Die Karl-May-Spiele im niederösterreichischen Gföhl (in der Nähe von Krems), die nach der Saison 2007 ihren Spielbetrieb einstellten, sollen 2010 unter neuer Regie wieder stattfinden. Als neuer Produzent der Festspiele im Gföhlerwald fungiert dann Friedrich Grud (Foto, links) und sein Amstettener Unternehmen ‚Eurofantasia‘. Der 39-Jährige gehört zu den Initiatoren der Winzendorfer Karl-May-Festspiele und wirkte dort seit dem Premierenjahr 1994 in diversen Rollen mit, so unter anderem 2000 als Old Surehand an der Seite von ‚Winnetou‘ Thomas Koziol. Im vergangenen Jahr spielte Grud, der auch ausgebildeter Kaskadeur ist, bei den Karl-May-Festspielen in Weitensfeld/Gurktal den Banditen Butler (siehe unser Foto, das ihn zusammen mit ‚Kantor Hampel‘ Michael Allmer zeigt) und stellte Pferde und Waffen zur Verfügung. Zusammen mit dem Weitensfelder Winnetou-Darsteller Thomas Koziol realisierte er 2008 Bram Stokers ‚Dracula‘ als aufwendige Theaterproduktion.
Wie Grud nun mitteilte, werde ab Juli 2010 an die Tradition der erstmals 1988 in Gföhl stattfindenden Karl-May-Festspiele angeknüpft; dann stehe ‚Der Schatz im Silbersee‘ auf dem Spielplan. Im Jahr darauf soll dann im August/September 2011 ‚Unter Geiern‘ zu sehen sein (und zuvor im Juni/Juli ‚Die Nibelungen‘). ‚Schauspieler und Stuntleute aus Österreich erwecken die Legenden wieder zum Leben‘, heißt es in Gruds Ankündigung, ‚optische und pyrotechnische Effekte sowie stimmungsvolles Lichtdesign und brillante Tonqualität runden das Geschehen ab und machen aus dem spannenden Thema einen eindrucksvollen Show-Tag‘. Am 21. September findet an der Bühne in Gföhl, die seit 1988 die Gföhler Landwirtfamilie Blauensteiner verpachtet, eine Pressekonferenz statt, auf der Grud über die Fortsetzung der Festspiele informieren will.
nf
Foto: KARL MAY & Co./Finke