Geschichte

Das Magazin KARL MAY & Co. besteht seit über 30 Jahren. Was im November 1984 als nur wenige Fotokopien starker "Karl-May-Rundbrief" begann, ist heute ein professionell gestaltetes Magazin mit über 90 Seiten. Viermal pro Jahr erhalten die Leser vielfältige Informationen rund um Leben, Werk und Wirkungsgeschichte Karl Mays.

Die erste Ausgabe war ganze drei Seiten stark

Ausgabe Nummer 1

Im November 1984 erschien unter der Regie von Jörg Wörner der erste "Karl-May-Rundbrief", zunächst eine Fotokopiensammlung von nur wenigen Seiten. Schon im Februar 1985 stieg, zunächst als Autorin, Regina Arentz ein. Ab April 1985 betreute sie gemeinsam mit Sabine Schuster und Annette Holzer eine eigenständige Beilage, „Pierre Brice aktuell“ (ab August 1985: „Pierre Brice / Lex Barker aktuell“). Sie perfektionierte das Layout der Beilage und schuf von Dezember 1985 bis Anfang 1987 drei neue Titelschriftzüge für den gesamten „Rundbrief“. Im Juli 1988 erhielt er den Untertitel „Das Magazin für Fans“.

Mit Miss RB zum gedruckten Heft

Im Dezember 1988 verabschiedete sich Jörg Wörner als Herausgeber, Redakteur und Blattmacher. Regina Arentz übernahm diese Funktionen und leitete als „Miss RB“ die Geschicke des "Rundbriefs". Sie brachte auch das Maskottchen „Minitu“ ein. Ihre Beilage integrierte sie im Februar 1989 in den „Rundbrief“. Sowohl die gestalterische Qualität als auch der Umfang pro Ausgabe - und damit einhergehend die Leserzahlen - stiegen zusehends. Ab Dezember 1989 gestaltete Regina Arentz das Layout komplett am PC. Im Oktober 1990 erschien der "Karl-May-Rundbrief" erstmals als gedrucktes Heft, im Dezember 1991 wieder mit einem neuen Schriftzug. 

Der neue Name

1993 kam der neue Name, bis zu diesem, aktuellen Logo sollte es noch zehn Jahre dauern

Die logische Konsequenz der Entwicklung zur Perfektion folgte im März 1993: Das "Kind" erhielt einen neuen Namen. "Karl-May-Rundbrief" war inzwischen keine passende Bezeichnung mehr für das mittlerweile zu einem echten "Fanzine" aufgestiegenen Blatt. Und wie sollte der Name für ein Magazin am sinnvollsten lauten, das sich mit Karl May & Co. beschäftigt? Natürlich KARL MAY & Co.! Ab sofort war der Name Programm. 

Neuer Herausgeber, neue Redaktionsleitung

Trotz der großen Zahl freier Mitarbeiter, die regelmäßig für das Magazin schreiben, war der Arbeitsaufwand, den die Herausgabe eines Heftes mit seiner inzwischen erreichten hohen Professionalität verursachte, auf Dauer von einer Einzelperson nicht mehr zu bewältigen. Aus diesem Grund wurde im August 1994 von Karl-May-Freunden aus ganz Deutschland ein gemeinnütziger Verein gegründet, um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und sowohl rechtlich als auch finanziell auf gesicherte Füße zu stellen. Der Mescalero e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Es bestehen keinerlei kommerzielle Interessen, alle Arbeiten werden ehrenamtlich in der Freizeit erledigt. Dem hohen Qualitätsanspruch des Herausgebers kommt zugute, dass die für Layout und Endfertigung verantwortlichen Mitglieder ausnahmslos Medienprofis sind.

Gleichzeitig mit der Vereinsgründung im August 1994 übernahm der 1.Vorsitzende Torsten Greis, als „Rundbrief“-Autor seit August 1991 eingeführt, Redaktion und Layout des Magazins. Ab März 1995 verwendete er besseres Papier, im Januar 1996 schuf er ein neues Layout, im November 1997 setzte er erstmals den bis heute gültigen Untertitel „Das Karl-May-Magazin“ ein. Im November 2002 verabschiedete er sich von der bis dahin noch vor die jeweilige Heftnummer gesetzten Bezeichnung „Rundbrief“. Torsten Greis führte den von Regina Arentz eingeschlagenen Kurs beständig fort, holte neue Mitarbeiter mit ins Boot und baute das Magazin mit Unterstützung seiner Vereinskollegen weiter aus. Zu den anfänglichen Themen rund um Bühne und Film kamen vermehrt Beiträge zur Biografie und Wirkungsgeschichte Karl Mays.

