Duke hat geschrieben:
Elf mal Winnetou und Old X-Hand gegen eine Banditenbande auf Goldsuche. Die Orient-Filme hatten ein wenig mehr zu bieten. Aber auch nicht viel mehr. Das Werk Karl Mays aber schon!
Bewerten wir Karl May mal nicht über. Was hat er schon Handlungsmäßig groß gemacht? Er hat doch im Grunde auch immer mehr oder weniger die gleichen Themen aufgegriffen, mal hier und da variiert. Das besondere an May war jedoch das anscheinend, auf den ersten Blick nebensächliche, das was (vielleicht) gar nichts, oder nicht viel mit der "eigentlichen" Handlung, Abenteuer, oder wie man es nennen will, zu tun hat. Das fehlt ja in den meisten Filmen fast völlig, das Salz in der Suppe (in den späteren Filmen war ja nicht einmal mehr etwas von der eigentlichen Handlung des Buches zu sehen, nur die Marken "Karl May" und "Winnetou" wurden noch werbewirksam benutzt). Das Nebensächliche, das sind so die Gedanken, Gefühle Karl Mays, seine persönliche Weltanschauung, psychologisches, philosophisches, religiöses, biografisches, symbolisches, was er verpackt durch das Abenteuer, daß auch immer wieder ähnlich sein konnte, vermitteln wollte. Also das Nebensächliche wird zur eigentlichen Handlung und das Abenteuer an sich ist dann nur noch Beiwerk (ums schmackhafter zu machen), das wird mir immer mehr bewußt. Man kanns auch so ausdrücken: Man kann die Nährstoffe die der Körper braucht auch mittels Infusionen oder Tabletten bekommen, aber menschlicher, wärmer, lebendiger, seeliger ist es, wenn ich das Essen auf herkömmliche Weise zu mir nehmen kann, von mehr Lebensqualität will ich grad jetzt mal nicht sprechen:-|. Es fragt sich jetzt natürlich was womit gemeint ist, ob mit den Infusionen die eigentliche Handlung gemeint ist und das herkömmliche Essen symbolisiert das Nebensächliche, oder umgekehrt oder beides zu gleichen Teilen oder abwechselnd, mal hü, mal hot. Da haben wirs wieder, schein und sein jetzt auch schon zwischen den Leseebenen.
;-)