Die in Italien lebende US-amerikanische Schriftstellerin, Journalistin und Fotografin Ruth Ellen Gruber (Foto) ist eine/r der Preisträger/innen, die in diesem Jahr von der namhaften ‚John Simon Guggenheim Memorial Foundation‘ ein Forschungsstipendium erhalten. Grubers Thema lautet ‚Sauerkraut Cowboys, Indian Dreams: Imaginary Wild Wests in Contemporary Europe‘, die Erforschung der Vorstellung des amerikanischen Wilden Westens im zeitgenössischen Europa.
Gruber, die angibt, ihren ersten Winnetou-Film 1966 in Prag gesehen und bereits im Alter von fünf Jahren eine Reservation der Seneca-Indianer besucht zu haben, beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit diesem Thema, zu dem sie ein Buch schreiben will. So besuchte sie im Sommer 2004 die Karl-May-Festspiele im österreichischen Weitensfeld und im Mai 2005 die Karl-May-Stadt Radebeul und ihre Karl-May-Festtage, wo sie erste Interviews, u. a. mit KARL MAY & Co.-Mitarbeitern, führte.
Das diesjährige Guggenheim-Preisgeld in Höhe von 7,5 Millionen US-Dollar wird unter 187 Stipendiumsgewinnern aus verschiedenen Kunst-, Wissenschafts- und Lehrbereichen verteilt. Knapp 3.000 Bewerbungen waren für 2006 bei der Stiftung eingegangen. Die prestigevolle Auszeichnung wurde auch schon an zahlreiche Nobel- und Pulitzer-Preisträger vergeben.
Neben der Guggenheim-Förderung erhielt Grubers ‚Wild West‘-Projekt auch vom ‚National Endowment for the Humanities‘ (NEH) ein Sommer-Stipendium. Die Schriftstellerin, die derzeit ein Buch zum Thema ‚Jewish Heritage Travel: A Guide to Eastern Europe‘ fertigstellt, das 2007 bei ‚National Geographic‘ veröffentlicht werden soll, will ihre Forschungen zum Thema der Sauerkraut-Western ab Januar 2007 intensivieren und dann im deutschsprachigen Raum erneut Karl-May-Stätten und -Festivals besuchen.
KARL MAY & Co. wird demnächst ausführlicher über Grubers ‚Wild West‘-Projekt informieren.
Weitere Informationen: ruthellengruber.com
nf
(Foto: Gruber)