Verbesserte Ausstattung mit dem nächsten Redaktionsleiter

Ausgabe 96

Nach neun Jahren verabschiedete sich Torsten Greis mit seiner letzten Ausgabe vom September 2003 und übergab die KARL MAY & Co.-Redaktion an Nicolas Finke, der bereits seit September 1989 „Rundbrief“-Autor und seit 1996 mit Redaktions- und Layout-Aufgaben betreut war. Zur 20-jährigen Jubiläumsfeier in Radebeul präsentierte er im Mai 2004 eine 108 Seiten starke Jubiläumsausgabe mit der seither praktizierten hochwertigen Ausstattung: neuer Schriftzug, durchgehender Vierfarbdruck, aktualisiertes Design, Rücken-Klebebindung. Gedruckt wird das Magazin seit damals im rewi-Druckhaus in Wissen. Eine noch edlere Ausstattung mit laminiertem Heftumschlag brachte erstmals der 25. Jahrestag des ersten „Rundbriefs“ im November 2009. In Nicolas Finkes Zeit fällt auch eine exklusive Sonderausgabe des Magazins: Der Fund von Dreharbeitenfotos im Hamburger Staatsarchiv ermöglichte im März 2008 ein 120 Seiten starkes Heft zum Film „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“, das mit zwei unterschiedlichen Covern, einem Pierre-Brice- und für Sammler einem Lex-Barker-Motiv, produziert wurde. Im Sommer 2013 folgte, weitgehend aus dem Archiv des „Bravo“-Fotografen Dietrich „Didi“ Zill, eine 132 Seiten starke Sonderausgabe zur Pierre-Brice-Ära in Elspe, die wieder mit zwei Covermotiven hergestellt wurde: Pierre Brice solo und für Sammler gemeinsam mit seinem Bühnen-Blutsbruder Jochen Bludau. 

Redaktions-Doppelspitzen

Im Mai 2011 sicherte sich Nicolas Finke bei der Redaktionsleitung Unterstützung durch Rolf Dernen, der im Frühjahr 2000 seinen ersten Beitrag geschrieben hatte. Auch diese erste Doppelspitze des Magazins setzte die kontinuierliche Aufwertung fort: seit Mai 2012 mit noch hochwertigerem Papier und erstmals mit einem Cover, das bei einem exklusiven KARL MAY & Co.-Fotoshooting mit den Elspe-Hauptdarstellern Jean-Marc Birkholz und Oliver Bludau entstanden war. Da die Qualitätsarbeit immer aufwendiger wurde und von den ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht mehr in ihrer Freizeit zu leisten ist, wurde die technische Schlussproduktion 2014 komplett ausgelagert. Gleichzeitig zog sich Nicolas Finke nach zehneinhalb Jahren mit der Ausgabe vom Mai 2014 aus der Redaktion zurück. Seit August 2014 leitet eine neue Doppelspitze das Magazin: Rolf Dernen und Jonas Remmert

Persönliche Begegnungen mit dem Publikum

Lesung zum 25-jährigen Bestehen

Schon im August 1992 hatte sich der „Rundbrief“ am ersten Karl-May-Treffen in Bad Segeberg beteiligt. Solche persönlichen Begegnungen der Blattmacher mit dem Publikum, bald auch mit eigenen Programmen, sind bei KARL MAY & Co. Tradition geworden: Im Mai 1993 veranstaltete das Magazin sein erstes eigenes Treffen in Ratingen. Am Rande der Karl-May-Festtage in Radebeul organisierte es im Mai 1994 auf der Probebühne der Landesbühnen Sachsen einen von Uwe Hänchen moderierten „Abend mit Karl May“, im Mai 1995 einen weiteren Karl-May-Abend mit von Christine Hünseler und Walter Klotz moderierten Talkrunden, im Mai 1998 den von Reinhard Marheinecke moderierten „Abend mit dem Geier“, dem neuen Maskottchen „Charly Geierschnabel“, im Mai 1999 die von Reinhard Marheinecke und Thomas Grafenberg moderierte „KARL MAY & Co. Late Night Show“, im Mai 2004 die Jubiläumsfeier „20 Jahre KARL MAY & Co.“ mit Dietmar Mues‘ Karl-May-Programm auf Sächsisch, im Mai 2009 bei der Vierteljahrhundertfeier zum 25-jährigen Bestehen eine Lesung mit Konrad Halver, Jean-Marc Birkholz, Franz Wieczorek und Olaf Hörbe im Weingut Schloss Wackerbarth, im Mai 2014 bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen Andreas Wellanos Bühnenprogramm „Durchgeritten“. Zwischendurch war KARL MAY & Co. bei den Karl-May-Festen Ende Juli 2012 in Berlin und Ende Juli 2013 in Elspe mit von Nicolas Finke bzw. Nicolas Finke und Sven Margref moderierten Diskussionsrunden zu zeitgemäßen Film- und Bühnen-Konzepten für Karl May präsent. 

Eigenproduktionen im Fan-Shop

Cover "Der Kutb"

Bereits im März 1995 startete KARL MAY & Co. einen Fan-Shop, der den Lesern Bücher und CDs zu Karl May bietet. Im Dezember 2005 war die erste Eigenproduktion darunter: das Hörbuch „Der Kutb“ von und mit Konrad Halver.

Im November 2009 folgte die Aufnahme der Lesung mit Konrad Halver, Jean-Marc Birkholz, Franz Wieczorek und Olaf Hörbe von der Radebeuler Jubiläumsfeier im selben Jahr.

KARL MAY & Co. online

Im Internet ist  KARL MAY & Co. seit 1996 präsent. Der erste Auftritt im Netz war damals eine Rubrik auf der Website der Karl-May-Gesellschaft. Die erste eigene Website folgte im Juni 1997. Zum noch heute gültigen Auftritt www.karl-may-magazin.de wurde sie im September 1998 runderneuert. Ab November 1996 konnten die Leser der Redaktion erstmals E-Mails schicken, zunächst an die Adresse mescal@t-online.de. Und seit Oktober 2009 ist  KARL MAY & Co. auch bei Facebook vertreten: www.facebook.com/karlmaymagazin.

Weitere Informationen

Weitere Infos zum Magazin und der Geschichte finden Sie auch im Karl-May-Wiki unter http://karl-may-wiki.de/index.php/KARL_MAY_%26_Co.