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< Blutsbrüder in Osnabrück
03.02.2019
Kategorie: Museen & Ausstellungen
Von: mku

Wie Kara und Halef auf Sherlock Holmes trafen

Live-Hörspiel im Begleitprogramm der aktuellen Osnabrücker Karl-May-Ausstellung


Covergrafik des Hörspiels "Der persische Pantoffel"

Crossover-Projekte sind populär, Live-Hörspiele werden es auch immer mehr. Im Rahmen des Begleitprogramms zur Osnabrücker „Blutsbrüder“-Ausstellung gibt es am Samstag, 6. April, gleich beides auf einmal. Das Hörspielkollektiv PuzzleCat Entertainment präsentiert dort um 19 Uhr (Akzisehaus im Museumsquartier Osnabrück, Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro) seine Produktion „Der persische Pantoffel“ und erzählt darin, wie Arthur Conan Doyles legendärer Detektiv Sherlock Holmes dazu kam, seinen Tabak in einer solchen exotischen Fußbekleidung aufzubewahren: Als nämlich der verschrobene englische Lord Sir David Lindsay den guten Holmes in der Bakerstreet aufsucht, um ihn in einem recht exotischen Fall zu konsultieren, wird der Meisterdetektiv durch die Ausführungen des Lords an eine Begebenheit während seines unfreiwilligen Exils erinnert. 1893 trifft er in Persien am Hof des Schah-in-Schah auf den deutschen Reiseschriftsteller Kara Ben Nemsi und dessen Freund und Begleiter Hadschi Halef Omar. Gemeinsam kommen sie einer üblen Verschwörung auf die Spur, begegnen dem rätselhaften Geheimbund der Sillan und ein persischer Pantoffel liefert den entscheidenden Hinweis.

Nachdem die Autoren des „Magischen Orient“ Kara und Halef mit Jules Vernes Kapitän Nemo oder Rider Haggards Ayesha in Verbindung bringen, folgt hier nun die Begegnung mit einer anderen Ikone der internationalen Phantastik. Begleitend dazu ist eine Sonderpublikation der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft angekündigt – ein Beilagenheft zum The Baker Street Chronicle, der regelmäßig erscheinenden Hauptpublikation der DSHG – in der die zugrundeliegende Geschichte des Hörspiels als Erzählung abgedruckt sein wird, außerdem eine Hörspiel-CD-Publikation im selben Format wie die 2017 produzierte „Babel und Bibel“-CD. Initiator Peter Wayand: „Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Projekt als gemeinsame Kooperation/Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften nach außen darstellen können.“

Bereits am Mittwoch, 3. April 2019, findet zwischen 18 und 20 Uhr im Akzisehaus des Museumsquartiers Osnabrück ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Neuhaus (Universität Köln) unter dem Titel „Old Kara Ben Sherlock – Zur Geburt zweier Mythen aus den Niederungen der Rivialliteratur“ statt.


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