das Museum mitteilte. Ab 14 Uhr werde der Weinböhlaer Maler Steffen Gröbner im Gespräch mit Museumsdirektor René Wagner drei seiner Radierungen präsentieren. Diese eigens aus diesem Anlass geschaffenen Zeichnungen der beiden Villen des Museums – ‚Villa Bärenfett‘ und ‚Villa ‚Shatterhand.“ – und vom Grabmal Karl Mays, einer Nachgestaltung des Niketempels auf der Akropolis in Athen auf dem Radebeuler Friedhof, sollen erstmals vorgestellt werden. Am 7. Dezember 2008 (16 Uhr) findet im Museum außerdem eine Lesung mit Klaus Funke und René Wagner statt: ‚Erzgebirgische Dorfgeschichten, aber nicht von Karl May‘. Am 14. Dezember 2008 (16 Uhr) folgt eine Gesprächsrunde mit Christian Rothe und André Köhler zum Thema ‚Die Pfadfinder, Karl May und Weihnachten – passt das zusammen?‘.

nf

Fotos: Das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal (oben) und die ‚Villa ‚Shatterhand.“ des Karl-May-Museums in Radebeul bei Dresden (KARL MAY & Co./ Dernen und Finke)